CES 2017: BMW 5er mit Personal CoPilot fährt hochautonom

BMW 5er | 4.01.2017 von 8

BMW nutzt die CES 2017 in Las Vegas, um einen Ausblick auf das autonome Fahren der Zukunft zu werfen. Der BMW 5er G30-Prototyp ist mit …

BMW nutzt die CES 2017 in Las Vegas, um einen Ausblick auf das autonome Fahren der Zukunft zu werfen. Der BMW 5er G30-Prototyp ist mit der nächsten Generation des BMW Personal CoPilot ausgestattet und beherrscht daher nicht nur die Längsführung vollumfänglich, sondern übernimmt auf Wunsch auch die Querführung. Im Klartext: Der BMW 5er regelt nicht nur den Abstand zum Vordermann und das Halten der eigenen Fahrspur, er führt bei Bedarf auch selbständig Spurwechsel durch und führt beispielsweise auf der Autobahn Überholmanöver durch.

Die technische Grundlage für den auf der CES 2017 gezeigten BMW Personal CoPilot steckt schon heute in Fahrzeugen der 5er- und 7er-Reihe, die vorhandene Technik wurde lediglich weiterentwickelt und musste für die neuen Fähigkeiten nicht grundlegend neu entworfen werden. Besucher der CES können sich von der Leistungsfähigkeit des Systems selbst überzeugen, wenn sie sich vom Prototypen über den Highway chauffieren lassen. Ein zusätzlicher Computer an Bord gleicht die in Echtzeit ermittelten Umgebungsdaten permanent mit den Infos einer hochpräzisen digitalen Straßenkarte ab und kann die eigene Position somit extrem genau bestimmen.

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In weiterentwickelter Form präsentiert sich auch die Gestiksteuerung an Bord des Prototypen: Mit Daumen-Bewegungen nach links oder rechts lassen sich Informationen zu den Gebäuden und Sehenswürdigkeiten auf der jeweiligen Straßenseite auf das Display bringen. Neue Funktionen bietet auch die Sprachsteuerung an Bord, die mit Hilfe von Microsoft Cortana um einige nützliche Funktionen ergänzt wurde. So soll beispielsweise die Planung eines Restaurantbesuchs per Spracheingabe möglich werden, entsprechende Termine werden im Anschluss direkt mit dem Kalender des Smartphones verknüpft und erlauben eine optimierte Tagesplanung.

Ein weiteres Update mit großen Serienchancen findet sich im Fond, denn hier können künftig auch vom User mitgebrachte Tablet-Computer in das Bedienkonzept des Fahrzeugs integriert werden. Anders als im aktuellen BMW 7er, der ab Werk mit einem herausnehmbaren Tablet ausgestattet werden kann, sollen künftig auch auf anderem Weg beschaffte Tablets mit dem Fahrzeug verbunden werden können und zahlreiche zusätzliche Infotainment-Optionen bieten.

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Gerade für Menschen, die besonders viel unterwegs sind, könnte auch eine neue Liefer-Option in Zusammenarbeit mit Amazon Prime Now spannend werden: Als Lieferort lassen sich künftig auch Punkte entlang der gerade befahrenen Route auswählen, wobei Echtzeit-Daten wie die aktuelle Fahrzeugposition und die Verkehrslage berücksichtigt werden und einen optimalen Treffpunkt mit dem Lieferdienst kalkulierbar machen. Ist ein für beide Seiten passender Treffpunkt gefunden, wird dieser im Navigationssystem als nächstes Ziel eingetragen.

8 responses to “CES 2017: BMW 5er mit Personal CoPilot fährt hochautonom”

  1. DoNuT says:

    Cool, allerdings sollte man die Entwicklung, dass Dienste von Drittanbietern wie Cortana ins Auto integriert werden, etwas kritisch sehen. Gar nicht so aus Datenschutzgründen (wir haben ja ohnehin alle ein Smartphone), eher weil IT-Konzerne beim Einstellen ihrer Dienste relativ progressiv vorgehen und diese nach ein paar Jahren einfach trotz hunderttausender Nutzer abdrehen – beispielsweise der Google Reader, nur dass man im Auto dann nicht die Möglichkeit hat, einfach einen anderen Dienst zu nutzen.

    Dann sind 10 Jahre alte 5er am Gebrauchtmarkt plötzlich funktional beschnittene Zombies – OK, mit D-Netz-Autotelefonen hatten wir das auch schon mal. 🙂

    Bleibt nur, dass hier entsprechende Serviceverträge geschlossen werden oder die Hersteller im Nachhinein Software-Updates liefern, wobei ich daran zweifele, dass irgendjemand in der Branche nach 10 Jahren noch einen neue Verkehrsdatenanbieter oder eine Sprachsteuerung integriert, wenn oft schon abfallende Scheibenwischer nach dem Ende der Garantiezeit ein Thema auf Kulanz sind.

  2. McIntyre's (un)official page says:

    Unnötig. Einfach ein Albtraum dieses ganze computergesteurte Gedöns. Man merkt, dass das Auto an sich gar nicht mehr weiter entwickelt wird, sondern alles sich nur noch um Elektronik dreht.

    • Mini-Fan says:

      Ich sehe noch ein ganz anderes Problem, wenn man fremde Soft- und Hardware sich ins BMW-System “einklinken” lässt, wie z.B. das Spiegeln von Smartphones.
      Es ist theoretisch möglich, dass der fremde Computer die “Steuerung” des BMW-Systems übernimmt (ist kein Hokuspokus – war bei UNIX-Systemen schon vor über 30 Jahren möglich, per remote-Login). Mit Gefahr für Leib und Leben des BMW-Fahrers.

      • McIntyre's (un)official page says:

        Genau, stimmt. Eigentlich kann man sich so gar nicht mehr sicher fühlen.

        • Mini-Fan says:

          Also genau genommen ist eine Funk-Fernbedienung für die Zentralverriegelung schon ZUVIEL!
          Hatte vor Jahren schon mal vom Haus aus gesehen, wie plötzlich der Kofferraum unseres E38 aufging – weil jemand anderes sein Auto gerade per ZV aufschloß. Und unser 7er wohl zufällig gerade denselben Code benutzte …

          • McIntyre's (un)official page says:

            Das ist ja blöd. Ich war eh nie freund von Elektronik im Auto und wenn schon, dann nur das Nötigste. Ich habe prinzipiell nichts gegen eine Rückfahrkamera, aber die ganzen anderen Assi-stenzsysteme, ne danke.

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