Q3 2016: BMW Group setzt Rekorde, aber EBIT-Marge sinkt

News | 4.11.2016 von 14

Quartalsbericht Q2 2016: BMW Group meldet starke Zahlen für Absatz, Umsatz und Ergebnis, aber hohe Entwicklungskosten drücken auf die EBIT-Marge.

Im Quartalsbericht zum dritten Quartal 2016 hat die BMW Group die Erwartungen der Analysten zum Teil übertroffen, im Bereich der EBIT-Marge aber auch für etwas Enttäuschung gesorgt. In Q3 2016 konnte das Unternehmen mehr Absatz und ein besseres Ergebnis erzielen als jemals zuvor in einem dritten Quartal, der Umsatz stieg um 4,6 Prozent auf 23,362 Milliarden Euro und der Konzern-Überschuss konnte sogar um 15,3 Prozent auf 1,821 Milliarden Euro gesteigert werden.

Weniger positiv aufgenommen wurde von Analysten die Nachricht, dass die EBIT-Marge von 9,1 auf 8,5 Prozent zurückging. Verantwortlich dafür sind hohe Entwicklungskosten im Zusammenhang mit der aktuellen Konzernstrategie Number One > Next, die das Unternehmen bereit für die Herausforderungen der Zukunft machen und die Stellung als weltweit führender Hersteller von Premium-Automobilen festigen soll. Mit ihrem Wert von 8,5 bewegt sich die EBIT-Marge weiterhin im angestrebten Zielkorridor von 8 bis 10 Prozent, was der BMW Group damit bereits zum 26. Mal in Folge gelungen ist.

BMW-Group-Q3-2016-Quartalsbericht

Beim Blick auf den Absatz der einzelnen Baureihen fallen gleich mehrere deutliche Zuwächse ins Auge. Die prozentual stärksten Steigerungen können seit Jahresbeginn für den BMW X1 (+82,0%), die BMW 7er-Reihe (+65,8%) und die 2er-Reihe (+33,3%) vermeldet werden. Bemerkenswert ist auch der anhaltende Erfolg des Mittelklasse-SUV BMW X3, denn die Verkaufszahlen konnten trotz des bevorstehenden Modellwechsels um 16,5 Prozent gesteigert werden.

Regional betrachtet steht das Wachstum der BMW Group auch in Q3 auf einem breiten Fundament: Auf dem Heimatkontinent Europa konnte der Absatz im dritten Quartal um 8,7 Prozent auf 264.327 Einheiten gesteigert werden, in Asien entsprechen 187.418 verkaufte Fahrzeuge einem Plus von 12,9 Prozent. Weniger erfreulich stellt sich die Situation in Amerika dar, hier lagen die Verkaufszahlen in Q3 2016 bei 114.907 Einheiten und damit 3,6 Prozent unter dem Vorjahr.

Harald Krüger (Vorsitzender des Vorstands der BMW AG): “Wir haben im dritten Quartal unter dem Strich einen Rekordgewinn erzielt und unseren Kurs des profitablen Wachstums fortgesetzt. Das ist die Basis, um unsere Strategie weiterhin konsequent umzusetzen. Wir vereinen heute schon das, woran die gesamte Branche gemessen wird: eine erfolgreiche Elektro-Strategie, mit der die BMW Group bereits über 100.000 elektrifizierte Fahrzeuge auf die Straße gebracht hat – und gleichzeitig eine verlässlich hohe Profitabilität, die uns die Investitionen für die Zukunft aus eigener Kraft ermöglicht.
Wir sind überzeugt: Die Mobilität der Zukunft ist nachhaltig. Wir haben uns schon vor Jahren eindeutig zur Elektromobilität bekannt und uns als Vorreiter an die Spitze der Technologie gesetzt. Die steigende Nachfrage der Kunden bestätigt diesen Weg und zeigt uns, dass die Zeit reif ist für unsere nächsten Schritte.
Wir streben 2016 bei den Auslieferungen im Segment Automobile und dem Konzernergebnis vor Steuern leichte Zuwächse auf jeweils neue Bestmarken an.”

14 responses to “Q3 2016: BMW Group setzt Rekorde, aber EBIT-Marge sinkt”

  1. Ringrichter says:

    Bravo! Während der neuerdings selbsternannte Großsprecher der Autoindustrie, Daimlers Zetsche, von künftigen Elektrofahrzeugen schwadroniert, macht BMW schon mal Nägel mit Köpfen. Zwar ist der Absatz von 100 Td. elektrifizierter BMW Fahrzeugen noch nicht so viel, aber meines Wissens ist man auch damit “Führer” im sogn. Premiumsegment. Genauso wie beim Fahrzeugabsatz. Zwar versucht Daimler mit Hilfe befreundeter oder bezahlter (?) Journalisten (FAZ, Handelsblatt usw.) die Wirklichkeit umzuschreiben und bei den BMW-Absatzzahlen die Erfolge der Premiummarke Mini zu unterschlagen, dies ändert jedoch nichts daran, dass BMW in der Gesamtschau der Premiumfahrzeugklassen (nicht Namen) per 9/2016 mit mehr als 1,7 Mio. Fahrzeugen nach wie vor deutlich vor Mercedes (inkl. der Nichtpremiummarke Smart) liegt.

    • Jan says:

      Tesla ist also nicht Premium?

      • Ringrichter says:

        In 2015 verkaufte Tesla gerade mal 50 Td. Elektroautos. Wie es in 2016 aussieht ist noch unübersichtlich. Es gibt jedenfalls viel heiße Luft über angebliche Bestellungen für Autos, die noch nicht einmal produziert werden. Unter Autoexperten ist unstrittig, dass wenn die Großen der Autobranche bezüglich Elektroautos in der kommenden Zeit im großen Stil losschlagen werden, Tesla mit vielen Schulden sang und klanglos untergehen wird.

        • B3ernd says:

          50.000 E Fahrzeuge im 100.000€ Bereich! Das ist eine andere Hausnummer als die paar i3, die ab 34K€ starten.

          Wie BMW auf 100.000 i Fahrzeuge kommt, wurde gerade in einem anderen BT Bericht offengelegt – man rechnet einfach sämtlich Hybrid 2er AT etc. dazu – also irgendwie nicht mit dem Absatz von vollwertigen E Fahrzeugen zu vergleichen. Wenn man es genau nimmt, darf eigentlich nur der i3 einbezogen werden, da dies das einzige BMW E Fahrzeug ist.

          Wie unten aufgeführt, hat BMW im Jan. – Okt. 16 knapp 1300 i8 verkauft – in 10 Monaten. Tesla hat 2015 die gleiche Anzahl Modell S in knapp 9 Tagen abgesetzt. Tesla nicht ernst nehmen, ist so ziemlich die schlechteste Basis für Erfolg. Herrn Musk muss man nicht mögen, er hat jedoch vor vielen Jahren etwas gewagt, wozu niemand auf dem Markt bereit war – ein Mann mit Visionen, wie er heute selten zu finden ist und schon lange nicht in einem Großkonzern. Tesla ist ein Synonym für Elektromobiltät – bei der Masse der Bevölkerung – an BMW i, denken nur die Fans.

          Der Tesla Model 3 steht in den Startlöchern und das Modell X habe ich schon häufiger gesehen, als einen i8, die hier irgendwie immer mit M- Kennzeichen herumfahren – meistens sind es Vorführwagen oder Werkswagen.

          • Ringrichter says:

            Auch die Hybrid-Fahrzeuge zählen nun mal zu den Elektrofahrzeugen, wird ja auch eine geringere Prämie dafür bezahlt.
            Ich wundere mich nur, wie Mercedes in der Person von Zetsche immer das Maul aufreißt bezügl. Elektrofahrzeuge aber praktisch nichts in der Hand hat außer Versprechungen für 2020.
            Der Erfolg der E Klasse ist aufgrund der Neuheit und des Alters des 5ers verständlich, wird aber vermutlich nicht mehr lange anhalten. Auch die S Klasse ist zunehmend auf dem Rückzug gegenüber dem 7er. Aufgrund der deutlich größeren Typenvielfalt liegt sie gegenüber dem 7er aber noch vorne.
            1300 i8 in 10 Monaten zum Basispreis von über 120 Td. € sind nicht schlecht. Der I8 war als Nischenprodukt geplant und wird auch eines bleiben.
            Was Tesla vollführt ist keine große Kunst: Einen Wagen mit bis zu 2,5 T mit Batterien voll laden. Der Hype wird bald vergehen. Wenn alle großen bei der Elektrifizierung losrennen, wird das kleine Schiff untergehen.

    • karl karlsberg says:

      Richtig! Daimler ist vielleicht Spitzenreiter was Sportwagen betrifft, aber die krassen elektrowagen der bmw ag vermitteln immer noch am meisten Freude beim fahren! Daimler verkauft auch nur deshalb soviele amg gts weil Sportwagen staatlich gefördert werden! Elektroautos kauft man aus purer Freude am summsen…

      • Pro_Four says:

        …;) momentan macht nur BMW mit dem i8 alles richtig und der LCI wird nicht mehr lange auf sich warten lassen. Mercedes verkaufte z.B. in den USA im Jahr 2016 bis jetzt 1039 Einheiten vom AMG GT, BMW wiederum schon 1288 Einheiten vom i8. Technisch gesehen 2 völlig verschieden Antriebe, nur BMW geht hier schon den richtigen Weg.

        • simons700 says:

          Was echt beindruckend ist weil ich bei den Spritpreisen in den USA keinen Gedanken an den I8 verschwenden würde 😉

          • Pro_Four says:

            ….technisch gesehen aber was völlig anderes als der 20ste klassische SSW.

            Trotzdem würde ich auch gerne einen SSW von BMW sehen, mit klassischen V8, ganz klar.

        • karl karlsberg says:

          Bmw macht sicher nicht alles falsch… jedoch mache es dir nicht zu einfach wer wieviel Rabatt auf seine Fahrzeuge gibt wissen weder du noch ich… ist aber auch egal, weil meiner Meinung nach bmw und daimler alles richtig machen… düsterer sieht es dagegen in Ingolstadt aus…

      • B3ernd says:

        Ist das Ironie?:D

  2. quickiejoe says:

    Jetzt haben wir es amtlich: BMW ist auch in Sachen Profitabilität hinter Mercedes Cars zurückgefallen (Ebitmarge 8,5 vs. 10,0). Dabei wurde ja lange – auch hier im Forum – versucht, das Zurückfallen beim Absatz hinter Mercedes zumindest durch eine angeblich “viel höhere Profitabilität” von BMW schönzureden. Aus und vorbei. Und den Rückfall beim Ebit mit angeblich “hohen Entwicklungskosten” zu begründen, halte ich für eine schlichte Ausrede: Tatsächlich ist der Entwicklungsaufwand für neue Modelle – egal ob Verbrenner oder neue E-Modelle – nach gültiger AG-Rechnungslegung aktivierungspflichtig. Er wird damit aufwandsneutral gestellt und während der Produktlebenszyklen Zug um Zug verrechnet. Daran kann es also nicht liegen, dass uns Mercedes bei einer weiteren wichtigen Kennziffer nur noch die Rücklichter zeigt.

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