Elektroauto-Kaufprämie: BMW i3, 225xe & 330e besonders gefragt

News | 12.07.2016 von 12

BMW profitiert besonders stark von der der staatlichen Kaufprämie für Elektroautos und Plug-in-Hybride, kein anderer Hersteller hat bereits für derart viele Anträge beim zuständigen Bundesamt für …

BMW profitiert besonders stark von der der staatlichen Kaufprämie für Elektroautos und Plug-in-Hybride, kein anderer Hersteller hat bereits für derart viele Anträge beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gesorgt. Dabei spielt den Münchnern in die Karten, dass sie neben dem jüngst aufgefrischten Elektroauto BMW i3 auch zwei brandneue Plug-in-Hybride im Angebot haben, die mit Sicherheit auch ohne staatliche Förderung ihre Kunden finden würden.

Insgesamt sind beim BAFA bisher 718 Anträge für die E-Mobilitäts-Kaufprämie eingegangen, davon entfallen mit 225 fast ein Drittel auf BMW-Modelle. In Deutschland sollen mehr Kunden für die Elektromobilität begeistert werden, weshalb der Staat allen Käufern eines Elektroautos einen Zuschuss von 4.000 Euro auszahlt. Wer einen Plug-in-Hybrid erwirbt, wird mit 3.000 Euro unterstützt. Um reine Mitnahme-Effekte bei Luxus-Stromern wie dem BMW i8 zu vermeiden, ist die Kaufprämie auf Fahrzeuge mit einem maximalen Netto-Preis von 60.000 Euro beschränkt.

BMW-330e-2016-Plug-in-Hybrid-F30-LCI-03

Von den geförderten Fahrzeugen schafften es nur zwei Modelle gleich in den ersten Tagen auf einen dreistelligen Wert: Der BMW i3 ist mit 127 Anträgen auf den ersten Blick Spitzenreiter, allerdings wird beim Renault Zoe zwischen drei verschiedenen Varianten unterschieden. Gemeinsam kommen die drei Zoe-Variationen auf 184 Anträge. Gemeinsam mit einer Hand voll Nutzfahrzeugen der Kangoo-Baureihe schafft es Renault so auf den zweiten Rang der Hersteller. Die beiden Premium-Konkurrenten der BMW Group bleiben hingegen selbst gemeinsam unter 50 Anträgen.

Nicht nur gemessen am i3 ist auch der Erfolg des BMW 225xe Active Tourer beachtlich, denn der Plug-in-Hybrid-Van sammelte seit dem 2. Juli bereits 80 Anträge. Damit ist er hinter Zoe und i3 auf dem dritten Rang der Einzelzulassungen. Komplettiert wird das starke Ergebnis von BMW iPerformance durch den BMW 330e, für den schon in den ersten Tagen der Kaufprämie 18 Anträge eingegangen sind.

Dr. Arnold Wallraff (Präsident des BAFA): “Die Antragszahl entspricht den Erwartungen, auch wenn die Nachfrage im Vergleich zu 150.000 Anträgen in den ersten Tagen der Online-Beantragung für die Umweltprämie etwas verhaltener ist. Das BAFA ist mit zehn neuen Mitarbeitern und verbesserten IT-Strukturen bestens für die Abwicklung des Programms gerüstet. Ein ‘Elektromobilitätschaos’ wird es nicht geben.”

12 responses to “Elektroauto-Kaufprämie: BMW i3, 225xe & 330e besonders gefragt”

  1. Polaron says:

    Mir ist nicht ganz klar, warum es vom X1 auf absehbare Zeit wohl keine PHEV-Variante geben wird. Der Antriebsstrang ist vorhanden und der SUV-Boom hält nach wie vor an.

    Viele potenzielle Käufer würden diese Antriebsvariante sicherlich auch ohne diese Umweltprämie nachfragen.

    • M54B25 says:

      Dann scheinst Du dich aber nicht all zu oft hier rumzutreiben 😉

      – Prototyp unterwegs, Markstart 2017; https://www.bimmertoday.de/2016/03/31/bmw-x1-xdrive25e-plug-hybrid-2016/

      – Produktion in China bereits gestartet, Fahrzeug existiert also bereits: https://www.bimmertoday.de/2016/06/16/bmw-x1-xdrive25le-plug-hybrid-china-xdrive25e/ –> wobei ich hier den letzten Absatz nicht so stehen lassen würde, der Markt im Rest der Welt wird schon recht gut ausfallen, vielleicht gibt es nur wieder so eine geniale Produktionsplanung wie beim M2, wo die Kapazitäten bereits vor der offiziellen Bestellung errechnet und im Produktionsverbund vergeben wurden…

      – oder Du nimmst die Konzernalternative aus GB: https://www.bimmertoday.de/2015/08/26/mini-countryman-f60-erlkonig-mit-plug-in-hybrid-antrieb/

      • Polaron says:

        Das stimmt. So oft treibe ich mich hier tatsächlich nicht mehr herum. 😉

        In dem im zweiten Absatz verlinkten Artikel steht ja, dass eine PHEV-Variante des F48 offenbar nicht für D geplant ist. Wie es wirklich kommen wird, steht derzeit offenbar in den Sternen. Auch BMW gibt sich hier bei Anfragen wenig auskunftsfreudig, womit momentan lediglich spekuliert und abgewartet werden kann.

        Der PHEV-Countryman ist sicherlich für viele potenzielle Käufer keine echte Alternative, da andere Fahrzeugklasse und Submarke.

        • M54B25 says:

          Der neue Countryman kommt einem X1 aber schon sehr nahe, das Gefährt ist nochmal erheblich gewachsen und bot auch scon in der vorherigen Generation ausreichend Platz. Die Fahrzeugklasse verschwimmen da eher und lassen sich aus meiner Sicht schon nicht mehr klar abgrenzen – shon gar was mögliche Außenmaße betrifft. Zum Thema Submarke denke ich wird ein FWD X1 Käufer einem FWD Mini -oder im Falle der Fälle beide auch als XDrive erhältlich- nicht viel skeptischer gegenüberstehen. Sind die Showrooms doch auch direkt nebeneinandergelegen.

          Zur PHEV Strategie in Deutschland könne aber gerade die E-Auto Prämie ein kurzfristiges Umdenken in der BMW Modellstrategie bewirken. Warum sollte man diesen Markt im Heimatland einem Kia Niro oder Toyota RAV4 Hybrid überlassen, wenns das Auto in Format Hybrid Kompakt SUV doch schon gibt? Und wenn sie schon keine Auskunft geben, deutet es doch eher darauf hin, dass es keine generelle Ablehnung gibt – imho.

          • Polaron says:

            Der Countryman wird etwas wachsen, aber vermutlich nicht viel länger als 4,25 m werden. Dementsprechend wird sich auch das Platzangebot im Innenraum natürlich etwas verbessern.

            Ich habe mir den F48 schon ausführlicher angesehen und kann das Fahrzeug zumindest mit dem aktuellen Countryman ganz gut vergleichen. Natürlich rückt die Neuauflage näher an den F48 (Außenlänge: 4,44 m, Radstand: 2,67 m) heran, aber relativ großgewachsene Personen, die auch hin und wieder Passagiere mitnehmen, werden sich im Zweifel wohl eher für den X1 entscheiden. Der X1 ist einfach etwas größer dimensioniert und ein besserer Alltagskomfort (z. B. Beinfreiheit, Innenraumbreite) und -nutzen (größeres Kofferraumvolumen) ist nicht zu unterschätzen. Außerdem ist der X1 “mehr” SUV, weil die Sitzposition mit der Neuauflage noch oben gewandert ist.
            Den Countryman hingegen würde ich eher als Kreuzung zwischen Kompaktwagen und SUV sehen.

            Noch dazu kann nicht jeder so viel mit der Marke Mini und dem speziellen Design anfangen. Ich sehe daher nicht so viele Überschneidungen bei den potenziellen Käufergruppen.

            Ich hoffe doch, dass die Umweltprämie für ein Umdenken sorgt. Ich sehe das genauso wie Du: Bei den einheimischen Herstellern bewegt sich da noch zu wenig beim PHEV-Modellangebot. Vor allem boomende Segmente (Crossover, SUV, etc.) sollten hier mit halbwegs erschwinglichen Modellvarianten bedient werden und der Markt nicht allein ausländischen Herstellern zu weiten Teilen überlassen werden. BMW ist da sogar noch am weitesten, indem man die PHEV-Varianten im Vergleich zu ähnlich stark motorisierten Verbrennern zu einem relativ guten Preis offeriert.

            • M54B25 says:

              Den aktuellen Countryman hatte ich mal mit der 115PS Dieselmaschine als Mietwagen inkl. freier Autobahn – F-Ü-R-C-H-T-E-R-L-I-C-H ! Der Wagen hatte das große Schiebedach, das große Navi und Lederbestuhlung – Preis 35k€!

              Der Wagen wäre mir höchsten 18k€ mit der Ausstattung höchstens 22k€ Wert gewesen – die Verarbeitung war grauenvoll, Geklapper in der kompletten Innenraumverkleidung, heftigste Windgeräusche ab 130km/h, Anzug wie ein Golf2 Diesel…. nur Schaltung und Lenkung waren ohne Beanstandung meinerseits.

              Wenn der F48 auch nur annähernd die Qualität eines 1ers aufweisst und “mein” Mietwagen kein Montagsauto war, wird jede Probefahrt potentiellen Kunden sowohl das jeweilige Auto-/Raumkonzept (Kompakt vs. Mini-SUV) als auch die Qualitäten vor Augen führen. Allerdings wird der Countryman ja als PEHV verfügbar sein – vielleicht eine ganz bewusste Entscheidung, um die Marke Mini grüner/innovativer darstehen zu lassen?!

              • Polaron says:

                Ja, da bin ich voll bei Dir. Gemessen am Preis-/Leistungsverhältnis kann man mit einer Mini-Anschaffung nicht viel richtig machen.

                Man bekommt ein Lifestyle-Auto, das zwar mit einem Premium-Etikett beworben wird, aber diesem Anspruch höchstens partiell gerecht wird. Ein Endeffekt ein Produkt, das noch mehr über Emotion denn über rationale Qualitäten als jedes andere ‘Premium’-Fahrzeug verkauft wird.

                Kann gut sein, dass der PHEV-Countryman insbesondere auch aus Imagegründen aufgelegt wird. So kann man sich allein schon im Vergleich zum Wettbewerb (Audi Q2) einen grünen Anstrich verpassen – mit dem Baukastensystem geht das ja mittlerweile recht fix und kostengünstig.

                • M54B25 says:

                  Sehr schön pointiert im zweiten Satz! Und das Thema Emotionen, Lifestyle und Premium sieht man bspw. sehr schön an der Dach-Offen-Anzeige im Mini-Cabrio: https://www.bimmertoday.de/2010/02/04/mit-dem-mini-cabrio-always-open-555-55-stunden-fuhren-zum-sieg/

                  Ich hatte den mal als Mietwagen und kannte die Anzeige nicht, aufgrund der ungewöhnlichen Skalierung (bei mir allerdings bis 13) bin ich nicht drauf gekommen, was das sein kann. Ein absoluter Aha-und “ganz anders sein” Effekt vom Feinsten. Beim Preis und dem Nutzwert als Beförderungsmobil kommt dann klar der Premiumansatz zum Tragen – überteuert im Vergleich zum Gesamtpaket.

                  Zum grünen Anstrich – ja da stehen VW/Audi/Mercedes derzeit weit hinten an. Aber auf den kommenden Q6 mit 500km E-Reichweite, der nächstes Jahr(zehnt?) kommt, der wirds richten….

                  • Polaron says:

                    Die Anzeige kannte ich gar nicht. Wenn man das so liest, glaubt man zunächst an einen Aprilscherz…haha.

                    Mercedes Benz schiebt momentan fleißig PHEV nach. Zumindest den GLC und die C-Klasse kann man schon als Hybriden bestellen. Die neue E-Klasse wird wohl in Kürze folgen.

                    Zudem gibt es die B-Klasse als (Konkurrenzprodukt zum i3 als) reine Elektro-Variante.

                    Audi hingegen kündigt nur fleißig und gebetsmühlenartig an, aber bis auf den A3 e-tron – der sich noch dazu den Antriebsstrang von der Konzernmutter VW leiht – und den Q7 e-tron ist das Angebot mehr als mau. Der Q7 ist außerdem ein Diesel-PHEV, das sich außerhalb von Europa praktisch nicht verkaufen lässt. Mit dem zwischenzeitlichen Dieselgate hätte man sicherlich auf eine Kombination von Benziner und Akkupaketen anstatt auf diese Variante gesetzt.

                    Was die Elektrifizierung der Modellpalette betrifft, haben vor allem BMW aber auch MB Audi abgehängt. Warten wir einfach mal ab, ob sich Audi tatsächlich noch vom Ankündigungsweltmeister zum technologischen Vorreiter entwickelt und irgendeine der E-Studien wie angekündigt das Licht der Welt erblickt…

    • gkuhn says:

      Der X1 bekommt wahrscheinlich den gleichen Antrieb wie der 2er Active Tourer 225xe.
      Hier kannst du was über den 225xe lesen:
      http://www.active-tourer-forum.de/index.php/Board/37-Hybrid-BMW-225xe-Active-Tourer-Themen/

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