Competition Paket: BMW M4 und M3 mit 450 PS und mehr

BMW M3, BMW M4 | 14.01.2016 von 17

Das Competition Paket für BMW M4 und M3 F8x liefert mehr Leistung, besseren Sound und ein gründlich überarbeitetes Fahrwerk für spürbar mehr Performance.

Die M GmbH reagiert auf den verschärften Wettbewerb in der Mittelklasse und bietet ab dem Frühjahr 2016 ein Competition Paket für BMW M4 und M3 an. Das ab Werk bestellbare Competition Paket liefert gleich mehrere Zutaten für eine signifikante Steigerung der Längs- und Querdynamik der beiden Mittelklasse-Sportler aus Garching, die es dank ihres niedrigen Gewichts auch in serienmäßiger Form mit der zum Teil deutlich stärkeren Konkurrenz aufnehmen können.

Zwar greifen BMW M3 und M4 auch mit dem optionalen Competition Paket nicht nach der Leistungskrone ihres Segments, die Leistungssteigerung auf 450 PS rückt die Münchner aber immerhin ein Stück näher an den Wettbewerb heran. Die gesteigerte Leistung des Biturbo-Reihensechszylinders S55 ermöglicht es allen drei Varianten, den Standard-Sprint von 0 auf 100 noch eine Zehntelsekunde schneller als die 431 PS starke Basis zu absolvieren.

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Competition Paket: BMW M4 und M3 mit 450 PS

Im Fall von BMW M3 Limousine und BMW M4 Coupé mit 7-Gang-DKG und Competition Paket ermöglicht die Leistungssteigerung einen Sprintwert von 4,0 Sekunden, das schwerere M4 Cabrio benötigt mit 4,3 Sekunden kaum mehr Zeit. Die 450 PS starken Handschalter werden je nach Karosserievariante mit 4,2 bis 4,5 Sekunden angegeben. Die Höchstgeschwindigkeit bleibt auch mit Competition Paket auf 250 km/h limitiert, nur in Kombination mit dem M Driver’s Package wird das elektronische Limit auf 280 km/h verschoben.

Eine noch größere Rolle als die Längsdynamik spielt bei der M GmbH traditionell die Performance auf kurvigen Strecken. Damit sich ein BMW M3 oder M4 mit Competition Paket hier klar von der Serie abgrenzen kann, bekommen alle entsprechend konfigurierten Fahrzeuge eine grundlegend überarbeitete Version des adaptiven M Fahrwerks: Neue Federn, Dämpfer und Stabilisatoren sowie neue Kennlinien für alle drei Fahrwerks-Modi versprechen noch mehr Dynamik. Ebenfalls neu abgestimmt wird die Regelung des aktiven M Differenzials und des DSC.

Äußerlich bleibt das Competition Paket ein Fall für Kenner, den deutlichsten Hinweis auf das Performance-Upgrade liefern die 20 Zoll großen Schmiede-Felgen im Design Sternspeiche 666. Diese sind mit Mischbereifung im Format 265/30 vorn und 285/30 hinten bezogen und sollen etwas weniger Gewicht als die Serienfelgen auf die Waage bringen. Sowohl optische als auch akustische Hinweise auf das Competition Paket liefert die M Sportabgasanlage mit ihren schwarz verchromten Endrohren, die in jeder Lebenslage einen besseren Sound mit markantem Bollern und Blubbern in Schubphasen verspricht.

Im Preis von 7.300 Euro für BMW M3 Limousine und BMW M4 Coupé beziehungsweise 6.400 Euro im Fall des BMW M4 Cabrio inbegriffen ist auch die BMW Individual Hochglanz Shadow Line mit erweiterten Umfängen. Neben den üblichen Elementen sind bei Fahrzeugen mit Competition Paket auch die Nieren, die seitlichen Kiemen und der Modellschriftzug am Heck in hochglänzendem Schwarz ausgeführt. Genießen lässt sich das nachgeschärfte Gesamtpaket auf neuen M Leichtbau-Sportsitzen, die mit speziellen Gurten samt eingearbeiteten M-Farben kombiniert werden.

17 responses to “Competition Paket: BMW M4 und M3 mit 450 PS und mehr”

  1. Jupp says:

    Ich würde mal sagen, das frühe Erscheinen eines Pakets ist ein Zeichen, dass man bei BMW einen Fehler erkannt hat und diesen jetzt glattzubügeln versucht (Dass es auch in anderen Modellreihen ein Paket gibt ist mir bekannt).
    Natürlich ist das Fahrzeug auf kurviger Strecke der Konkurrenz ebenbürtig aber längsdynamisch hilft das minimale Mindergewicht nicht wirklich. Hauptpunkt ist aber, denke ich, dass ein Auto, das mit 431 PS gegen Konkurrenten mit über 500 PS antritt, auf dem Papier und im Marketing einfach schlecht aussieht. Daran ändern aber auch die 450 Pferdchen nichts.
    Mit Motor und Leistung hat man ein klassisches Eigentor geschossen. Von unten drückt der M2 und darf nicht weiter, oben hat man sich selbst mit dem GTS ein Limit gezogen, obwohl noch viel Luft zum M5/6 gewesen wäre………… Wirklich schade

    • El Barto says:

      Naja, die C63 Limousine wurde von ams mit einem Leergewicht von 1.760 kg gemessen, der M3 (als Handschalter) mit lediglich 1.582 kg. Das macht beim AMG mit seinen 476 PS ein Leistungsgewicht von knapp 3,70 kg/PS und beim M3 3,67 kg/PS. Das spiegelt sich auch in den vergleichbaren längsdynamischen Fahrleistungen wider. Das Mindergewicht macht sich also doch recht stark bemerkbar.

      BMW ist hier m.E. den richtigen Weg gegangen und hat statt deutlicher Leistungssteigerung eine erhebliche Gewichtsreduktion vorgenommen, um das Leistungswettrüsten zumindest in diesem Segment nicht weiter fortzusetzen. Das war ein mutiges Statement.

      Die moderate Steigerung auf 450 PS beim CP sehe ich daher auch nicht als Versuch, einen Fehler glattzubügeln, sonst wäre der Leitungszuwachs wohl größer ausgefallen.

      Lediglich die Lücke zum M5 ist recht groß, da gebe ich dir recht. Eigentlch wäre es beim nächsten M5 nur konsequent, das Gewicht zu senken und die Leistung nicht zu steigern, ggf. sogar etwas zu senken.

      • Jupp says:

        Bin auch kein Freund der Leistungssteigerung ins Unendliche, und ich wollte damit auch keineswegs den M3/4 diskreditieren. Habe mehr an Image/Marketing gedacht und da stehen beim Daimler halt V8 und 510 PS auf dem Papier.
        Mein Statement war daher eigentlich nicht wirklich auf die tatsächliche Leistungsfähigkeit bezogen. Dass eines der Fahrzeuge mal die tatsächlich mögliche Performance abrufen muss, ist bei der Käuferschicht ohnehin eher unwahrscheinlich.

        • El Barto says:

          “Habe mehr an Image/Marketing gedacht und da stehen beim Daimler halt V8 und 510 PS auf dem Papier.”

          Klar, die Differenz auf dem Papier (oder bei den üblichen Diskussionen am Stammtisch) ist sicherlich da. Aber wenn BMW weiterhin an der Gewichtsreduktion arbeitet, wird sich in den Köpfen schon bald festsetzen, dass die Fahrzeuge auch mit weniger Leistung gleiche oder sogar bessere Performance abliefern können. Dann heißt es vielleicht irgendwann wie bei Porsche: BMW-PS zählen doppelt 🙂

          Die Zylinderdifferenz gegenüber dem AMG empfinde ich imagemäßig nicht als weniger wertig. Eigentlich ist das sogar eine richtig gute Sache, weil man zumindest in der Mittelklasse zwischen zwei sehr unterschiedlichen Motoren wählen kann, während in der Oberklasse/oberen Mittelklasse mit ihren V8-Turbomotoren alles recht austauschbar wirkt.

          • der_ardt says:

            war doch auch früher schon so, dass BMW aus kleineren Hubräumen durch Drehzahl mehr Leistung geschöpft hat. Damals eben feinste Motorentechnik, heute eben Aufladung

  2. Stefan says:

    Wenn man bedenkt, dass es beim M5 F10 nur 15 PS gab und erst jetzt beim M6 40 PS draufgesattelt werden, dann sind die 19 PS für die F8X gar nicht mal so schlecht.

    • Pro_Four says:

      M5 F10 15 PS? Redest du von der limitierten Sonderauflage?

      Und: M6 40PS? Die bekommen doch die identischen Motoren.

  3. Fagballs says:

    Hätte meines Erachtens gleich so sein müssen, dann hätte der M2 auch mehr Platz nach oben gehabt, ohne gleich den M3/4 zu kannibalisieren.

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