Neue Spyshots zeigen erste Details der BMW 3er Limousine F30

BMW 3er | 4.02.2011 von 20

In etwas mehr als einem Jahr hat die BMW 3er Limousine der Generation E90 ihren Dienst erfüllt und wird durch den neuen F30 ersetzt. Seit …

In etwas mehr als einem Jahr hat die BMW 3er Limousine der Generation E90 ihren Dienst erfüllt und wird durch den neuen F30 ersetzt. Seit vielen Monaten wird daher an der Entwicklung der BMW-Kernbaureihe gearbeitet, denn beim 3er muss alles passen. In ihren bisher vier Karosserievarianten stellt die 3er-Reihe auch weiterhin die wichtigste Baureihe dar und steht wie keine andere für die Marke BMW. Die aktuellen Spyshots von WorldCarFans.com sind Beleg für die fortschreitende Entwicklung, denn sie zeigen uns eine etwas fortgeschrittenere Variante.

Neben Limousine, Touring, Coupé und Cabrio soll die Baureihe F30 auch noch durch einen BMW 3er GT ergänzt werden, der ähnlich wie der Audi A5 Sportback eine Limousine mit deutlich dynamischerer Linienführung sein soll. Seit der Vorstellung der ersten Generation des Mercedes CLS vor einigen Jahren hat die Gattung der “viertürigen Coupés” viele Freunde gefunden und da sich der Entwicklungsaufwand bei weitestgehend identischer Technik in überschaubaren Grenzen hält, spricht wenig gegen ein solches Angebot.

F30-2012-3-series

Die neuen Spyshots liefern uns einen ersten Eindruck von den Leuchteinheiten der neuen 3er-Reihe. Erstmals sehen wir die weißen Coronaringe an den Hauptscheinwerfern und bei den Bildern der Heckpartie sind auch die homogen illuminierten Lichtleitstäbe gut erkennbar.

Die großen Neuigkeiten wird es aber nicht bei der Optik geben, denn hier steht eher eine Evolution als eine Revolution auf dem Programm. Dafür gibt es eine deutliche Erweiterung bei den Assistenz- und Infotainmentsystemen, deren Angebot auf den neuesten Stand der Technik gebracht wird. So wird unter anderem das Head Up-Display für die neue 3er-Reihe verfügbar sein und dem Fahrer auf Wunsch alle wichtigen Informationen direkt ins Blickfeld projizieren.

Dazu kommt eine umfangreiche Überarbeitung der Motorenpalette. Vor allem bei den Ottomotoren bleibt kaum ein Stein auf dem anderen und wir werden eine deutliche Konzentration auf aufgeladene Vierzylinder-Motoren erleben. Ob es überhaupt noch Saugmotoren im neuen 3er geben wird, ist uns noch nicht bekannt – sicher sind nur zahlreiche Motoren mit Turbolader.

Während das Topmodell 335i und vermutlich auch der rund 270 PS starke 330i auch weiterhin einen Reihensechszylinder erhalten werden, wird es darunter nur noch Motoren mit vier oder sogar drei Zylindern geben. Ziel ist eine deutliche Reduzierung des Normverbrauchs und der CO2-Emissionen, denn anderenfalls drohen heftige Sanktionen durch die EU.

Auch bei den Selbstzündern wird es neben den bekannten Motoren mit vier und sechs Brennkammern eine neue Einstiegsvariante mit 1,5 Litern Hubraum und drei Zylindern geben, die aber vermutlich nicht gleich zum Marktstart angeboten wird.

Noch mehr Bilder gibt es direkt bei WorldCarFans.com.

  • mb81

    auf dem Bild mit der Großaufnahme der Leuchtringe ist eindeutig zu sehen, dass die Ringe unten abgeschnitten sind…ähnlich wie beim VED!
    Finde ich sehr gut, dass man hier bissl mehr Variationen reinbringt…

  • Thomas1

    Das wäre aber schade, wenn es keinen 6-Zyl.-Diesel mehr gäbe.

    • Benny

      Wie kommst Du drauf? Steht doch oben, dass es “neben den bekannten Motoren mit vier und sechs Brennkammern”… 330d und 335d werden auch weiterhin R6 sein.

      • Thomas1

        Sorry. *TomateaufdenAugen*

  • Bastie

    ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich etwas enttäuscht bin, dass bmw nicht die innovativen front- und heckleuchten des gran coupés in die neuen serien bringt. nun – die hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt! 😉

    • Cecotto

      das die verwässerung der abgrenzung zwischen den features von 5er und 7er zunimmt, ist kaum aufzuhalten. hier ist es auch nicht weiter schlimm, denn die kannibalisierte stückzahl vom 7er kann durch das attraktivere angebot beim 5er generell überkompensiert werden. man kannibalisiert ja nicht nur, man erobert ja auch diverse neukunden von fremdfabrikaten.

      aufpassen muss man aber bei der abgrenzung zwischen 5er und 3er. der 3er ist das volumenmodell. in einem hart umkämpften markt sind hier die margen geringer als sie das in der klasse des 5er sind. in sofern darf das angebot des 3er gegenüber dem 5er nicht zu attraktiv werden und deshalb werden eben auch diverse features zurückgehalten und wohl erst mit dem facelift einzug halten.

      wenn 3er und 5er die gleichen features hätten, wäre die gefahr einfach zu groß, dass sich mehr käufer für das kleinere margenschwächere modell entscheiden würden und damit eine für bmw ungünstige kannibalisierung unter den modellen einzug hielte.

      wie es umgekhert geht zeigt der x6: dieser kannibalisiert zwar auch den x5, aber dies ist bewusst so akzeptiert. der x6 wird fast ausschließlich voll ausgestattet mit den großen motoren gekauft, bei gleichzeitig sowieso höherem grundpreis. dies überkompensiert die gestiegene komplexität in der wertschöpfungskette, die durch das zusätzliche modell geschaffen wurde.

  • Stefan

    Ich weiß ja nicht, ob es neben dem M3 und dem 335i noch einen 330 6 Zylinder Benziner geben wird. Der 328i wird ja die 245 PS auf dem X1 haben und falls noch ne Lücke zum 320 PS 335i besteht, wird einfach der 2 Liter N20B20 auf 280 PS aufgeblasen, ohne dass im EU Zyklus großartig der Verbrauch steigt, im real life natürlich schon!

    • Die_allianz

      Würd mich auch mal interessieren, woher der Autor diese Info nimmt. Klingt einfach ein wenig unlogisch.
      Ich glaub eines ist sicher: es wird wohl ab 2012 nur noch Turbomotoren von BMW geben, mit 3,4,6 und 8 Zylindern. Für nen R6-Sauger ist im EU-Zyklus einfach kein Platz mehr.
      Also fangt schon mal an den tollen R6, V8 und V10 (!) Saugern nachzutrauern. Leider gibt es einfach zu wenig Leute, die 1. wissen was sie für einen Motor fahren und 2. dies auch noch aus einem bestimmten Grund tun

      • Benny

        Wer sagt denn, dass ein 330i mit R6 ein Saugmotor sein muss…?

        • Die_allianz

          achso, Du denkst also der neue 330i ist nicht der aktuelle N52, sondern ein weniger aufgeblasener N55?
          Könnte sogar sein, das diese Variante für BMW billiger ist, wenn sie unbedingt den N52 einstampfen wollen

          • Cecotto

            teilekomplexität schlägt alles. kann man diese eindämmen, ist man in der fertigung wesentlich günstiger. der grundsatz ist, varianz immer so spät wie möglich entstehen zu lassen.

            wenn der 330i ggü. dem 335i einfach nur eine andere software aufgespielt bekommt, im kern aber der identische motor ist (vielleicht höchstens mit der differenzierung die produktionsummern mit den größeren toleranzen nur die niedrigere leistungsstufe aufzuspielen und enstprechend den besseren toleranzen die höhere leistungsstufe), ist das für bmw natürlich äußerst vorteilhaft. der industrial engineer in der fertigung und der controller bekommen feuchte augen vor freude. freude am sparen.

            auffällig ist, dass es nur noch einen sechszylinder blcok gibt und einen achtzylinder block. früher waren das eindeutig mehr. der nächste schritt wäre die totale “gleichmacherei” unter den motoren, so das diese sich nur noch über die leistungsstufe unterscheiden und nicht mehr ob turbo und wenn turbo, dann einer oder zwei.

            ich denke die komplexität wird am oberen ende der motorenpalette gekürzt, um dann im wachstumsmarkt der kleinen motoren für jede klasse perfekte motoren zu haben, die in jeder leistungsstufe das non-plus-uktra darstellen. gerade hier muss bmw nach jahren der durchschnittlichkeit den benchmark setzen und kunden überzeugen, die noch nicht an bmw gedacht haben oder durch die aktuelle vier-zylinder-benziner generation enttäuscht wurden.

            hier ergibt sich auch die option, dass bmw – wie früher bei den sechs- und achtzylindern auch – die motoren (teuer) an dritte verkauft, um weitere stückzahlen zu generieren. der verbrauch als argument – gerade in verbindung mit der bmw typischen eigenschaft diesen keineswegs auf kosten der dynamik zu erreichen – wird weiter an wichtigkeit gewinnen. dies wird für viele kleinserienhersteller in der frage enden: selbst entwickeln und bauen, oder nicht einfach einen hervorragenden motor zukaufen?

            viele marken stehen ja bereits heute am scheidepunkt, wie und ob es weitergeht. als bestes beispiel dient hier saab. die und viele andere werden sich in zukunft aufgrund ihrer marktposition noch viel stärker damit auseinandersetzen müssen, an welchen stellen sie ihre fahrzeuge wirklich vom wettbewerb differenzieren möchten (bzw. können) und wo es nicht vielleicht eher sinn macht zusätzlich auf zukauf von bewährten teilen oder modulen zu setzen.

            letztlich macht bmw ja die gleiche erfahrung: das gros der kunden hat keine ahnung welche genauen ingredienzen der motor hat. ob ein oder zwei turbos, spielt keine rolle. der motor soll leistung haben, möglichst viel drehmoment für das subjektive beschleunigungsgefühl und den alltagsnutzen und dies alles mit einem niedrigen realverbrauch bereitstellen. wenn er dann noch toll klingt, umso besser. insofern kann bmw also weniger mit technischen details (also “wie” der motor das erreicht) als verkaufsargument punkten, als vielmehr mit den harten fakten (also dem “was” kann der motor). und dies bei einer ureigenen zielgruppe, die gegenüber anderen als eher interessiert bezeichnet werden muss. analoges beispiel ist hier die 1er reihe. es mag für die meisten kunden ja schön sein, dass das auto sich toll fährt. woher dies u.a. kommt, nämlich dem typischen antrieb der hinterachse, das weiß das gros nicht.

            somit zählen für bmw letztlich immer mehr nur die fakten und weniger die nostalgischen aspekte einiger fans wie uns. man erkennt eben schön den umschwung von einer premium-nischenmarke zu einem premium-massenanbieter. die käufergruppe hat sich erweitert und wir sind mittlerweile in der unterzahl.

            in sofern macht der weg bmws grundsätzlich sinn. andernfalls setzt man im schlimmsten fall seine eigenständigkeit aufs spiel. bmws risiko darf nicht im massengeschäft liegen. hier muss äußerst effizient gearbeitet werden, um dem konzern stabilität zu garantieren. die risiken werden intelligent bei innovationsthemen in kauf genommen. hier wird eine schechtere rentabilität akzeptiert. man will hier das image schärfen. weniger über den gefühlt 26. sportwagen klassischer bauart, der die nordschleife in unter 7:45min umrundet, als mehr mit themen wie dem überragenden slogan “efficientdynamics”, der den spagat, den bmw bewältigen muss, so außerordentlich gut beschreibt. ratio und irratio zu verbinden. fahrspaß und effizienz zu vereinen. hier wird die zukunft gewonnen. nicht bei reminiszenzen an alte zeiten, wo sich die modellpalette durch diverse unterschiedliche acht- und sechszylinder auszeichnete. auch wenn dies vielleicht schade für uns hier ist.

            • klemens

              netter text 😀

              1.glaubst du wird der eu-verbrauchszyklus bald neu aufgelegt?
              2.finde ich hier sind zuviele rumnörgler unterwegs sind.
              setzt euch in ein Auto – egal ob 4 oder 6 zylinder – solange der punch ist das freude am fahren. (und wehe es kommt wieder jemand mit “seidenweicher 6-zylinder”….)

              lg

            • manuelf

              Hast von mir auch ein “thumbs up” bekommen.
              Mich wundert aber, dass Du noch keinen “Daumen runter” von Hardcorefans oder einem der Trolls, die hin und wieder hier vorbeischauen bekommen hast 😉
              Evtl. war denen Dein Text zu lang und damit abschreckend?

              Bei Deiner Analyse zum Motorenthema liegst Du glaub ich ziemlich gut. Die Kostenoptimierung in der neuen Generation der Motoren, die mit dem N20 eingeleutet wird scheint ausgefeilt zu sein. BMW geht ja momentan wohl ziemlich strikt auf Stndardisierung – alles 0,5l Hubräume pro Zylinder von 1,5l Dreizylinder über den 2 Liter Vierzylinder, den 3 Liter Reihensechesr und dem demnächst kommenden 4L V8. Ich kenne mich bzgl. Motorbau zu wenig aus – aber mir scheint da quer durch die Bank sehr viel Wiederverwendung möglich zu sein.

              Beim Thema klassischer Supersportler bin ich skeptisch, ob BMW nicht doch irgendwann umschwenkt und sich überlegt, den fürs Image zu brauchen?
              Wie Du richtig schreibst: Die große Masse (also Lieschen-Müller) ist nicht interessiert an Motordetails und Fragen bzgl. Standardantrieb vs. Frontantrieb… aber ob ein Hersteller was im Programm hat, das wie ein R8/SLS/Gallardo aussieht oder nicht – das nimmt die breite Masse wohl wahr und hat dazu evtl. weiterhin eine gewisse Erwartungshaltung….

        • Hans

          Was soll es sonst sein ?

          Was macht es für einen Sinn neben einem 4Z 28i noch einen 6Z 30i anzubieten? Keinen…

          • Thomas1

            Es geht nichts über einen R6 von BMW.

            • Peter

              Ein V12 ?

  • @Cecotto Gute Zusammenfassung

  • mahade

    Noch mehr Bilder als bei Worldcarfans gibt es bei AMS, einschließlich zweier Schnappschüsse vom Innenraum (Bild 23 und 24):

    http://www.auto-motor-und-sport.de/news/bmw-3er-als-erlkoenig-erster-einblick-in-den-neuen-bmw-3er-1450456.html#article_detail

    (Oder sind das ältere, schon bekannte Bilder?)

  • R6Junkie

    BMW baut in den aktuellen 528i nach wie vor einen R6-Sauger ein (N53), also warum nicht auch in den F30? Der Motor ist doch ausgereift und für einen Dreiliter sehr effizient, dank der ungeliebten DI auch im Stadt-/Kurzstreckenverkehr. BMW müßte das Rad nicht neu erfinden, nur das vorhandene Triebwerk vielleicht noch weiter verfeinern. Wenn im 330i ein R4 Turbo kommt, ist die Typenbezeichnung endgültig eine Farce und man kann ebenso einen Audi kaufen.

  • Peter

    Wie steht’s momentan beim Thema Handbremse?

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