BMW 5er GT und Mercedes R-Klasse – Die Unterschiede

BMW 5er GT | 27.06.2009 von 2

Das derzeit kontroverseste Auto der BMW-Modellpalette ist ohne Frage der BMW 5er GT. Seit der Vorstellung des ersten BMW X5 gab es wohl kein zweites …

Das derzeit kontroverseste Auto der BMW-Modellpalette ist ohne Frage der BMW 5er GT. Seit der Vorstellung des ersten BMW X5 gab es wohl kein zweites Mal derart viele Fragen nach dem Sinn und Zweck eines Fahrzeugs von BMW.

Während viele beim X5 nicht die Fahrzeuggattung an sich anzweifelten, sondern vielmehr eine Inkompatibilität zwischen Geländewagen und sportlichem Anspruch der Marke BMW zu erkennen glaubten, stellen sich beim BMW 5er GT viele eher die Frage, ob BMW nicht aus dem Scheitern der Mercedes R-Klasse gelernt habe.

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Schließlich hat auch die Stuttgarter Premiummarke schon einmal versucht, ein Fahrzeug zum luxuriösen Transport relativ vieler Personen zu bauen.

Die Verkaufszahlen der R-Klasse erwecken allerdings den Anschein, dass Mercedes damit auf eine Frage geantwortet hat, die kaum jemand gestellt hat.

Was ist nun der Unterschied zwischen Mercedes R-Klasse und BMW 5er GT? Während man im Innenraum in beiden komfortabel und luxuriös reisen kann, setzt der 5er GT vor allem optisch auf mehr Dynamik und mehr Extravaganz.

Denn gerade das Van-artige Design ist es, das der R-Klasse den Premiumanstrich raubt. Besonders außerhalb von Europa passen Karosserieformen, die entfernt an Kombis erinnern, in den Augen vieler Menschen einfach nicht mit Luxus zusammen.

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Ein Kombinationskraftwagen ist beispielsweise in den USA ein Auto, das vor allem praktisch ist und mit dem man gut zum Einkaufen fahren kann – aber ganz bestimmt kein luxuriöses Fahrzeug für die Führungsriege eines Konzerns.

Dafür werden nach wie vor große Limousinen bevorzugt, die zum Ausdruck bringen, dass der Besitzer nicht nur Wert auf den Nutzwert eines Fahrzeugs legt, sondern auch auf die Möglichkeit, elegant zu reisen.

Besonders die optische Präsenz ist es nun, die den BMW 5er GT massiv von der R-Klasse unterscheidet. Die Karosserieform kann man sicherlich mit vielen Worten beschreiben, aber sie erinnert mit Sicherheit nicht an einen Van oder einen Touring.

Stattdessen fällt der Gran Turismo durch eine außergewöhnliche Linienführung und einen bewusst auffälligen Auftritt ins Auge und sichert seinem Besitzer die Blicke der Passanten.

Dabei wird der Platz im Innenraum aber keineswegs vernachlässigt, denn dank des Radstands der BMW 7er Limousine ist auch auf der Rückbank mit den bequemen Einzelsitzen jede Menge Platz.

Der BMW 5er GT ist eben weder ein “gewöhnlicher” Kombi noch ein primär auf den Transport von Personen ausgerichteter Van – er ermöglicht das stilvolle Reisen mehrerer Menschen. Und genau dieser Unterschied wird auch mit dem Exterieur-Design vermittelt.

Diesen Charakter des Fahrzeugs kann man auch an den Bildern erkennen, die nun in New Jersey bei einer Veranstaltung des BMW Car Club of America entstanden sind. Denn eines ist mit dem BMW 5er GT sicher: In der automobilen Masse untergehen wird man mit diesem Fahrzeug nicht.

(Bilder: ackthud.net via BMWblog.com / Netcarshow.com)

2 responses to “BMW 5er GT und Mercedes R-Klasse – Die Unterschiede”

  1. andreas krieger says:

    hallo benny,

    weisst du wie oft sich die r-klasse verkauft hat?

    ich weiss nur, dass die verkaufszahlen der maßen schlecht waren, dass man bei der r-klasse sogar das amg-sportpaket serienmässig mitlieferte.

  2. Benny says:

    Schwierig, konkrete Zahlen zu finden. Ein paar Brocken:
    2006 rund 4.500 Fahrzeuge in Deutschland
    Mercedes wollte wohl 50.000 Einheiten pro Jahr absetzen, wovon 25k in den USA verkauft werden sollten.
    In den ersten sechs Monaten 2009 konnte man in den USA 1.312 Einheiten absetzen, im Mai beispielsweise ganze 218 Fahrzeuge. Im Jahr 2008 waren es im selben Zeitraum immerhin noch 4.208 Einheiten, aber die 25k hat man nie auch nur annähernd erreicht.

    Das Problem daran ist auch, dass die R-Klasse relativ eigenständig ist und entsprechend teuer in der Entwicklung war. Die Basis ist die teure S-Klasse-Plattform, was die Fertigungskosten entsprechend in die Höhe treibt. Der 5er GT ist hingegen konsequent als Nischen-Modell ausgelegt und basiert auf der 5er Limo, hatte also relaitv geringe Entwicklungskosten. Daher reichen schon niedrige Verkaufszahlen für den Break-Even-Point.
    Schaumermal, wie sich das entwickelt. Bis jetzt hört man, dass der 5er GT von der angepeilten Kundschaft sehr positiv aufgenommen wurde.

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