Mit der Rolls-Royce Coachbuild Collection verabschiedet sich die britische Luxusmarke endgültig von gewöhnlichen Sphären der Erreichbarkeit, denn selbst mit bestens gefülltem Bankkonto bleibt dieser noch exklusivere Teil des Produktportfolios für die meisten Menschen unerreichbar: Wer hier Kunde werden will, muss sich gedulden und auf eine Einladung von Rolls-Royce warten. Was dann folgt, hat mit gewöhnlichem Automobilbau allerdings auch nur wenig gemeinsam: Gemeinsam mit der handverlesenen Kundschaft werden Automobile entwickelt, die sich optisch deutlich von den Serien-Fahrzeugen der Marke unterscheiden und schließlich in kleinsten Stückzahlen realisiert werden.

In der Vergangenheit haben Fahrzeuge wie Rolls-Royce Boat Tail, Drop Tail und Sweptail bereits angedeutet, wie ernst es die Briten mit ihrem Exklusivitäts-Versprechen meinen – und dass die Kunden durchaus bereit sind, für annähernd einzigartige Automobile auch Preise im achtstelligen Bereich zu bezahlen. Im Preis eines Rolls-Royce aus der Coachbuild Collection ist daher auch nicht “nur” ein Automobil enthalten, sondern vor allem auch die persönliche Begleitung und Beeinflussung des über viele Monate oder sogar Jahre laufenden Entstehungs-Prozesses.

Die Kunden dürfen ihr Fahrzeug in engster Abstimmung mit den Designern und Ingenieuren der Marke individualisieren und sich so einen Rolls-Royce maßschneidern, bei dem jedes Detail mit den eigenen Vorlieben harmoniert. Grenzen dürften dabei fast ausschließlich von Fragen der Sicherheit, der Möglichkeit einer Zulassung für den öffentlichen Straßenverkehr und natürlich der Technik der Rolls-Royce Architecture of Luxury gesetzt werden.

Wie jüngst bekannt wurde, wollen die Briten ihren anspruchsvollen Kunden auch nach dem Jahr 2030 weiterhin Fahrzeuge mit BMW-V12 anbieten: Der ursprüngliche Plan, die Marke Ende 2030 komplett auf Elektroautos wie den Rolls-Royce Spectre umzustellen, wurde offenbar verschoben.

Chris Brownridge (Chief Executive, Rolls-Royce Motor Cars): “Ich hatte das Privileg, Kunden aus aller Welt zu treffen, die nach dem Inbegriff von Luxus streben und eine außergewöhnliche Leidenschaft für das Design von Rolls-Royce teilen. Es wurde deutlich, dass sie nicht nur sehen wollten, was Rolls-Royce erschaffen würde, wenn man den Verantwortlichen völlig freie Hand ließe und ihnen alle Freiheiten des Karosseriebaus böte, sondern dass sie diesen Prozess in jeder Phase miterleben wollten. Die Coachbuild Collection ist das Ergebnis. So etwas hat die Welt des Superluxus noch nie gesehen. Das Erlebnis dieses Programms ist untrennbar mit dem Automobil selbst verbunden, und beides wird mit der Sorgfalt und dem Ehrgeiz zum Leben erweckt, die den Sammlern, die sie inspiriert haben – und Rolls-Royce selbst – würdig sind.”