Benziner und Diesel spielen in den Planungen der BMW Group noch auf lange Sicht eine zentrale Rolle. Der Ansatz der Technologieoffenheit, der Kunden die Wahl beim Antriebskonzept lässt und sich weder allein auf Elektromobilität noch allein auf Verbrenner fokussiert, wird nun von einem neuen langfristigen Liefervertrag zwischen BMW und ZF Friedrichshafen bestätigt: Die Getriebe-Experten vom Bodensee melden, dass sie und BMW einen Vertrag mit einem Volumen von mehreren Milliarden Euro und einer Laufzeit bis in die späten 2030er-Jahre abgeschlossen haben.
Im Fokus des Vertrags steht neben der fortgesetzten Lieferung von Automatik-Getrieben auch die Weiterentwicklung der bewährten Achtgang-Automatik. Das Kennern als ZF 8HP bekannte Automatikgetriebe gilt seit Jahren als Benchmark für eine Vielzahl von Anwendungsfällen und kommt in Fahrzeugen verschiedener Hersteller zum Einsatz. BMW nutzt verschiedene Varianten des Getriebes in Fahrzeugen mit längs montiertem Verbrennungsmotor, angefangen vom 2er Coupé (G42 LCI) bis hin zu 7er und X7. Auch die besonders sportlichen M-Modelle setzen seit Jahren auf die Automatik von ZF.

Der langfristige Vertrag gibt BMW und ZF Planungssicherheit für mehr als ein Jahrzehnt, was Investitionen in die Weiterentwicklung erleichtert. Die BMW Group stellt damit auch sicher, dass sie auch in den 2030er-Jahren noch Zugriff auf ein erstklassiges Automatikgetriebe haben wird – was natürlich nur dann erforderlich ist, wenn die internen Planungen von einer entsprechenden Neuwagen-Produktion zu diesem Zeitpunkt ausgehen.
Da die Achtgang-Automatik für Elektroautos keine Rolle spielt, bestätigt der Liefervertrag mit ZF auch den Glauben an Benziner und Diesel als weiterhin gefragte Antriebsoption. Zwar wächst der Elektro-Anteil in den letzten Jahren deutlich, aber die große Mehrheit der Fahrzeuge wurde auch 2025 noch mit Verbrenner ausgeliefert. Zwar ist aus heutiger Sicht absehbar, dass Benziner und Diesel früher oder später in der Minderheit sein werden, aber selbst dann benötigt BMW weiterhin einen zuverlässigen Zulieferer für mehrere hunderttausend Getriebe pro Jahr.
Mathias Miedreich (Vorstandsvorsitzender ZF Friedrichshafen): “Gemeinsam mit BMW setzen wir ein starkes Zeichen für Innovation, Effizienz und Nachhaltigkeit in einer sich dynamisch entwickelnden Branche. Diese Vereinbarung unterstreicht die strategische Bedeutung unseres Acht-Gang-Automatgetriebes als zentrale Technologie für den Wandel der Antriebe.”
Sebastian Schmitt (Leiter Division Elektrifizierte Antriebstechnologie, ZF): “Die neue Vereinbarung mit BMW zeigt, wie wichtig langfristige Planungshorizonte für technologische Weiterentwicklungen sind. Sie schafft Klarheit und Stabilität für beide Unternehmen und ermöglicht es uns, die nächste Generation des 8HP gezielt auf Effizienz, Performance und Zukunftsfähigkeit auszurichten.”

