Die CS-Modelle der BMW M GmbH haben sich in den letzten Jahren zu einer festen Größe für alle entwickelt, die sich selbst auf hohem Niveau noch ein paar Prozentpunkte zusätzlich gönnen wollen. Auf dem Phillip Island Circuit nahe Melbourne im Südosten Australiens hat Drive.com.au nun nicht nur drei aktuelle CS-Modelle, sondern auch einen BMW M4 GT4 Evo auf der Rennstrecke zusammengebracht und zum gemeinsamen Kampf um die beste Rundenzeit aufgefordert. Der ungewöhnliche Vergleich liefert uns einen spannenden Blick auf das Performance-Niveau von einigen der schnellsten Straßenfahrzeuge aus Garching – und einen Eindruck vom Potenzial eines echten Rennwagens, der sämtliche Fesseln des Alltags ablegen darf.
Bevor es um die Rundenzeiten geht, steht allerdings ein kurzes Drag-Race auf dem Programm: Der 530 PS starke Hecktriebler BMW M2 CS trifft dabei auf den 550 PS starken M4 CS mit M xDrive und den ebenfalls heckgetriebenen M4 GT4, dessen Stärken freilich nicht beim Drag-Race oder der Viertelmeile-Performance liegen.
Ab Minute 13:00 sehen wir den 17-jährigen Nachwuchs-Rennfahrer Jay Murray am Steuer, der für die Ermittlung der Rundenzeiten zuständig ist. Den Anfang macht der BMW M2 CS (G87 LCI), der aktuell mit einer Zeit von 7:25,5 Minuten den Rekord für den schnellsten Kompaktsportler auf der Nürburgring Nordschleife hält. In Philipp Island schafft der Top-M2 eine Zeit von 1:47,40 Minuten, die in diesem Vergleich nur für den letzten Platz reicht: Der BMW M3 CS Touring, seines Zeichens der schnellste Kombi auf der Nürburgring Nordschleife, ist mit 1:47,16 Minuten noch einen Tick schneller, während er in der Grünen Hölle rund vier Sekunden langsamer als der M2 CS war. Noch etwas schneller wird es mit dem leichteren BMW M4 CS Coupé, das von Jay Murray in 1:46,87 um den knapp 4,5 Kilometer langen Kurs gejagt wird.
Während zwischen den drei Straßenfahrzeugen also kaum mehr als eine halbe Sekunde Differenz liegt und im echten Leben letztlich das Können des Fahrers über die Reihenfolge entscheiden dürfte, zeigt der BMW M4 GT4 Evo das wahre Potenzial der G82-Basis. Im Vergleich zu den CS-Modellen ist der Rennwagen mehr als 300 Kilogramm leichter und natürlich auch in Sachen Fahrwerkstechnik und Bereifung noch wesentlich konsequenter auf Rennstrecken-Performance ausgelegt. Das Ergebnis zeigt sich beim Blick auf die Rundenzeit: Mit einer Zeit von 1:36,41 Minuten deklassiert der GT4 die Serienfahrzeuge förmlich und zeigt, dass auch der kleine Bruder des BMW M4 GT3 Evo in einer ganz anderen Liga unterwegs ist.

