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Von E23 bis G70: 7 Generationen BMW 7er Seite an Seite

Wenn sich die BMW 7er-Reihe zu einem Treffen der Generationen verabredet, stehen Luxus und Prestige im Wandel der Zeit im Fokus: Aktuelle Fotos zeigen ein “Familientreffen” der hochexklusiven Art, denn wir sehen alle sieben 7er Seite an Seite. Unübersehbar ist das Wachstum der Luxuslimousine, die im Sommer 1977 erstmals auf den Markt kam: Der erste 7er (E23) war “nur” 4,86 Meter lang, war ausschließlich mit Reihensechszylinder-Motoren erhältlich und verfolgte erfolgreich die Mission, “Freude am Fahren” in die Luxusklasse zu bringen.

Auch der 1986 vorgestellte BMW 7er (E32) blieb im Normalfall noch unter fünf Metern Außenlänge, nur die Langversion knackte den Wert knapp. Oberhalb der Sechszylinder folgte 1987 völlig überraschend der 750i mit dem ersten deutschen Nachkriegs-V12, der den Verantwortlichen für die Mercedes S-Klasse praktisch über Nacht Kopfschmerzen bereitete und den Luxus-Anspruch der 7er-Reihe untermauerte. Außerdem war der E32 das erste Serien-Automobil mit Xenon-Scheinwerfern und beleuchtete so bereits ab 1991 den Weg in die Zukunft.

Den nächsten großen Schritt machte im Jahr 1994 der BMW 7er (E38), der wieder ein paar Zentimeter länger war und als erstes europäisches Serien-Automobil ein Navigationssystem an Bord hatte. Auch wenn das 4:3-Display aus heutiger Sicht beinahe winzig war, war es Mitte der 90er-Jahre ein hochmodernes und vor allem auch (für kurze Zeit) konkurrenzloses Feature. Ab 1996 war der 725tds der erste 7er mit Diesel-Motor, wenig später folgten der 730d und der 740d mit V8-Diesel. Unvergessenes Highlight in Sachen Exklusivität bleibt der BMW L7 von und für Karl Lagerfeld.

Die erste große Design-Kontroverse rund um die 7er-Reihe löste im Jahr 2001 der unter Chris Bangle designte BMW 7er (E65 ff.) aus: Die Luxusklasse erhielt zum neuen Jahrtausend einen völlig neuen Look, aber auch viel neue Technik und als erster 7er immer über fünf Meter lang. War der iDrive-Controller zunächst scharfer Kritik ausgesetzt, wurde das Konzept eines zentralen Dreh-Drück-Stellers in den folgenden Jahren von zahlreichen Konkurrenten übernommen. Natürlich wurde die Technik auch bei BMW weiterentwickelt und wurde so im Lauf der Jahre zum absoluten Standard.

Im Jahr 2008 ging mit dem BMW 7er (F01 ff.) bereits die fünfte Generation an den Start und brachte das Head-up-Display (HUD) für den Fahrer in Serie. Neben Benzinern und Dieseln mit mindestens sechs Zylinders gab es ab 2010 erstmals auch einen 7er mit Hybrid-Antrieb und Elektro-Unterstützung an Bord. Eine für den 7er neue Option war außerdem der Allradantrieb xDrive, denn in den ersten vier Generationen konzentrierten sich alle 7er auf den Hinterradantrieb.

Mit dem sechsten BMW 7er (G11 ff.) debütierte 2015 der voraussichtlich letzte 7er, der in jeder Variante einen Verbrennungsmotor an Bord hatte. Erstaunlich erfolgreich war dabei der in Deutschland nicht erhältliche 730i mit Vierzylinder, der gerade in Asien zahlreiche Kunden fand. Am oberen Ende trug der M760Li als erster Serien-7er ein M im Namen – und als letzter einen V12 unter der Haube. Mit dem Facelift 2019 (G11 LCI, G12 LCI) erhielt der 7er eine erheblich größere Niere, die den Weg für das Design des Nachfolgers vorzeichnete.

In diesen Tagen ist es nun der BMW 7er G70 (zum Fahrbericht), der sich auf stattlichen 5,39 Meter erstreckt und damit erstmals auf eine Version mit “kurzem Radstand” verzichtet. Features wie der 31 Zoll große Theatre Screen im Fond, Curved Display und Interaction Bar vorn sowie elektrisch öffnende Türen machen den Luxus-Anspruch greifbar, während der BMW i7 (zum Fahrbericht) die Luxuslimousine aus München erstmals zum reinen Elektroauto macht. Mit seinen illuminierten Nieren und den horizontal geteilten Split Headlights trägt der 7er erneut ein extrem markantes Design, das sich so klar wie nie zuvor vom Rest der Modellpalette abhebt und dem Flaggschiff damit noch mehr Prestige verleihen soll.

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