Mercedes GLE Coupé: BMW X6-Rivale geht in die zweite Runde

BMW X6 | 30.08.2019 von 0

Ungeachtet der Qualitäts-Probleme beim Basismodell schickt Daimler mit dem neuen Mercedes GLE Coupé die zweite Variante seines Oberklasse-SUV an den Start. Der Gegenspieler des BMW …

Ungeachtet der Qualitäts-Probleme beim Basismodell schickt Daimler mit dem neuen Mercedes GLE Coupé die zweite Variante seines Oberklasse-SUV an den Start. Der Gegenspieler des BMW X6 G06 geht damit in seine zweite Generation und erhält Ende 2019 genau wie das bereits in dritter Generation befindliche Vorbild aus München einen gründlich überarbeiteten Look und völlig neue Technik.

Nicht nur beim Konzept, auch bei den Abmessungen sind sich Mercedes GLE Coupé und BMW X6 G06 auffällig ähnlich: Rund 4,93 Meter Länge und knapp über zwei Meter Breite sind für beide Hersteller gesetzt. Weil der Radstand des X6 trotz praktisch identischer Länge vier Zentimeter größer ausfällt, verfügt der Bayer über die kürzeren Überhänge an Front und Heck.

Technisch bedienen sich die beiden SUV-Coupés bei ihren Brüdern GLE und X5, wobei Mercedes dem Coupé einen wesentlichen Unterschied gönnt: Der Radstand des sportlicher positionierten Modells ist 60 Millimeter kürzer als beim praktischen Basismodell, was die Agilität steigern soll. Im Gegensatz dazu kommen X5 und X6 mit identischem Abstand zwischen den beiden Achsen.

Für maximale Fahrdynamik trotz hohem Gewicht und hohem Schwerpunkt bieten sowohl das Mercedes GLE Coupé als auch der BMW X6 eine ganze Armada von Hightech-Lösungen. Vollvariabler Allradantrieb und aktive Wankstabilisierung tragen zur Agilisierung des Fahrerlebnisses bei, eine Hinterachs-Lenkung gibt es aber nur für einen der beiden: Weil sich Mercedes für den kürzeren Radstand entschieden hat, verzichten die Stuttgarter beim Coupé auf die für den gewöhnlichen GLE erhältliche Hightech-Lösung. Der BMW X6 geht den gleichen Weg wie der X5 und lenkt auf Wunsch auch die Hinterräder. Im Gegenzug vernetzt der Mercedes seine Luftfederung optional mit dem 48-Volt-Bordnetz: Das E-Active Body Control genannte Fahrwerk kann sowohl die Feder- als auch die Dämpfkräfte radindividuell regeln.

Beide Modelle bieten zahlreche Infotainment-Funktionen, beide setzen serienmäßig auf zwei 12,3 Zoll große Displays. Auch eine Vielzahl von Assistenzsystemen, die den Fahrern der großen SUV-Coupés im Alltag unter die Arme greifen, ist im Premium-Segment längst Pflicht.

Vorläufiges Topmodell der Stuttgarter ist das Mercedes-AMG GLE 53 Coupé, das mit 435 PS klar unterhalb des 530 PS starken BMW X6 M50i bleibt. Das zeigt sich auch bei den Fahrleistungen: Mit 4,3 Sekunden ist der aktuelle Top-X6 eine volle Sekunde schneller auf 100 als der aktuelle Top-GLE. Neu gemischt werden die Karten, wenn 2020 die V8-Modelle X6 M und GLE 63 mit jeweils über 600 PS auf den Markt kommen.

Tobias Moers (Vorsitzender der Geschäftsführung der Mercedes-AMG GmbH): “Das neue GLE 53 4MATIC+ Coupé bereichert unsere SUV-Familie mit noch mehr Style und Eleganz, gepaart mit den typischen AMG Insignien, wie beispielsweise unseren spezifischen Kühlergrill. Unter der attraktiven Coupé-Linienführung stecken eine aufwändige Fahrwerkstechnologie und unser kraftvoller und effizienter Reihensechszylinder-Motor mit 48-Volt-Technologie. Beides Garanten für ein begeisterndes Fahrerlebnis, was Längs- sowie auch Querdynamik betrifft.”

Gorden Wagener (Chief Design Officer der Daimler AG): “Das GLE Coupé verbindet die imponierende Stärke eines Geländewagens mit der emotionalen Sportlichkeit und Eleganz eines Coupés. Die sinnliche, reduzierte Formensprache erzeugt in Verbindung mit den extremen Proportionen ein einzigartiges Design-Statement.”

(Fotos: Daimler)

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