BMW M8 GTE: Langstrecken-Renner auf Abschieds-Tournee?

Motorsport | 5.02.2019 von 8

Erst im vergangenen Jahr feierte der BMW M8 GTE sein Debüt, nun gibt es bereits erste Gerüchte um ein nahendes Karriere-Ende. Am Rande der 12 …

Erst im vergangenen Jahr feierte der BMW M8 GTE sein Debüt, nun gibt es bereits erste Gerüchte um ein nahendes Karriere-Ende. Am Rande der 12 Stunden von Bathurst sagte BMW Motorsport-Chef Jens Marquardt im Gespräch mit Motorsport-Total.com offen, dass die Zukunft des Langstrecken-Renners keineswegs sicher ist.

Ursache für die Zweifel an der Fortsetzung des GTE-Programms ist offenbar die Unzufriedenheit mit dem bisherigen Abschneiden des BMW M8 GTE. Man wolle nun versuchen, das tatsächliche Maximum aus dem Paket herauszuholen und dann eine Entscheidung treffen. Das werde aber nicht vor dem 24 Stunden-Rennen von Le Mans 2019 im Sommer der Fall sein, bis dahin läuft der M8 gewissermaßen auf Bewährung und sollte Erfolge einfahren, wenn er nicht schon bald in den Ruhestand abgeschoben werden will.

Ein Vorteil ist aus Marquardts Sicht, dass auch für die Saison 2020 keine Entwicklungsarbeit möglich sei. Daher gerate der M8 GTE nicht ins Hintertreffen, auch wenn die Entscheidung über eine Fortsetzung des GTE-Programms erst spät im Jahr getroffen wird. Gleiches gilt für die amerikanische IMSA-Serie, in der erst nach dem Petit Le Mans eine Entscheidung für 2020 getroffen werden soll.

Unbestritten ist, dass der BMW M8 GTE bisher nicht die erhofften Erfolge einfahren konnte. Zwei IMSA-Siege stehen zu Buche, auf den Sieg in Virginia folgte vor wenigen Tagen der glückliche Triumph von Daytona. In der WEC hat es bisher nicht zu einem Sieg gereicht – und die seltenen Podiums-Platzierungen waren sicher nicht alles, was sich BMW vom M8 GTE erhofft hatte.

8 responses to “BMW M8 GTE: Langstrecken-Renner auf Abschieds-Tournee?”

  1. Daniel Doelfs says:

    Jens Marquardt macht sich vollends zum Horst.

  2. M. Power says:

    Als der M8 GTE vorgestellt wurde, dachte ich schon ob ein Luxuscoupè die richtige Basis für Motorsport ist.
    Der M8 ist doch zur schwer und zu gross.
    BMW müsste mal einen guten Sportwagen bauen, dann hat man eine gute Basis für den Motorsport.

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  4. Thomas says:

    Jens Marquardt gehört abgeschoben. Er hat die Motorsportabteilung von Anfang an vor die Wand gefahren. Ich habe mich in den vergangen Jahren schon öfters dazu geäussert. Von Anfang an habe ich gesagt, dass der M8 eine Totgeburt wird. Zu groß, zu schwer, mega langer Radstand, zu viel Marketing. Hat man so wenig Vertrauen in seinen eigenen Reihensechszylinder, dass man dafür auf ein V8 Chassis zurückgreifen muss?

  5. quickjohn says:

    Der M8 GTE fährt bescheidene Plazierungen ein – die Aussagen das liege am zu hohen Gewicht oder am zu langen Radstand sind aber einfach nur Quatsch.

    Das Problem liegt vielmehr darin, daß man das GTE Reglement nicht ausgereizt hat.

    “Bsp.: Porsche hat seinen 911er in ein Mittelmotor-Konzept überführt – Motor vor der HA, Getriebe dahinter. Ford hat schon vor 2 Jahren ein durchströmtes Fahrzeug gebaut (wie Ferrari) mit überlegener Aerodynamik.

    Fazit: man ist nur in Ausnahmesituationen oder BOP-gestützt siegfähig – heißt man ist zu kurz gesprungen.

    Allerdings – den Satz: “Hat man so wenig Vertrauen in seinen eigenen Reihensechszylinder, dass man dafür auf ein V8 Chassis zurückgreifen muss?” verstehe in diesem Zusammenhang wer will ………

    • manuelf says:

      Danke @quickjohn
      Ja, der 8er – in der Serie als sehr sportlicher GT positioniert – ist kein Sportwagen.
      Das hat nur nix mit der GTE Klasse und einem Rennreglement für Nicht-Sportprototypen zu tun!
      Da zählt nur BOP und etwaige Waiver und ob man gutes Sandbagging betrieben hat … und Zuverlässigkeit.
      Sonst würde ja z.B. regelmäßig ein 488 gewinnen … tut er aber nicht! Bei einem BOP basierten Reglement kann man auch mit ner G-Klasse gewinnen! Die Aufgabe der BOP ist es konzeptbedingte Nachteile auszugleichen! Wenn man das mal verstanden hat … sollte klar sein, dass es BMW nichts gebracht hätte, mit einem anderen Fahrzeug mit Konzeptvorteilen ins Rennen zu gehen! Die BOP hätte diese Vorteile egalisieren müssen. Das Hauptproblem für BMW war die anfängliche Einstufung des M8 GTE. Haben sie zu wenig sandbagging gemacht oder die anderen waren geschickter. GTE Rennsport ist doch im Wesentlichen ein Politikum.

      • Steffen Kirsamer says:

        Also ich finde den 8er mega geil, ein wunderschönes Auto und genau richtig positioniert, Ja vom Gewicht einsparen könnte man mehr erwarten, habe ich auch.. Aber die Straßenversion des 8ers ist ein Traum Auto für mich. Und genau zwischen 911 er und S Coupe positioniert. Die Aussage es wird ein echter Sportwagen war von Klaus Fröhlich einfach falsch, das war alles Marketing für die Straßenversion auf Kosten des Rennsports.. wenn es einen echten Sportwagen mal geben soll dann wird der anders aussehen und auch anders sein mit 6 Zylinder und Batterie BOOST. Was auch alles Sinn macht. Ich denke BMW hat da auch gelernt, dass eben die meisten Sportwagen nicht profitable sind. Außer der 911 er und der AMG GT .. der Rest R8 wird eingestellt TT wird eingestellt.. es hat sich eben viel verändert…wenn ich das Geld hätte würde ich mir einen M8 kaufen, wenn man sieht wie geil der M5 überall abschneidet kann man erahnen was aus dem M8 wird..

        • manuelf says:

          Ich glaube, wir stimmen halbwegs überein. 😉
          Die Diskussion echter Sportwagen oder nicht ist doch müssig. Ein M8 Comp. wird auf der NoS ne 7:1x abliefern. Das ist abartig schnell und keiner der Wonzimmerrennfahrer, die in Internetforen darüber diskutieren ob Sportwagen oder nicht, kann nur annähernd das Potential ausnutzen…
          Das erniedrigt diese dämlichen Diskussionen dann eher auf Quartettspiel Niveau. Von daher ist ein M8 sicher sinnvoll positioniert mit gewissen GT Eigenschaften.
          Das Einzige, was mich am M8 stören würde, ist die Größe. Ich fühle mich in zierlicheren Fahrzeugen wohler.
          Aber jetzt sind wir vom Rennsport abgedriftet…
          GTE hat eben nix mit Serie zu tun … und bei BOP basierten Reglements ist die Sportlichkeit der Basis einfach egal!

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