BMW X5 G05: Fünf Sterne im Euro NCAP Crashtest

BMW X5 | 5.12.2018 von 7

Der neue BMW X5 G05 hat eine ganze Armada von Sicherheits- und Assistenzsystemen an Bord, um seine Insassen vor einem Unfall zu bewahren. Dass er …

Der neue BMW X5 G05 hat eine ganze Armada von Sicherheits- und Assistenzsystemen an Bord, um seine Insassen vor einem Unfall zu bewahren. Dass er sie auch dann schützen kann, wenn es aller Systeme zum Trotz zu einem heftigen Crash kommt, hat er nun im Euro NCAP Crashtest bewiesen: Das Luxus-SUV hat alle Kriterien für die vollen Fünf Sterne erfüllt und wurde dafür in verschiedenen Unfall-Szenarien getestet.

Die unabhängigen Tester bewerteten den Schutz erwachsener Insassen mit 89 Prozent und bestätigen damit, dass sie bei einem Unfall sehr gut geschützt sind. Die höchsten Belastungen treten wie üblich bei den beiden Seiten-Aufprall-Szenarien auf, bei denen nur sehr wenig Knautschzone zum Abdämpfen der Aufprallenergie genutzt werden kann. Dennoch konnte der BMW X5 G05 im Seitenaufprall gegen eine Barriere die volle Punktzahl abräumen.

Die Tester kritisieren allerdings, dass der Knie-Airbag für den Fahrer des BMW X5 G05 nicht in allen Szenarien wie erwartet funktioniert hat. Hierfür hat das SUV Punkt-Abzüge beim Schutz der Knie und Oberschenkel erhalten, anderenfalls wäre eine noch höhere Bewertung des Insassen-Schutzes möglich gewesen. Die Abwertung führt dazu, dass der Schutz von Knie und Oberschenkeln auf der Beifahrerseite besser bewertet wurde als auf der Fahrerseite – weil dort ohnehin kein Knie-Airbag verbaut ist und die ermittelten Messwerte nicht im Sinne einer Strafe nach unten korrigiert wurden.

Mit 86 Prozent sehr gut bewertet wird auch der Schutz von Kindern im Auto. In den Crashtests holte der BMW X5 G05 hier 23,9 von 24 möglichen Punkten, für die Prozentwertung gab es allerdings Abzüge weil nicht auf allen Plätzen Isofix und i-Size Befestigungspunkte zur Verfügung stehen. Die entsprechenden Aufnahmen sind nur auf den äußeren Fond-Sitzen verbaut, weder die Sitze der dritten Reihe noch der mittlere Fond-Sitz oder der Beifahrersitz eignen sich daher für die Kindersitz-Befestigung.

Den Fußgängerschutz bewerten die Tester mit guten 75 Prozent. Die Front ist lediglich im Bereich des Übergangs von Scheinwerfern und Nieren zur Motorhaube sehr hart, alle anderen Bereiche der Front und Motorhaube bieten guten Fußgängerschutz. Die Assistenzsysteme zum Erkennen von Fußgängern vor dem Fahrzeug wurden mit 12 von 12 Punkten sehr gut bewertet. Für die gesamte Kategorie der Sicherheits- und Assistenzsysteme geben die Tester ebenfalls 75 Prozent,

(Fotos & Infos: Euro NCAP)

7 responses to “BMW X5 G05: Fünf Sterne im Euro NCAP Crashtest”

  1. Stefan says:

    Sorry BMW-Freunde. Ich finde die Werte nicht eines X5 würdig. Meldet euch auf NCAP an und schaut mal unter „jüngste Ergebnisse“ die A-Klasse an.

    • Pro_Four says:

      …ist das für dich echt so wichtig? Zumindest sind das nur Feinheiten. Ich habe mich früher mehrfach mit meinem E30 überschlagen inkl. Baum abgeholzt, nix, der Gurt war mein Retter….

    • gesellschaftlicherGroßkonflikt says:

      Vergleich A-Klasse / X5:

      Erklärung – die Gewichtsunterschiede?

      Viel Mehr-Masse (X5) muss viel Energie vernichten, zunächst mal allein dafür!

      Der künftige „BMW-Isetta“-Nachbau als E-Auto (jetzt in Serie!) muss gar keine Crash-Tests mehr erfüllen, da als „Spielzeug“ (oder so ähnlich) eingestuft.

      microlino-auto-elektro-isetta
      https://utopia.de/microlino-auto-elektro-isetta-46174/

      Damit will NIEMAND auch nur einen Parkschaden haben:
      … von der eigenen Batterie erschlagen.
      Nein, kein Stromschlag, sondern „Batterieschlag“.

  2. HayesHDX says:

    Gibt es denn beim X5 in “deutscher Ausführung” überhaupt einen Knie-Airbag? Ich finde dazu nichts in den technischen Daten.

    Das Thema fand ich z.B. auch beim BMW 3er F3X bereits sehr speziell von BMW, dass z.B. das US-Modell einen Knie-Airbag Serie hatte und in Deutschland gab es den nicht mal gegen Aufpreis.

    Sollte das wieder so sein, sollte beim nächsten Interview mit BMW das mal Thema werden, wieso bei deutschen bzw. europäischen Kunden schwere Verletzungen bei einem Unfall kein Thema sind, aber die US-Kunden extra geschützt werden. Vielleicht sollte man hierzulande das Produkthaftungsgesetz mal nachbessern…

    • driv3r says:

      Mich verwunderte bereits die Aussage zum neuen 5er (G30), dass man keine hinteren seitlichen Airbags für die Fondpassagiere benötige, weil das Fahrzeug ausreichend sicher genug sei. An sich mag das ja durchaus sein, aber wenn ich mir so die Crash-Szenarien in der Firma ansehe, kann ein Luftpolster eigentlich nur hilfreich sein. Zumal sämtlicher Wettbewerb die Luftsäcke weiterhin optional anbietet in der Klasse. Oder hat der G30 serienmäßig extra dickes und weiches Leder Nappa an der Türverkleidung im Fond?
      Zum X5: Das sollte sich BMW ansehen und mit kleineren Korrekturen lässt sich solch ein Makel eigentlich beheben.

    • gesellschaftlicherGroßkonflikt says:

      X5

      „Gibt es denn beim X5 in “deutscher Ausführung” überhaupt einen Knie-Airbag?“

      „wieso bei deutschen bzw. europäischen Kunden schwere Verletzungen bei einem Unfall kein Thema sind, aber die US-Kunden extra geschützt werden.

      Vielleicht hängt das mit der in den USA niedrigen Anschnallquote zusammen!

      Klar ist jedenfalls, dass ein ausgelöster, aber nicht benötigter Knieairbag bei jedem Parkplatz-Unfall die Reparaturkoten in die Höhe treibt.

      Ich hatte mal einen Leihwagen dort, bei dem war man immer automatisch beim Schließen der Tür angeschnallt! (da oben an der Tür der obere Gurtpunkt angebracht war – statt an der B-Säule)
      – aber eben nur durch einen 2-Punkt-Gurt, d.h. das Becken wird eben gerade NICHT zurückgehalten – WOMIT die Knie gefährdet sind.

      Vielleicht verstehen die Amis ja DAS heute noch als „anschnallen“ bzw. erfüllter Anschnallpflicht.

      Und noch eines:

      Die vielen extrem fetten Leute dort – für die reicht kein noch so langer Gurt – und er wäre sogar schädigend, zumindest ein Beckengurt.

      Wieviele da wohl eine ärztliche Freistellung haben – wie bei uns Schwangere!

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