Oktober 2018: BMW, Mercedes und Audi im Absatz-Vergleich

News | 15.11.2018 von 5

Auch im Oktober 2018 hat sich der Trend im Premium-Segment fortgesetzt: Die BMW Group bleibt mit ihren Marken BMW und MINI erfolgreichster Anbieter von Premium-Automobilen …

Auch im Oktober 2018 hat sich der Trend im Premium-Segment fortgesetzt: Die BMW Group bleibt mit ihren Marken BMW und MINI erfolgreichster Anbieter von Premium-Automobilen und kann die Mercedes-Benz Car Group hinter sich lassen. Bei einer reinen Betrachtung der Kernmarken BMW und Mercedes konnten sich hingegen die Stuttgarter darüber freuen, ihren Vorsprung auf die Bayern erneut ein wenig ausgebaut zu haben.

Das kommt nicht überraschend, schließlich stand der Oktober 2018 bereits seit langer Zeit als eher schwieriger Monat für BMW fest: Der neue 3er und der neue X5 sind vorgestellt, aber noch nicht im Handel. Beide spielen eine kaum zu überschätzende Rolle für den weltweiten Absatz und sind kaum zu ersetzen. Mit 8er Coupé, X7, Z4 und 8er Cabrio wurden außerdem schon vier weitere Modelle vorgestellt, die bald in den Handel kommen.

In nüchternen Zahlen konnte die BMW Group seit Beginn des Jahres 2.035.695 Fahrzeuge verkaufen, darin sind neben 1.737.348 BMW und 295.354 MINI auch 2.993 Rolls-Royce enthalten. Daimler kommt bei 1.905.108 Fahrzeugen der Kernmarke Mercedes inklusive AMG und Maybach sowie 107.586 Smart auf einen weltweiten Absatz von 2.012.694 Fahrzeugen.

Nur von einem Zuschauer-Platz kann Audi den Wettstreit um die Premium-Krone beobachten. Die Ingolstädter verkauften seit Jahresbeginn knapp über 1,5 Millionen Autos und haben weiterhin mit ihrem Abgas-Skandal zu kämpfen. Alle drei Hersteller bewegen sich in etwa auf dem Niveau des Vorjahres: Während die BMW Group ihren Absatz seit Jahresbeginn um 1,3 Prozent steigern konnte, steigerte sich Mercedes nur um 0,1 Prozent. Einen leichten Rückgang um 0,9 Prozent vermeldet Audi, womit der Rückstand der VW-Tochter insgesamt weiter wächst.

Regional betrachtet zeigt sich die für alle drei Hersteller enorme Bedeutung Chinas auch im Anschluss an den Oktober 2018. Seit Jahresbeginn verkaufte die BMW Group dort 516.068 Fahrzeuge, Audi kommt auf 539.730 und Mercedes auf 550.938 Einheiten. China ist damit für alle drei deutschen Premium-Anbieter der mit Abstand größte Einzelmarkt. In noch stärkerem Maß als bei Mercedes und BMW gilt dies für Audi, denn die Ingolstädter verkaufen bereits mehr als ein Drittel ihrer Neuwagen im Reich der Mitte.

Pieter Nota (Mitglied des Vorstands der BMW AG, zuständig für Vertrieb und Marke BMW): “Wir konnten in einem sehr volatilen Marktumfeld sowohl im Oktober als auch im bisherigen Jahresverlauf unseren Absatz steigern. Unser klarer Fokus liegt unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen auf profitablem Wachstum. Dies gilt insbesondere für Europa, wo der Markt nach Einführung des neuen WLTP-Testverfahrens weiterhin unter signifikantem Preisdruck steht.”

Britta Seeger (Mitglied des Vorstands der Daimler AG, verantwortlich für Mercedes-Benz Cars Vertrieb): “Dank den weltweit intensiven Bemühungen des gesamten Teams von Mercedes-Benz Cars sind wir mit einem Absatzrekord in das vierte Quartal gestartet. Bis zum Jahresende werden wir diese positive Entwicklung gemeinsam vorantreiben. Das Ziel ist klar: Wir wollen unsere Kunden schnellstmöglich mit ihrem Wunschfahrzeug begeistern. ”

Bram Schot (kommissarischer Vorstandsvorsitzender und Vorstand für Vertrieb und Marketing der AUDI AG): “Wir haben die Anzahl unserer homologierten Modelle in diesem Monat nahezu verdoppelt. Bis zum Jahresende erwarten wir in allen Modellreihen ein passendes Angebot für unsere Kunden.”

5 responses to “Oktober 2018: BMW, Mercedes und Audi im Absatz-Vergleich”

  1. GrimE34 says:

    Ich weiß nicht worauf Ihr in gewissen Teilen dieser Berichte immer hinauswollt aber es kommt mir immer ziemlich ähnlich vor…. Es kommt mit dem Modell (G30 etc) neuer Schwung oder auch irgendwelche Ausreden warum der Abstand größer wird (ala: 3er kommt erst und dergleichen). Man muss einfach zugeben, dass die letzten Jahre das Gesamtkonzept bei Mercedes besser war und dies zeichnet sich eben auch in den Verkaufzahlen ab. Ich bin zwar keine Wahrsager aber ich bin mir ziemlich sicher, dass sich dieser Trend auch 2019 so vortführen wird, trotz X5, 3er usw. Dann kann man sich aber wenigstens bald auf den 1er rausreden 🙂

    • Stefan says:

      Im Endeffekt freut es mich für alle deutschen Hersteller, wenn sie Verkaufserfolge feiern, da ja dadurch die Deutsche Wirtschaft Gesamt profitiert. Ob da jetzt Audi, Mercedes oder BMW mehr verkaufen ist letzendlich egal.

    • driv3r says:

      MB und BMW sind in diesem und auch nächstem Jahr sehr ähnlich unterwegs.
      BMW bringt als wichtige Baureihen 3er (+touring) sowie X4, X5 und X6 und X7 plus ein paar 8er im Top-Segment sowie nächstes Jahr die neue 1er Generation. MB bringt die neue Kompakt-Generation A-Klasse (Steilheck + Limo), B-Klasse und CLA-Klasse plus C-Klasse Modellpflege und neuen GLE (Coupé) und GLS. Die Bedingungen sind da absolut ähnlich, da beide Hersteller mittlerweile auch ein sehr ähnliches Portfolio aufgebaut haben. Wird also auch die nächsten Jahre ähnlich weiter gehen, die WLTP-Effekte haben beide Hersteller wohl eher weniger mitgenommen.
      Audi ist tatsächlich da angesichts der fehlenden WLTP-Modelle deutlich hinter München und Stuttgart hinterher. Interessant wird im nächsten Jahr wie sehr der e-tron (als aus meiner Sicht sehr überzeugendes, stimmiges Konzept) einschlägt. (Das wird natürlich keine gigantische Stückzahl, aber doch ein sehr guter Indikator für die nächsten Jahre, in der der E-Antrieb an deutlicher Bedeutung gewinnen wird.)

  2. gesellschaftlicherGroßkonflikt says:

    Es geht BERGAB! – einfach mal gockeln …………

    „Winter für Chinas Automarkt“

    „Volkswagen rechnet in China mit anhaltender Marktschwäche“

    „Die Batteriehersteller erhöhen die Preise – und bauen so ihre Macht über die Autokonzerne aus“

  3. quickjohn says:

    Unter dieser monatlich erscheinenden Rubrik mit dem Titel “Premium-Absatz” werden die jeweiligen Welt-Absatzzahlen der dt. Premium-Hersteller BMW, Daimler und Audi dargestellt – seit geraumer Zeit auch in Personalunion und wechselnden Reihenfolgen auch die drei weltweit absatzstärksten Premiumhersteller.

    Nun wird allerdings in der allg. Berichterstattung häufig – ungewollt oder gewollt – auch mit Unschärfen gearbeitet. Hier betrifft dies die Einbeziehung der Marke Smart deren Produkte nicht unter ‘Premium’ zu subsummieren sind.

    Die Selbsteinschätzungen der 3 Wettbewerber – sicherlich intern wettbewerbsrechtlich abgesichert – zeigen m. E. die ‘Machtverhältnisse ganz gut auf:

    BMW:
    Die BMW Group ist mit ihren Marken BMW, MINI, Rolls-Royce und BMW Motorrad der weltweit führende Premium-Hersteller von Automobilen und Motorrädern …..

    Daimler
    Wir gehören zu den größten Anbietern von Premium-Pkw…..

    Audi:
    Der Audi-Konzern mit seinen Marken Audi, Ducati und Lamborghini ist einer der erfolgreichsten Hersteller von Automobilen und Motorrädern im Premiumsegment…

    Gemäß dieser Selbsteinschätzungen ist die Nr. 1 Position klar.

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