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BMW: WLTP-“Umstellung bereits größtenteils abgeschlossen”

Die Umstellung auf den neuen Prüfzyklus WLTP bereitet derzeit vielen Autobauern große Sorgen und so manchem Manager schlaflose Nächte. Die notwendige Zertifizierung sorgt für anhaltende Auslieferungsstopps, eingeschränkte Verfügbarkeiten und letztlich für lange Wartezeiten bei den Kunden. Auch die BMW Group ist von den WLTP-Problemen nicht ausgenommen, in München wurde aber schon früh eine klare Strategie festgelegt: Die üblicherweise in großen Stückzahlen nachgefragten Modelle sollen ohne Unterbrechung angeboten werden können, während die relativ wenigen europäischen Kunden für Fahrzeuge wie den vor allem in den USA gefragten BMW M550i xDrive warten müssen.

Diese Strategie, die BMW bei Bekanntwerden der mehrmonatigen M550i-Unterbrechung und des leicht vorgezogenen M3 F80-Finales durchaus Kritik einbrachte, erweist sich nun als goldrichtig – viele andere Autobauer haben deutlich größere Probleme mit der Umstellung auf WLTP, verlängern zum Teil sogar die Werksferien oder müssen ihre Kunden auch bei gefragten Modellen über viele Monate vertrösten. Über die Hintergründe der Umstellung und die wesentlichen Unterschiede zwischen dem bisher gültigen NEFZ- und dem neuen WLTP-Zyklus informiert BMW.de ausführlich.

Bei der Vorstellung der Quartalszahlen äußerten sich daher sowohl der Vorstandsvorsitzende Harald Krüger als auch Finanzvorstand Dr. Nicolas Peter zur Thematik. Harald Krüger:

Die Umstellung der BMW Modelle auf das neue Testverfahren WLTP. Bei uns sind die bis September geplanten Umstellungen von mehreren hundert Modellen – mit Ausnahme von nur wenigen Modellvarianten – bereits erfolgt. Aufgrund der frühzeitigen Integration der WLTP Umstellung in unsere Produktions- und Vertriebsplanung können wir unseren Flottenkunden das gewohnte Produktportfolio anbieten. Die Lieferzeiten bei unseren Modellen betragen wie üblich drei Monate. Zudem erfüllen rund 190 Modelle schon heute die Abgasnorm Euro 6d-TEMP.

Dieses vorausschauende Handeln unterstreicht, wie wir bei der BMW Group mit Kunden umgehen und in deren Interesse handeln.

Dr. Nicolas Peter bestätigte die Ziele für das laufende Jahr:

Neue Produkte werden im zweiten Halbjahr für positives Absatzmomentum sorgen. Der 5er ist in China voll verfügbar. Gerade ist dort auch der neue X3 angelaufen. Damit werden wir die Kapazität für X3 und X4 mittelfristig auf rund 400.000 Einheiten pro Jahr verdoppeln. Im Herbst und Winter stehen die nächsten großen Anläufe an: mit dem neuen X5, dem X7, dem neuen 8er und dem Rolls-Royce Cullinan sind weitere wichtige, deckungsbeitragsstarke Modelle in der Pipeline.

Bei der WLTP-Umstellung liegen wir im Plan. Die Umstellung ist bereits jetzt größtenteils abgeschlossen.

Vor diesem Hintergrund bestätigen wir die Guidance für das laufende Jahr.

Wir beobachten die aktuelle handelspolitische Lage sehr aufmerksam. Sollten sich die Rahmenbedingungen weiter verschlechtern, können wir Auswirkungen auf unsere Prognose natürlich nicht ausschließen.

Im Konzern erwarten wir ein Ergebnis vor Steuern, das auf dem hohen Vorjahresniveau liegt. Im Segment Automobile gehen wir trotz hoher F&E-Kosten und deutlichem Gegenwind aus dem starken Euro von einem leichten Anstieg bei Auslieferungen und Umsatzerlösen sowie einer EBIT-Marge im Korridor von 8 bis 10% aus.

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