BMW scheitert mit Übernahme der Audi-Anteile am FC Bayern

Sonstiges | 3.07.2018 von 14

Für viele Münchner wäre beinahe zusammen gekommen, was ohnehin zusammen gehört: BMW war offenbar kurz davor, beim FC Bayern München als offizieller Automobilpartner einzusteigen. Nach …

Für viele Münchner wäre beinahe zusammen gekommen, was ohnehin zusammen gehört: BMW war offenbar kurz davor, beim FC Bayern München als offizieller Automobilpartner einzusteigen. Nach vielen Jahren Opel wird der attraktive Platz an der Seite von Deutschlands erfolgreichstem Fußball-Verein seit einiger Zeit von der Ingolstädter VW-Tochter Audi belegt, die neben den Bayern auch zahlreiche andere internationale Spitzenklubs sponsert und im Gegenzug sehr viel mediale Aufmerksamkeit erntet. Nach aktuellen Medienberichten hätte die BMW Group gerne die Rolle von Audi beim FC Bayern München übernommen, aber die Ingolstädter konnten den Angriff offenbar abwehren.

Hintergrund des möglichen Wechsels ist laut Medien-Berichten die seit Jahren schwelende Diesel-Krise bei Audi. Seit langer Zeit ist klar, dass die Ingolstädter viel mehr als nur ein Mitläufer im VW Diesel-Skandal waren und ihr eigenes Premium-Image damit nachhaltig untergraben haben. Das ist offenbar nicht nur vielen Kunden sauer aufgestoßen, sondern auch den Verantwortlichen beim FC Bayern München: Weil Spieler und Funktionäre zum Teil mit fragwürdigen Audi Diesel-Modellen unterwegs sind, befürchteten die Fußball-Manager Image-Schäden für ihren Verein und suchten daher nach einer sauberen Alternative. Lange suchen mussten sie dafür nicht, schließlich befindet sich mit der BMW Group ein sauber durch die Diesel-Krise geführtes Unternehmen in der bayerischen Metropole.

Der frühere BMW-Vorstand und heutige VW-Chef soll jedoch von den Bemühungen der BMW Group erfahren und daraufhin überzeugende Gegenmaßnahmen eingeleitet haben. Um einen Wechsel des FC Bayern München von Audi zu BMW zu verhindern, sollen die Ingolstädter und ihre Wolfsburger Konzernmutter ihren bestehenden Sponsoring-Vertrag verändert haben. Mit anderen Worten: Audi zahlt künftig mehr Geld an die Bayern, damit die auch künftig nicht BMW fahren.

Während sich das Sport-Sponsoring der BMW Group bisher auf andere Sportarten konzentriert, engagieren sich Audi und andere VW-Töchter seit vielen Jahren mit hohen Beträgen im Breitensport Fußball. Einen generellen Strategiewechsel auf Seiten der BMW Group dürfte der Versuch einer Partnerschaft mit dem FC Bayern München ebenfalls nicht darstellen – aber die Chance, den Premium-Wettbewerber in der Heimatstadt auszubremsen, wollte man allem Anschein nach nicht ungenutzt lassen.

(Fotos: Audi)

14 responses to “BMW scheitert mit Übernahme der Audi-Anteile am FC Bayern”

  1. Gregorij Jerkov says:

    Gut so.

    • manuelf says:

      Was? Dass Audi weiterhin Sponsor bleiben darf? Oder dass Audi dafür noch mehr zahlen muss? Mich persönlich interessiert das nicht so. Hauptsächlich deswegen, weil ich der Meinung bin, diese teuren Marketing Massnahmen zahlen sich real nie aus… man kann das Geld als Hersteller sinnvoller investieren.

  2. Thomas1 says:

    Schade, eigentlich gehören der beste Fussballverein und der beste Autohersteller einfach zusammen.

  3. Florian says:

    Aha mit Geld kann man also den Imageschaden wegpolieren? hmm das is mir neu….
    Es ist seit Jahren schon unverständlich und unverdient das Audi der Sponsor ist!

  4. B3ernd says:

    Mein Gott, BMW hat Audi Lidl und Kaufland mit extrem günstigen Leasingraten verdrängt. Hier hat’s halt nicht geklappt. Warum die Aufregung?

  5. Mustermann says:

    Audi und der FC Bayern werden ja jeweils von Personen geleitet ( Hoeneß und Stadler ) die über hohe kriminelle Energie und über ausreichend Knasterfahrung verfügen, von daher passen die beiden Firmen schon perfekt zueinander.

    Da kann ein Austausch von wichtigen Informationen im Idealfall auch mal auf dem kurzen Dienstweg stattfinden, von Zelle zu Zelle…

  6. Coyote says:

    Von Anfang an hat BMW auf voller Linie beim Fußballmarketing versagt. Warum heißt die Allianz Arena nicht BMW Arena? Warum fahren alle Fußballstars Europas Audis? Audi ist meiner Meinung nach ausschließlich aufgrund des Marketings so erfolgreich (gewesen). Die Produkte können es ja kaum sein. Apple verkauft uns auch alle für dumm und trotzdem ist es die wertvollste Marke der Welt, reines Marketing. Die ganzen Kids die heute Ihren Idolen auf Instagram folgen kaufen später auch mal Autos.

    Immerhin sponsored BMW ein paar coole Blockbuster in angenehmer Art und Weise und die Golf- und Segelevents sind auch passend.

    PS: Habe mal EINE VIP Karte für die IAA bei BMW gewonnen bei einer Marketing Aktion. Auf Nachfrage ob es wirklich nur EINE sei wurde dies bejaht. Daraufhin habe ich dann verzichtet. Mich alleine ins VIP zu setzen und meine Begeisterung für die Autos nur mit Fremden und meinem Smartphone zu teilen war mir dann doch zu blöd.

    Marketing kann so einfach sein oder halt auch nicht.

  7. 2erGTFan says:

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass der FC Bayern einen nicht ganz zu Unrecht befürchteten Imageschaden einfach durch die Überweisung höherer Beträge abwendet. Wenn derartige Praktiken publik werden, ist der Imageschaden ungleich höher…

  8. ulistaerk says:

    Bayern: Wir haben ein moralisches Problem mit Autos, die unserer Gesundheit aufgrund von arglistiger Täuschung der Hersteller schaden.
    Audi: Hier ist mehr Geld.
    Bayer: Wir haben keine Bedenken.

    Herrlich 🙂 Hoffentlich sind das nicht unsere Vorbilder.

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