BMW scheitert mit Übernahme der Audi-Anteile am FC Bayern

Sonstiges | 3.07.2018 von 13

Für viele Münchner wäre beinahe zusammen gekommen, was ohnehin zusammen gehört: BMW war offenbar kurz davor, beim FC Bayern München als offizieller Automobilpartner einzusteigen. Nach …

Für viele Münchner wäre beinahe zusammen gekommen, was ohnehin zusammen gehört: BMW war offenbar kurz davor, beim FC Bayern München als offizieller Automobilpartner einzusteigen. Nach vielen Jahren Opel wird der attraktive Platz an der Seite von Deutschlands erfolgreichstem Fußball-Verein seit einiger Zeit von der Ingolstädter VW-Tochter Audi belegt, die neben den Bayern auch zahlreiche andere internationale Spitzenklubs sponsert und im Gegenzug sehr viel mediale Aufmerksamkeit erntet. Nach aktuellen Medienberichten hätte die BMW Group gerne die Rolle von Audi beim FC Bayern München übernommen, aber die Ingolstädter konnten den Angriff offenbar abwehren.

Hintergrund des möglichen Wechsels ist laut Medien-Berichten die seit Jahren schwelende Diesel-Krise bei Audi. Seit langer Zeit ist klar, dass die Ingolstädter viel mehr als nur ein Mitläufer im VW Diesel-Skandal waren und ihr eigenes Premium-Image damit nachhaltig untergraben haben. Das ist offenbar nicht nur vielen Kunden sauer aufgestoßen, sondern auch den Verantwortlichen beim FC Bayern München: Weil Spieler und Funktionäre zum Teil mit fragwürdigen Audi Diesel-Modellen unterwegs sind, befürchteten die Fußball-Manager Image-Schäden für ihren Verein und suchten daher nach einer sauberen Alternative. Lange suchen mussten sie dafür nicht, schließlich befindet sich mit der BMW Group ein sauber durch die Diesel-Krise geführtes Unternehmen in der bayerischen Metropole.

Der frühere BMW-Vorstand und heutige VW-Chef soll jedoch von den Bemühungen der BMW Group erfahren und daraufhin überzeugende Gegenmaßnahmen eingeleitet haben. Um einen Wechsel des FC Bayern München von Audi zu BMW zu verhindern, sollen die Ingolstädter und ihre Wolfsburger Konzernmutter ihren bestehenden Sponsoring-Vertrag verändert haben. Mit anderen Worten: Audi zahlt künftig mehr Geld an die Bayern, damit die auch künftig nicht BMW fahren.

Während sich das Sport-Sponsoring der BMW Group bisher auf andere Sportarten konzentriert, engagieren sich Audi und andere VW-Töchter seit vielen Jahren mit hohen Beträgen im Breitensport Fußball. Einen generellen Strategiewechsel auf Seiten der BMW Group dürfte der Versuch einer Partnerschaft mit dem FC Bayern München ebenfalls nicht darstellen – aber die Chance, den Premium-Wettbewerber in der Heimatstadt auszubremsen, wollte man allem Anschein nach nicht ungenutzt lassen.

(Fotos: Audi)

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