Günstige BMW Gebrauchtwagen aus dem Lidl Autohaus? [UPDATE]

Sonstiges | 27.03.2018 von 69

[UPDATE] Die Schwarz Gruppe hat mit einer ausführlichen Stellungnahme auf die Meldung reagiert. Darin werden wesentliche Bestandteile des Berichts dementiert.

[UPDATE] Die Schwarz Gruppe hat mit einer ausführlichen Stellungnahme auf den Bericht des manager magazins reagiert. Darin werden wesentliche Bestandteile der ursprünglichen Meldung im manager magazin dementiert beziehungsweise richtiggestellt. Das Statement in voller Länge findet sich am Ende des ursprünglichen Artikels.

“Darfs noch ein BMW dazu sein?” So oder ähnlich könnte es demnächst bei Lidl klingen, denn der Supermarkt-Riese steigt mit seinem Wechsel zu BMW auch ins Gebrauchtwagen-Geschäft ein. Wie das manager magazin berichtet, hat die BMW Group einigen Wünschen von Lidl entsprochen und so den Wechsel der Schwarz-Gruppe von Audi zu BMW begünstigt. Die Supermarkt-Kette, zu der auch Kaufland gehört, soll pro Jahr rund 10.000 Fahrzeug von BMW erwerben. Da es sich oft um Dienstwagen für Außendienst-Mitarbeiter handelt, dürften die Lidl-BMW häufig als Diesel bestellt werden und damit auch zum Senken der Flottenemissionen beitragen.

Während Lidl beim bisherigen Auto-Partner Audi einen Rabatt von 42 Prozent erhalten habe, gewähre BMW sogar 48 Prozent Nachlass. Bereits nach sechs Monaten Nutzung sollen die Fahrzeuge als junge Gebrauchtwagen wieder verkauft werden, wofür Lidl in Weinsberg bei Heilbronn ein eigenes Autohaus eröffnen will. Auch an diesem Punkt wollte Audi nicht den Lidl-Wünschen entsprechen und verweigerte der Schwarz-Gruppe die Selbstvermarktung der jungen Gebrauchtwagen.

Mit Blick auf die hohen Rabatte ist offensichtlich, dass sich Audi und BMW mit harten Bandagen um den attraktiven Flottenkunden gestritten haben. Die Münchner waren dabei offenbar zu größeren Zugeständnissen bereit und dürfen sich im Gegenzug über den Verkauf von rund 10.000 Einheiten mehr pro Jahr freuen.

Wie sich die kommenden BMW Gebrauchtwagen aus dem Lidl Autohaus auf die Preise für junge Fahrzeuge auswirken, kann derzeit nur spekuliert werden. Das eine oder andere Schnäppchen dürfte aber dabei sein, wenn bei Lidl künftig günstig erworbene und nur sechs Monate bewegte Fahrzeuge auf dem Supermarkt-Parkplatz der etwas anderen Art stehen werden.

Offizielles Statement der Schwarz Gruppe zum Thema:

Wir haben die Berichterstattung im ManagerMagazin zur Kenntnis genommen und nehmen dazu wie folgt Stellung:

Die Schwarz Gruppe stattet seit dem 1. März 2018 die Dienstwagenflotte mit BMW-Fahrzeugen aus. Diese Regelung gilt gruppenweit und betrifft damit auch die Handelssparten Kaufland und Lidl.

Es ist bereits seit vielen Jahren gängige Praxis der Unternehmensgruppe, Firmenfahrzeuge mit Erreichen des Endes des Lebenszyklus weiterzuverkaufen. Das geschieht zu einem überwiegenden Teil über Großhändler, die in der Lage sind, entsprechende Volumen abzuwickeln. An dieser Praxis wird sich mit dem Herstellerwechsel nichts ändern.

Im Sinne einer höheren Prozesseffizienz und einer lokalen Entzerrung der Parksituation plant die Schwarz Gruppe ein Abwicklungszentrum in Weinsberg einzurichten. Über dieses Abwicklungszentrum soll der Tauschprozess der Firmenwagen für Mitarbeiter und Unternehmen insgesamt effizienter abgewickelt werden. Eine Vermarktung über die Handelssparten erfolgt nicht.

Die Schwarz Gruppe hält an ihrem Austauschzyklus von 18 Monaten fest, Abweichungen davon können in Einzelfällen vorkommen. Mit diesem Vorgehen stellt die Schwarz Gruppe sicher, dass die Fahrzeuge zu jedem Zeitpunkt auf aktuellstem Sicherheitsstandard sind und die neueste Abgastechnologie zur Verfügung steht. Eine generelle Umstellung auf einen halbjährlichen Austauschzyklus ist nicht geplant.

Im Vordergrund steht für uns, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Fahrzeuge auf einem Niveau bieten zu können, das unserem Anspruch an Qualität, Sicherheit, Umweltschutz und Komfort gerecht wird.

69 responses to “Günstige BMW Gebrauchtwagen aus dem Lidl Autohaus? [UPDATE]”

  1. DerOssi says:

    So will BMW also bis 2020 wieder “an die Spitze”, mit Dumping-Preisen und kurzen Leasing-Laufzeiten… auch eine Möglichkeit…

  2. Fourbe Rds says:

    48% ??? Wie hoch fällt dann die Marge wohl insgesamt aus … lieber Himmel ich als Privatmann kann ja schon froh sein wenn ich 5% auf den Listenpreis bekomme. Die Preise bei BMW, Audi & Co. sind sowieso gesalzen.

    • Daniel Förderer says:

      Du kaufst als Privatmann ja auch keine 10.000 Stück ;-).
      Ich bin mir sicher, dass du mehr als 5% Rabatt bekommst, wenn du alleine schon 10 oder mehr Fahrzeuge kaufst.

      • Fourbe Rds says:

        schon klar… die Menge macht den Preis. Aber 48%? Das klingt ja schon nach Möbelhaus Preisen.

      • Acky says:

        Auch als Privatman, wenn ich nur ein Auto bei Audi oder BMW kaufe sind 14-16% Rabatt üblich. Ich hätte jedenfalls bisher kein Problem diesen Rabatt zu bekommen.
        Aber 42-48% zu geben finde ich schon unangebracht, egal wieviel die nehmen.
        Bin sicher Lidl bietet die dann mit -30% nach 6 Monaten an, macht also richtig Gewinn mit den Autos.

        • Harald Krüügler says:

          Dafür wurde Ihr neues Schätzchen ja auch exclusiv von einem Lidl-Luden eingeritten.

        • Daniel Förderer says:

          Wir reden hier von Umsatz in 3 stelligen Millionenbeträgen, das ist euch klar, oder? Und das jedes Jahr, also nicht nur 10.000 Fahrzeuge, sondern auf 5 Jahre dann 50.000 Fahrzeuge. Da kommt man schnell auf 1 Mrd. € Umsatz (Rabatt bereits abgezogen).
          Aber klar, wenn ihr an Stelle von BMW wärt, würdet ihr natürlich drauf verzichten – was sind schon läppische eine Milliarde Euro Umsatz plus Imagegewinn plus eine Milliarde Euro Umsatz weniger bei der Konkurrenz. #justsaying

          • Harald Krüügler says:

            Erstaunlich ist ja auch nur, dass die Konditionen beim Dieselpfuscher Audi die Schmezgrenze gerissen haben. #justsaying

          • Acky says:

            Umsatz ist aber nur Umsatz und kein Gewinn. Umsatz nützt erstmal nix, bzw nur bedingt etwas. Siehe Tesla und andere die Millardenumsatz machen aber Verluste schreiben.

            Also wenn die bei 48% Rabatt noch Gewinn bei den Autos machen, dann kaufe ich nix mehr von denen unter 20% Rabatt….. Beim 1er war/ist das ja möglich.

            • Daniel Förderer says:

              Umsatz in Euro und abgesetzten Fahrzeugen nutzt erstmal, um einen auf Dicke Hose zu machen bei den Quartalsergebnissen. Des Weiteren ist ja bekannt, dass BMW einer der profitabelsten Hersteller von Premium-Fahrzeugen ist. Somit lässt sich das selbst im Falle von etwas Verlust noch problemlos kompensieren bzw. querfinanzieren.
              Grundsätzlich gilt jedoch immer: aus welchen Grund sollte dir ein Händler ein Auto günstiger verkaufen, als es preislich gelistet hast? Warum sollte er dir entgegen kommen, wenn es andere Kunden zum Listenpreis kaufen?
              Und das Totschlag-Argument ist eben “ich kauf nicht nur ein Auto im Wert von 40.000 €, sondern direkt mal 50.000 Fahrzeuge über 5 Jahre verteilt”.
              Welches Argument hast DU denn, weshalb man dir ein einziges Fahrzeug günstiger verkaufen sollte?

        • Quer says:

          Ach ja, mein Cousin bekommt wegen eines Arbeitsunfall‘s eine Erwerbsminderungsrente, ist zudem 70% Schwerbehindert, er hat trotzt seines Schwerbehindertenausweis nur 17% beim BMW Händler bekommen. Dann nenne mir mal einen BMW Händler der 14-16% Nachlass gewährt, auf Auslaufmodelle vielleicht.

          • Acky says:

            Auf die meisten Modelle gibt es 14% und mehr. Auslauf Modelle wie der 1er und der 3er 20% und mehr. Als Hinweis darauf was möglich ist, nehm ich http://www.apl.de
            Die vemitteln zu einem ganz normalen BMW Händler.
            Aber auch so kommen viele Händler nahe an diese Rabatte ran, wenn man entsprechend verhandelt. Das muss man natürlich können.
            Ich habe so auch bei meinem lokalen BMW Händler immer gute Preise erzielen können.

            • Quer says:

              Hast du schon mal bei apl auf Info geklickt, dann weißt wo der Nachkass herkommt.
              Komisch mein Cousin kann verhandeln er war bei vier oder fünf BMW Händler, den Höchstsatz hat er mit seinen Schwerbehindertenausweis bekommen.
              BMW Werksangehörige bekommen auch nur etwa über 21% außer es gibt ein Sonderkontigent dann gibt es etwas mehr.

              • Acky says:

                Klar gibt es mit dem Schwerbehindertenausweis mehr Rabatt.
                Aber ich hatte kein Problem meinen letzten 4er beim Händler vor Ort mit 15% zu bestellen. Ohne Schwerbehindertenausweis, aber natürlich mit dem Hinweis, das es Vergleichsangebote gibt. Was auch stimmte. Die waren sogar etwas besser, habe aber trotzdem vor Ort bestellt, da er alles tat um da ganz nah dran zu kommen.
                Es hängt aber von Region und Stadt ab. Nicht überall geht gleich viel.

                Was ist mit Info bei APL?

          • Hank Moody says:

            Bei rein kognitiven Defiziten sind die Verkäufer oft weniger freigiebig, als wenn z.B. ein Bein fehlt.

          • Daniela Wolf says:

            und wieder einmal die Rede von 17% meine Güte!
            Das ist das Strohmannargument schlecht hin! Mein Bruder, meine Muter, meine…..
            Nicht belegbar und ohne weiteren Wert…..

    • Acky says:

      Evtl sind die 48% aber durch eine provokante Berechnung entstanden.
      Also BLP gegen Netto Einkaufspreis von Lidl. Dann reden wird von faktisch ca 30% was mir realistischer vorkommt.

  3. Pepe Winterkorn says:

    Der Rabatt dürfte für Lidl aber noch größer ausfallen, da sie die Gebrauchtwagen nach 6 Monaten mit ordentlich Gewinn verkaufen. Sie werden ja wohl kaum die erhaltenen 48% Rabatt weiterreichen. Des Weiteren ist es nicht sonderlich gut für den Gebrauchtwagenmarkt, wird wahrscheinlich auch der Grund gewesen sein weshalb Audi da nicht mitgemacht hat (da sie ein verbrieftes Rückgaberecht haben).

  4. der_medicus says:

    BMW ist bei bestimmten Berufsgruppen ein Rabattschleuderer. Feuerwehrkommandant 50%, Notarzt 25%, Bürgermeister 18%. Das sind aber vergleichsweise kleine Gruppen, die Autos auch länger fahren.
    Die Lidl Sache allerdings wird auf Dauer die Preise völlig verderben, und den bisherigen niedrigen Wertverlust zu Nichte machen. Die hohen Neupreise wurden durch den hohen Wiederverkaufswert gelindert. Wenn das wegfällt, oder eingeschränkt wird, stellt sich die Frage ob man überhaupt noch BMW kaufen soll.

    • Daniel says:

      Deshalb werden die Autos auch nicht schlechter.
      Der Wertverlust ist nicht unüblicherweise nach einem Jahr irgendwo zwischen 30 und 50%.
      Listenpreise haben sowieso nicht mehr wirklich bestand, interessant sind nur die Straßenpreise.
      Wenn ich mit einem so hohen Wertverlust nicht leben kann, dann muss ich mich eben anderswo umschauen oder Alternativen (Gebrauchtwagen) in Betracht ziehen.

      • der_medicus says:

        Ich kann mit fast jeden Wertverlust leben. Ob ich es will ist die andere Frage. Andere Mutter haben auch schöne Töchter.

        • Daniel says:

          Gerade bei Lexus ist der Wertverlust aber noch schlimmer, finde ich als Vergleich nun nicht wirklich ideal.
          Ich finde das aber jetzt nicht wild, auf die paar tausende BMW’s im Gebrauchtwagenmarkt kommts jetzt auch nicht drauf an – dann sinkt der Durchschnittspreis vom Dreier um ein paar Hunderter, wenn überhaupt.
          Kann mich aber mit dem 5er Flottenrabatt nicht beschweren.

          • der_medicus says:

            Ich kann mich auch nicht beschweren. Aber was dann? Glauben Sie dass man in Zukunft noch einen Diesel gut verkaufen kann? Es hackt doch jetzt schon sogar mit den Euro 6 Modellen. Anderseits wird man einen 540i gut verkaufen können? Ich weiß es wirklich nicht!

  5. Kommentator says:

    Zur Zeit ist BMW jedenfalls finanziell noch sehr erfolgreich.
    Das ist nicht selbstverständlich, man denke nur an die ehemals so stolze Deutsche Bank. Viele Jahre Milliardenverluste – und sie lebt immer noch.

    Siehe:
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/die-profitabelsten-autokonzerne-der-welt-bmw-suzuki-daimler-15519341.html

    Es ist nicht davon auszugehen, dass durch den LIDL/Kaufland-Deal sich das nachhaltig ändert – eher aus anderen Gründen, die übrigens alle betreffen …

    Auszug:

    Nimmt man allein die jeweilige Automobilsparte als Maßstab, schneidet Daimler bei der Profitabilität mit 9,6 Prozent besser ab, BMW mit 8,9 Prozent schlechter, VW mit 5,9 Prozent fast gleich.
    ALLERDINGS fehlt bei dieser Rechnung das China-Geschäft von BMW, das der Konzern in einer anderen Sparte abrechnet.

    P.S.
    Schade übrigens, dass darauf verzichtet wird, Kommentare abgeben zu können. Das mildert doch sehr deutlich die Attraktivität. Der Schritt sollte überdacht werden.

    Einige werden schwere „Entzugserscheinungen“ haben, wie z.B. @daniela_wolf:disqus oder @Dailybimmer oder @Mini-Fan

    • Daniela Wolf says:

      Siehe neuserster Beitrag; das Schreiben kann beginnen!

      • Mini-Fan says:

        Habe mich von dem “Kater” erholt. Nur noch leichte Kopfschmerzen.

        @Daily’s Spielwiese ist wieder freigegeben. Oder etwa doch nicht??
        Das wäre für ihn wirklich “kalter Entzug” – erst automobilwoche.de, dann …

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