Auto China Peking 2018: BMW iX3 als Elektro-Überraschung?

BMW i, BMW X3 | 22.03.2018 von 24

BMW iX3 Concept: Auf der Auto China 2018 in Peking wird BMW allem Anschein nach eine konkrete Vorschau auf das kommende Elektro-SUV auf X3-Basis liefern.

BMW-Chef Harald Krüger kündigte im Rahmen der gestrigen Bilanz-Pressekonferenz eine Vorschau auf den neuen BMW iX3 an. Das erste rein elektrisch angetriebene SUV von BMW wird 2020 in Serie gehen, eine konkrete Vorschau dürfen wir aber offenbar bereits in wenigen Wochen auf der Auto China 2018 in Peking erwarten. Wie Krüger in seiner Rede ankündigte, wird die BMW Group auf der wichtigsten chinesischen Messe des Jahres “mehr” zum Thema BMW iX3 verraten – alles andere als ein seriennahes Concept Car wäre nach dieser Ankündigung eine Enttäuschung.

Der BMW iX3 basiert technisch auf dem aktuellen X3 G01, könnte sich optisch aber durchaus relativ deutlich von den konventionell angetriebenen Varianten unterscheiden. Antworten zum Thema Design werden wir allem Anschein nach bereits auf der Autoshow Peking 2018 erhalten, im gleichen Rahmen dürften auch weitere Detaisl zur Technik bekannt werden. Klar ist, dass der BMW iX3 über einen rein elektrischen Antrieb verfügt, zur Reichweite und zur Leistung gibt es bisher aber keine offiziellen Ankündigungen.

Da es sich beim BMW iX3 2020, anders als bei manch anderem angekündigten Elektro-SUV, nicht in erster Linie um ein Showcar zur Ablenkung von einem fehlenden Elektro-Angebot in der Breite handelt, ist nicht zwingend von einem Leistungsangebot auf Sportwagen-Niveau auszugehen. Dank des großzügigen Raumangebots und den typischen Anforderungen der Kunden an ein Mittelklasse-SUV wird der BMW iX3 2020 sicher nicht weniger als 500 Kilometer Reichweite bieten.

BMW wird mit dem iX3 das erste Beispiel für die flexible Architektur liefern, die bei entsprechender Nachfrage das Angebot praktisch aller Baureihen mit völlig verschiedenen Antrieben erlaubt: Elektro, Plug-in-Hybrid, Benziner und Diesel können Seite an Seite gebaut werden. Die Flexibilität der Architektur bietet den großen Vorteil, innerhalb kurzer Zeit auf Änderungen der Nachfrage reagieren zu können.

Damit verabschiedet sich BMW faktisch vom bisherigen Konzept des i3, der auf einem eigenen Band im Werk Leipzig gebaut wird. Die neue Lösung vermeidet Probleme, die mit einer eigenständigen Architektur zwingend einhergehen: Wird die Nachfrage nicht richtig kalkuliert oder ändert sich aufgrund neuer Rahmenbedingungen deutlich, fällt eine spontane Reaktion schwer. Verlangen die Kunden andere Fahrzeuge, kann die geplante Kapazität nicht ausgenutzt werden und das Werk ruht. Verlangen die Kunden plötzlich mehr Einheiten, kann die Produktion nicht kurzfristig hochgefahren werden.

Harald Krüger (Vorsitzender des Vorstands der BMW AG):

Unsere Modelloffensive ist auch eine Antriebsoffensive. Wir nutzen skalierbare E-Baukästen. Ab 2020 können wir alle Modellreihen mit jeder Antriebsart ausstatten. Es geht weiter: 2020 kommt bei BMW der iX3 hinzu. Mehr dazu auf der Autoshow in Peking. 2019 der erste rein elektrische MINI. Der erste Plug-in-Hybrid von MINI – der Countryman – erfreut sich bereits großer Beliebtheit. Denn: MINI ist als urbane Marke geradezu geschaffen für E-Mobilität.

Bereits ab Mai sind der neue BMW i8 Roadster und das BMW i8 Coupé verfügbar. Beide Modelle sind mit der vierten Generation der BMW eDrive Technologie ausgestattet. So steigt die elektrische Reichweite dieser Plug-in-Hybride um über 40 Prozent. Mit der fünften Generation eDrive können – je nach Modell – 550 bis 700 km rein elektrisch gefahren werden. Das werden wir mit dem BMW i4 und iNEXT realisieren. Der BMW iNEXT ist weit mehr als ein Fahrzeug. Wir verstehen darunter einen Zukunftsbaukasten. Er soll das gesamte Unternehmen und all unsere Marken befähigen – im Hinblick auf Technik, Gestaltung und neue Denkansätze. Im iNEXT fassen wir diese Themen zusammen: autonomes Fahren, Vernetzung, Elektrifizierung und Services.

Unsere Ziele zur E-Mobilität habe ich klar gesetzt: Mindestens 140.000 verkaufte elektrifizierte Fahrzeuge in diesem Jahr. Eine halbe Million E-Fahrzeuge und Plug-in-Hybride Ende 2019 in Summe auf der Straße. 25 elektrifizierte Modelle, im Jahr 2025 – zwölf davon rein elektrisch.

24 responses to “Auto China Peking 2018: BMW iX3 als Elektro-Überraschung?”

  1. Hank Moody says:

    Yeah, baby! Mit radselektivem Drehmoment endlich ein BMW für schweres Gelände!^^
    (Aber vll ja mit einer AHL à la Model X?)

    • Mini-Fan says:

      Ich glaube, e-Autos mit elektrischen Radnabenmotoren gar es schon vor weit über 100 Jahren.
      Ja, ist irgendwie ideal.

  2. Till says:

    Ab 2020 können wir alle Modellreihen mit jeder Antriebsart ausstatten.

    Hm… eigentlich geil. Aber wenn das tatsächlich so sein wird, warum wird dann ebenfalls für 2020 lediglich der iX3 angekündigt?

    • Mini-Fan says:

      “Ab 2020 können wir alle …”

      Der Krüger weiß nicht, was er redet – das glaubt er ja selbst nicht.
      Das würde nämlich heißen, daß ab 2020 (gleichzeitig) sämtliche Baureihen auf einer neuen Plattform stehen.
      Selbst der in 2020 erscheinende iX3 nicht: auch er wird wohl noch auf der “alten” CLAR-Architektur basieren – wie der aktuelle X3.
      Ein umgemodelter Benziner also, wie der E-Golf.
      Oder der kommende Audi e-tron.
      Dafür wäre wohl sogar die allererste A-Klasse vor 20 Jahren noch besser geeignet gewesen.

      Clar, das ganze ist der dann in China geltenden 10%igen e-Quote geschuldet.

      Und:
      “Er (der iNext) soll das ganze Unternehmen .. befähigen …”
      Was für eine Ansage!
      Was gesagt – und doch nichts gesagt!

      War in den Deutschkursen kein Platz mehr frei?
      Oder hilfsweise in der Politik.

      PS.
      Vorschlag:
      Da man die 3500 Stück p.a. an 7er-Benzinern für Europa ja locker verschmerzen kann, in 2018/19, kann man den 7er ja 2020 gleich ganz neu auflegen – und gleich auf die neue, “flexible Architektur” stellen.

      • Harald Krüügler says:

        Klappern gehört nun mal zum Handwerk, Herr Dings, das muss ich Ihnen doch nicht erklären.
        Und die paar 7er lassen sich strategisch weit besser verkraften als ein Hinterherhinken in China. Zumal sie im relevanten Zeitrahmen ja vornehmlich dem dann aktuellen X7 in die Quere kämen.

        • Mini-Fan says:

          China hinterherhinken? Lächerlich!

          Allenfalls im Ertragen der Feinstaubbelastung und in der Braunkohleverstromung.

          Und du meinst, einem potthässlichen 7er kann ein noch potthässlicherer X7 in die Quere kommen? Denkbar, zumindest bei Asiaten.

          • Harald Krüügler says:

            Da wird ja der Hund in der Pfanne verrückt: Du kleiner Schlingel missverstehst mich absichtlich!

        • Mini-Fan says:

          Statt “Klappern gehört zum Handwerk” sollte manche eher mal den Rat von Julia Klöckner beherzigen: “Öfter mal die Klappe halten”.

          • Harald Krüügler says:

            Das schaffen Sie NIE!

            • Mini-Fan says:

              Nein.

              Auch der Krüger hatte die Klappe nur gehalten, bei seiner vorletzten Ansprache zur “Modelloffensive 2018”, als es um den Z4 ging.

              DEN hat er nämlich glatt vergessen.

              Und da es so aussieht, daß vorübergehend fast alle 3.0 ltr-R6- und 4.4-ltr-V8-Benziner der Umstellung auf OPF zu Opfer fallen, hätte er besser von einer “Modelldefensive 2018” gesprochen.
              Solten in 2018/19 nicht “40 neue Modelle” auf den Markt kommen?
              (Ach ja, alleine der neue 8er und X7 – mit seiner Schwester RR Cullinan – sind ja schon 18 neue Modelle – hat Krüger kürzlich errechnet; die bringen richtig Masse)
              Jedenfalls hat er nichts davon gesagt, wieviele in 2018 wegfallen.

              Bin mal gespannt, ob es noch weitere Modelle des neuen 5er trifft, z.B. den einzigen noch verbliebenen R6, im 540i. Vielleicht sogar auch den R4 in 530i, 530e und 520i?

              Und wie sich Jahresabsatz und Gewinn 2018 entwickeln werden (nach dem 01.06.18 bzw. 01.09.18 wird es sehr viele “alte” BMW als Tageszulassungen, verbunden mit hohen Preisnachlässen geben – besser als gar keine).

      • Moo says:

        Erstmal richtig abledern und das mit Halbwissen… Die CLAR Architektur ist grundsätzlich für BEV befähigt. Was 2020 kommt ist nicht eine neue Architektur, sondern die GEN 5 der Elektro Komponenten (HVS, HEAT, etc).
        Die (!) Ist nämlich noch nicht fertig…
        Ein iNext, iX3, i4 werden alle auf der CLAR Architektur aufgebaut. Das es deshalb aber keinen auszuruhen Switch aller Modelle gibt, sollte auch jeden klar sein!?

        • Mini-Fan says:

          “keinen sofortigen Switch” in 2020

          ist mir klar.

          Nur dem Krüger nicht (“ab 2020 können wir alle Modellreihen mit jeder Antriebsart ausstatten”) – es sei denn, unter “ab 2020” versteht er “in irgendeinem Jahr nach 2020″…
          Sprüchen klopfen – das sollen er doch z.B. Volvo überlassen (“den Polestar 1 kann man ab sofort bestellen”)

          • Moo says:

            Du beantwortest die Frage ja eh schon selbst. “ab,2020…” Heißt auch genau das: ab 2020 können die Baureihen mit der Gen 5 ausgestattet werden. Das kann bei der einen dann 2020 der Fall sein, bei anderen eben später. Ist erkenne da keine Falschaussage von Herrn Krüger.
            Zum Thema phev: davon abgesehen, dass ich von dem Konzept selbst nicht überzeugt bin, aber,: welcher Wettbewerber liefer denn sowohl in der Breite (Fahrzeugegebot) als auch Spitze (Leistungsdaten) jetzt so viel mehr? Audi? MB? Da scheine ich dann echt was verpasst zu haben…

    • Harald Krüügler says:

      Weil wir an dem Elektroschrott nix verdienen.

      • Mini-Fan says:

        Aber doch nur, weil “uns” zukunftig jeder Ami und jeder Chinese auch damit beglücken kann — glaubt er zumindest.

        Für “turbinenartige Laufkultur” braucht’s keinen R6 à la BMW mehr – das besorgt und dann der Saugstauberproduzent.
        Tesla Model S “Edition Dyson”

  3. Polaron says:

    Der iX3 wird ganz sicher nicht eine unter durchschnittlichen Alltagsbedingungen reale Reichweite von 400 km oder wesentlich mehr bieten.

    Das Akkupaket müsste dann wohl nämlich min. 80 KWh oder mehr umfassen und produktpolitisch würde es sich dann viel eher anbieten, einen iX5 vom herkömmlichen X5 abzuleiten und mit einem entsprechend teuren Akku auszurüsten.

    Auch wenn der X3 zu einem iX3 umgemodelt wird und eine frische Karosserie bekommt, so würde wohl kaum ein Interessent 75.000 €+ für ein Fahrzeug dieser Größenklasse ausgeben. Folglich wird BMW bei der Akkukapazität sparen und eine reale Reichweite von 400 km+ sicher nicht realisieren.

    • simons700 says:

      Jaguar versucht ja genau das mit dem IPace, der ist praktisch ein BMW X4.
      Kostet aber natürlich auch 79.000€.
      Ich bin auch der Meinung dass man ganz oben in der Modellpallette anfangen sollte!

      • Polaron says:

        Ja, stimmt. Der I-Pace hat einen Akku mit 90 KWh und soll für eine (unrealistische) WLTP- Reichweite von 420 bis 480 km gut sein.
        Die Karosserie ist aber bspw. deutlich anders geformt als die des ähnlich großen F-Pace und die zu Grunde liegende Fahrzeugarchitektur eine andere. BMW betreibt beim iX3 keinen derartigen Aufwand.

        Ich habe zum Spaß mal konfiguriert: Ohne große Probleme reißt man locker die 100.000 €-Grenze. Für einen umgemodelten X3 werden wohl wenige diese Summe ausgeben wollen…

  4. Dailybimmer says:

    Hofmeisterknick wo bist du geblieben?

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