BMW Deutschland 2017: Absatz-Rekord und Elektro-Marktführer

BMW i, News | 23.01.2018 von 14

Der Heimatmarkt Deutschland ist aus Sicht der BMW Group zwar längst nicht mehr der bedeutendste Markt, aber als drittgrößter Einzelmarkt hinter China und den USA …

Der Heimatmarkt Deutschland ist aus Sicht der BMW Group zwar längst nicht mehr der bedeutendste Markt, aber als drittgrößter Einzelmarkt hinter China und den USA kommt ihm noch immer eine ausgesprochen wichtige Rolle zu. Das Jahr 2017 war dabei wie erwartet anspruchsvoll, unter anderem waren das Auslaufen der Volumenmodelle X3 und 5er Touring zu verkraften. Dennoch konnte die BMW Group mit über 311.000 Neuzulassungen einen neuen Absatz-Bestwert aufstellen und den Rekord aus dem Vorjahr um ein Prozent übertreffen.

Mit 264.743 Neuzulassungen ist die Kernmarke BMW für den Großteil des Absatzes verantwortlich. Hierbei spielten vor allem die Zuwächse bei BMW X1 (+23%) und BMW 5er (+42%) eine wichtige Rolle – obwohl letzterer erst 2018 in sein erstes volles Verkaufsjahr geht. Mit einer Steigerung um 37 Prozent auf über 14.000 Einheiten konnten auch die besonders renditestarken Modelle von BMW M und BMW M Performance einen wichtigen Beitrag zum Absatzrekord auf dem deutschen Markt leisten.

Eine gemessen an den Verkaufszahlen der meisten anderen Hersteller überdurchschnittlich große Rolle spielten dabei die Elektroautos und Plug-in-Hybride, die gemeinsam für 11.300 Neuzulassungen stehen und deren Verkaufszahlen um 106 Prozent gesteigert werden konnten. Die Zahlen zeigen aber auch: Gerade in Deutschland spielen elektrifzierte Antriebe weiterhin eine Nebenrolle, fast 90 Prozent ihrer weltweit über 100.000 Elektroautos und Plug-in-Hybride verkaufte die BMW Group auf anderen Märkten. Bestseller unter den BMW-Modellen mit Elektromotor war wie erwartet der i3, dessen Absatz um 54 Prozent auf über 4.400 Einheiten gesteigert werden konnte. Noch deutlicher fällt der prozentuale Zuwachs bei den Plug-in-Hybriden von BMW iPerformance aus, rund 6.000 Neuzulassungen entsprechen einer Steigerung um 158 Prozent. Ein weiterer Grund zur Freude: Mit einem Fünftel der in Deutschland zugelassenen Elektroautos und Plug-in-Hybride ist die BMW Group Deutschland-Marktführer im Bereich der Elektromobilität.

Peter van Binsbergen (Leiter BMW Group Vertrieb Deutschland): “Die Elektromobilität nimmt weiter Fahrt auf. Wir konnten 2017 doppelt so viele elektrifizierte BMW und MINI Modelle wie im Jahr zuvor verkaufen. Das zeigt die Attraktivität unserer acht elektrifizierten Modelle, die wir den deutschen Kunden bereits jetzt bieten können. In den nächsten Jahren legen wir mit dem BMW i8 Roadster, dem vollelektrischen BMW X3 und einem vollelektrischen MINI nach.
2017 war ein herausforderndes Jahr für den BMW Group Vertrieb Deutschland. Trotzdem konnten wir das gute Ergebnis aus dem Vorjahr auch dank unserer starken Partner im Handel noch einmal übertreffen. Dieses Jahr geht die größte Modelloffensive der Unternehmensgeschichte mit neuen, emotionalen Produkten wie dem BMW X2 und BMW i8 Roadster weiter. Auch der neue BMW 6er Gran Turismo und der neue BMW X3 sind 2018 voll verfügbar. Wir sind gut aufgestellt, um auch in diesem Jahr weiter zu wachsen.”

14 responses to “BMW Deutschland 2017: Absatz-Rekord und Elektro-Marktführer”

  1. Tim says:

    schönes Ergebnis, möglich geworden mit tollen Modellen, v.a. dem 5er, der x-Reihe, den cleveren (aber nicht ganz so tollen) Vans, einem nach wie vor sehr attraktiven 1er… dessen Wechsel auf FWD bereitet mir allerdings echte Bauchschmerzen!!!
    hoffentlich findet BMW Mut zu neuem, extrovertiertem Design und mal wieder einem Knaller außerhalb des mainstreams wie z1, z3 coupe, z4 coupe, x6…

  2. Inspector07 says:

    Ein merkwürdiger Jubel-Artikel, könnte aus dem Weißen Haus unter Trump stammen. Stellt man einmal nicht auf einzelne Baureihen oder Performance Modelle ab, sondern schaut sich die Gesamtmarke BMW an, kann von einem “schönen Ergebnis” auf dem Heimatmarkt wohl keine Rede sein: Während der PKW-Gesamtmarkt in D um + 2,7% gewachsen ist, ist BMW stagniert (-0,1%). Demzufolge ging der Marktanteil von BWM von 7,8% (2016) auf 7,6% (2017) zurück. Hingegen konnte der Hauptkonkurrent im Premiumsegment Mercedes (wie schon im Vorjahr) mit + 4,7% nochmals deutlich schneller als der Gesamtmarkt wachsen. In absoluten Zahlen ist der Absatzvorsprung von Mercedes vor BMW von 49.203 PKW in 2016 auf 64.324 PKW in 2017 angewachsen. Für Jubelmeldungen oder zufriedenes Zurücklehnen sehe ich daher keinerlei Gründe. Der Rückstand zu Mercedes ist in 2017 nochmal größer geworden!

    • Quer says:

      Und 100.000 Bürgermeister werden Fahrzeuge aus dem Hause MB mit einem super günstigen Leasing nachgeschmissen, seit BMW vom Bürgermeisterleasing der Gemeinden ausgestiegen ist.

      • Dailybimmer says:

        70.000 letztes Jahr.

      • Inspector07 says:

        Die (angeblichen) Ursachen sind mir an dieser Stelle völlig wurscht. Es geht um Qualität und Tenor der Berichterstattung. In einem Artikel der sich mit dem “Heimatmarkt Deutschland” befasst erwarte ich, dass – von mir aus neben der positiven Entwicklung einzelner Modellreihen – stagnierendes bzw. sogar rückläufiges eigenes Wachstum in einem wachsenden Markt sowie der Verlust vom Marktanteilen und der weitere Rückfall hinter den Wettbewerb thematisiert werden, gerne auch mit den Gründen (soweit bekannt). Als Bundesligaverein kann ich doch auch nicht bei der “Rückschau Saison 2016/7” nur einzelne positive Spiele darstellen, aber leider “vergessen” zu erwähnen, dass ich am Ende der Saison abgestiegen bin, weil die anderen noch mehr Punkte geholt haben. Glauben Sie ernsthaft, es gäbe innerhalb der BMW-Führungsriege jemanden, der mit der gegenwärtigen Gesamtsituation der Marke BMW auf dem deutschen Markt aufrichtig zufrieden wäre (Platz 3 von 3, Negativwachstum, schrumpfender Marktanteil)? Was bringen also solche Jubelartikel ausser dass sie arglose Leser – die sich nicht mühsam durch die KBA-Statistiken wühlen – zu falschen Schlüssen (“tolles Ergebnis”) verleiten?

      • Chris says:

        Es gibt in Deutschland ca. 11.000 Gemeinden und davon haben 2.000 Stadtrecht.
        Ich glaube da sind wir sehr weit weg von 100.000 Fahrzeugen.

    • Thilo Langbein says:

      Korrekt. Die Schwäche auf dem deutschen Markt gehört thematisiert bzw. analysiert, wenn man journalistischer Maßstäbe anlegen will.

      • Mini-Fan says:

        Ihr vergisst bei dieser Diskussion hier, daß BT keine “überparteilische” Journalie ist, nicht sein will – und auch nicht sein darf – wird nämlich gewiß von der BMW Group gesponsert. Und mit aktuellsten Infos versorgt.
        Es ist ein Forum und “Mitteilungsblatt” für BMW-Freunde – und es ist nicht etwa “Der Spiegel”, die Zeit oder die Tagesschau – die kritisch sein sollen und journalistisch gute Arbeit leisten soll(t)en.
        Dennoch: BT ist aber immer noch sehr viel objektiver als die Hauspostille “mb-passion”. Bei BT wurden jüngst z.B. zwei neue (Konkurrenz-) Produkte von Audi vorgestellt – und auch gelobt. Und immer wieder werden Design-Vergleiche angestellt – ohne wertend zu sein.

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