Solid Power: BMW entwickelt Feststoff-Akkus für Elektroautos

BMW i | 20.12.2017 von 4

Batterien sind der Schlüssel zum Erfolg von Elektroautos, denn an ihnen hängt das für viele Kunden wichtige Thema Reichweite. Gemeinsam mit Solid Power will BMW …

Batterien sind der Schlüssel zum Erfolg von Elektroautos, denn an ihnen hängt das für viele Kunden wichtige Thema Reichweite. Gemeinsam mit Solid Power will BMW nun die Feststoff-Batterie zur Serienreife entwickeln und damit eines Tages den nächsten großen Schritt gehen – bei ähnlich großen Akku-Paketen wie heute könnte die Praxis-Reichweite von Elektroautos auf über 500 Kilometer anwachsen und damit ihren bisher wichtigsten Schwachpunkt eliminieren.

Bekannt wurde die Zusammenarbeit von BMW und Solid Power durch eine entsprechende Meldung der amerikanischen Batterie-Experten. Bei Feststoff-Batterien kommen anders als in heutigen Lithium-Ionen-Batterien keine Flüssigkeiten oder Gels zum Einsatz. Im Vergleich zur aktuellen Technik versprechen die Feststoff-Akkus deutlich größere Kapazitäten, kürzere Ladezeiten und gleichzeitig mehr Sicherheit.

Bisher ist die Technik nach Einschätzung von Experten wie BMW Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich allerdings noch ein paar Jahre davon entfernt, in großen Stückzahlen hergestellt werden zu können. Forschung und Entwicklung ist auch notwendig, um die Batterien auf einen Einsatz im Automobil vorzubereiten. Hierbei spielen Faktoren wie die Nutzbarkeit bei Kälte und Hitze, die langfristige Haltbarkeit und natürlich die Crash-Sicherheit eine große Rolle – Aspekte, die für die theoretische Konstruktion in einem Labor noch vernachlässigt werden können, die aber vor einem Großserien-Einsatz große Hürden darstellen.

Auch wenn die Feststoff-Batterie derzeit als Schlüssel zum weiteren Erfolg der Elektromobilität gilt, wird noch etwas Zeit bis zum ersten entsprechend bestückten Serienfahrzeug mit relevanten Stückzahlen vergehen. Klar ist aber schon heute: BMW i möchte zu den ersten Anbietern gehören, die ein Elektroauto mit Solid State Akku auf die Straße bringen. Die Zusammenarbeit mit Solid Power dürfte dabei nur eine von mehreren Maßnahmen sein, um den Weg zum Serieneinsatz so schnell wie möglich zu ebnen.

4 responses to “Solid Power: BMW entwickelt Feststoff-Akkus für Elektroautos”

  1. Fagballs says:

    Reichweite ist gar nicht so das Thema, finde ich. Ladezeiten, Haltbarkeit, Sicherheit und Lademöglichkeiten sind mir persönlich wichtiger. Wenn ich überall laden kann (An jeder Straßenlaterne, auf jedem Parkplatz, in jedem Parkhaus) und das komfortabel, wären wir einen Schritt weiter, aber dafür kann der Autohersteller wenig tun, das ist Infrastruktur, für die tendenziell der Staat verantwortlich ist, alternativ Energieunternehmen.

    Die anderen Punkte kann der Hersteller beeinflussen. Wenn ich in wenigen Minuten laden kann, wenn ich weiß, dass die Karre in 7 Jahren unwesentlich weniger Batterie-Kapazität hat, und wenn ich mir sicher sein kann, dass ich nicht eines morgens zu einem Aschehaufen komme, dann könnte ich auch mit einer Reichweite von – sagen wir – 200 km leben. 200 km Fahrspaß heißt das, nicht 200 km mit 100 auf der Autobahn im Windschatten eines Laster.

    Wenn die Entwicklung eines Feststoff-Akkus in die Richtung führt: cool.

    • Der Ich Bin says:

      Es sind doch nicht nur die 4 sondern alle 5 Punkte wichtig: Lademöglichkeiten, Ladezeit, Reichweite, Haltbarkeit, Sicherheit..

      PS: BMW scheint auf dem richtigen Weg zu sein..

      • Fagballs says:

        Ich meine ja nur, dass alle immer nach Reichweite schreien, was aber in meinen Augen nicht das primäre Problem ist, wenn die restlichen Faktoren passen. Ich sehe mich da in der Mehrheit der Autofahrer. Klar, wenn jetzt jemand jede Woche 700 km (am Stück) pendelt, ist Reichweite ein Thema, aber die meisten fahren doch überwiegend weniger, können öfter nachladen und haben es dann nicht soo eilig, dass man zwischen Berlin und München nicht ein oder zweimal tanken kann.

        • Der Ich Bin says:

          Möchtest du wirklich auf einer Strecke zwischen Berlin und München, die ohnehin viel Zeit braucht, zusätzlich noch 1,5 Stunden für Ladezeit verlieren? Das Problem bei Reichweite ist doch, dass man es im Normalfall zwar selten braucht, aber hin und wieder schon, was soll man sich dann einen Stromer für Kurzstrecken und einen Verbrenner für Langstrecken holen? Deswegen bleiben die meisten noch beim Verbrenner..

          Aber du hast Recht, mit flächendeckend verfügbaren Lademöglichkeiten könnte man dem Reichweiten-Problem entgegenwirken, ohne Ladesäulen-Infrastruktur bringt auch eine erhöhte Reichweite nichts, wie eine großer Tank ohne Tankstellen-Infrastruktur wenig nützen würde – das Problem zeigt besonders gut die Heuchelei der Politik, viel reden aber gar nichts tun, für die Infrastruktur der Elektromobilität, denn ohne Infrastruktur wird es keine Elektromibilität geben..

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