Oktober 2017: Mercedes baut Vorsprung auf BMW weiter aus

News | 14.11.2017 von 16

Premium-Absatz bis inklusive Oktober 2017: Mercedes-Benz hat sich in den ersten zehn Monaten einen deutlichen Vorsprung auf BMW und Audi erarbeitet.

Auch zum Auftakt des vierten Quartals 2017 ist der BMW Group keine Trendwende im Zweikampf mit Mercedes-Benz gelungen. Nach zehn von zwölf Monaten haben sich die Stuttgarter bei einer Betrachtung der Kernmarken einen komfortablen Vorsprung von fast 200.000 Einheiten erarbeitet und zeigen dem Rivalen aus München damit klar die Rückleuchten. Im Oktober 2017 konnte Mercedes seinen Vorsprung erneut um mehrere tausend verkaufte Fahrzeuge vergrößern, denn weltweit wurden 182.812 Mercedes-Benz und 168.509 BMW verkauft.

Zieht man die Marken MINI und Smart mit in die Betrachtung, konnte die BMW Group zwar etwas mehr Fahrzeuge als die Konkurrenz aus Stuttgart verkaufen, der knappe Vorsprung dürfte in München aber niemanden glücklich machen. Dank 28.818 verkaufter MINI und lediglich 10.872 Smart liegen die Bayern im Oktober knapp an der Spitze, bei einer Betrachtung des bisherigen Gesamtjahres reicht es aber auch inklusive MINI und Smart nicht mehr für einen Vorsprung im Vergleich zu Mercedes-Benz Cars.

Im bisherigen Gesamtjahr kommt BMW auf einen weltweiten Absatz von 1.706.020 Einheiten, was gemeinsam mit 300.212 verkauften MINIs zum erstmaligen Überspringen der Zwei-Millionen-Marke per Oktober genügt. Diesen Wert hat Daimler allerdings ebenfalls geknackt und dabei deutlich mehr Einheiten der Kernmarke Mercedes-Benz verkauft, die auf einen weltweiten Absatz von 1.900.112 Fahrzeugen kommt. Das Rennen der Kernmarken ist damit längst gelaufen, lediglich bei einem Vergleich von BMW Group und Mercedes-Benz Cars bieten die letzten beiden Monate des Jahres noch etwas Spannung.

Nur aus der Ferne kann Audi den Zweikampf um die Spitze im Premium-Segment verfolgen. Die Ingolstädter verkauften im Oktober 158.750 Fahrzeuge und haben im bisherigen Jahresverlauf einen Rückstand von über 165.000 Einheiten auf BMW und sogar über 360.000 Einheiten auf Mercedes aufgebaut. Mit der neuen Generation von Audi A8 und A7 Sportback sollen die Zahlen in den nächsten Monaten zulegen, aber natürlich wird die Modellpalette auch bei BMW und Mercedes kontinuierlich aufgefrischt und ergänzt.

Größter Einzelmarkt aller drei Hersteller ist unumstritten China. BMW konnte dort im Oktober 50.412 Einheiten verkaufen, Audi liegt mit 53.828 Fahrzeugen an der Spitze. Mercedes folgt mit 46.016 Einheiten auf dem dritten Rang. Seit Jahresbeginn steigerten sich die Stuttgarter um 27,8 Prozent auf 488.915 verkaufte Fahrzeuge und liegen damit knapp vor BMW mit 487.069 Einheiten (+15,1%), Audi vermeldet einen Rückgang um 3,0 Prozent auf 472.498 Fahrzeuge.

Dr. Ian Robertson (Mitglied des Vorstands der BMW AG, zuständig für Vertrieb und Marke BMW): “Unsere Absatzzahlen für die ersten zehn Monate des Jahres unterstreichen den breiten Umfang und die Anziehungskraft unserer Modellpalette. Trotz wesentlicher Modellwechsel und schwieriger Bedingungen in einigen unserer größten Märkte haben wir in den ersten zehn Monaten dieses Jahres über zwei Millionen Fahrzeuge an unsere Kunden ausgeliefert. Aus unserem breitgefächerten Fahrzeugangebot haben unter anderem der BMW X1, der BMW 5er, der BMW 7er und der BMW i3 zu diesem Wachstum beigetragen.”

Britta Seeger (Mitglied des Vorstands der Daimler AG, verantwortlich für Mercedes-Benz Cars Vertrieb): “In China erfreuen sich schon jetzt mehr Kunden an ihrem neuen Mercedes-Benz als im gesamten letzten Jahr. Aber nicht nur dort lief es rund: Weltweit konnten wir den Absatz seit Jahresbeginn zweistellig steigern. ”

Bram Schot (Vorstand für Vertrieb und Marketing der AUDI AG): “Nach unserem guten Start ins vierte Quartal wollen wir diesen Trend trotz weiter herausfordernder Bedingungen auch in den nächsten Monaten fortsetzen. Unsere Modelloffensive legt den Grundstein für unseren künftigen Erfolg. Nach dem Audi A8 heben wir jetzt mit dem neuen Audi A7 Sportlichkeit und ästhetisches Design auf ein neues Level in der Oberklasse. Dieses einzigartige Konzept hat bereits vor Markteinführung für Furore gesorgt und wird von unseren Kunden sehr gut angenommen.”

16 responses to “Oktober 2017: Mercedes baut Vorsprung auf BMW weiter aus”

  1. Dailybimmer says:

    Solange Mercedes Bmw bei den prestigeträchtigen Sprintduelle nicht die Rückleuchten zeigt, ist mir das schnuppe egal wer von den beiden deutschen Premiumhersteller MB oder Bmw vorne liegt. Bei den Mercedeszahlen sind sowieso Sprinter, Metris und andere Nutzfahrzeuge mit enthalten, da kann Bmw mit seine PKW und Motorrad Sparten nicht ganz mithalten, befürchte ich. Bin der festen Überzeugung das Bmw ebenso 10 Jahre benötigen wird, um an Mercedes wieder vorbeizuziehen. Erreicht wird dies früher vielleicht nur wenn Bmw eine vierte Premiummarke a la Jaguar dazukauft.

    • Kommentator says:

      “Bin der festen Überzeugung das Bmw ebenso 10 Jahre benötigen wird, um an Mercedes wieder vorbeizuziehen. Erreicht wird dies früher vielleicht nur wenn Bmw eine vierte Premiummarke a la Jaguar dazukauft”

      > HAT BMW nicht schon eine 4. Premiummarke? – BMW-i ???

      … lass doch den i5 oder i6 (ich meine die diesjährige IAA-Studie) mal kommen …

      • Dailybimmer says:

        Bmw hat auch X, M, Z, GT im Programm und trotzdem wird Bmw’s Rückstand auf MB immer grösser. Demnächst soll die EQ Klasse erscheinen und gegen die X Klasse von MB hat Bmw momentan auch nix entgegenzusetzen. Bis die diesjährige IAA Studie spruchreif ist, Vergehen auch wieder ein paar Jahre.

        • bayern-express says:

          BMW hat seit 2013 i und Mercedes seit Jahren nur Ankündigungen und kein einziges vernünftiges E-Auto.
          Das selbe gilt für Audi, nur Ankündigungen, während die BMW E-Motoren schon hundertausendmal gebaut wurden.
          Nein, gerade bei der E-Mobilität ist BMW denen eine ganze Generation voraus.

          • Daniela Wolf says:

            ja und nein – die nächsten zwei Jahre werden das Podium und dessen Belegung bestimmen und nicht das Jahr 2017,

          • Dailybimmer says:

            Sei froh das MB und Audi noch nicht soweit sind, bzw so breit aufgestellt sind wie Bmw mit deren Elektrosparte i. Sonst wäre der Rückstand zu MB noch grösser und der Vorsprung zu Audi wahrscheinlich noch geringer, als es derzeit ist.

    • Quer says:

      Papalapap, Mercedes schmeißt doch allen Bürgermeistern von Gemeinden die Fahzeuge mir saubilligen Leasingsraten nur noch nach, sogar inc Versicherung. BMW ist schon vor Jahren vom billigen Bürgermeister Leasing ausgestigen, BMW‘s gibt es nur noch für Bürgermeister von Städten und auch für Landräte.

      • Dailybimmer says:

        Sag deinem Freund, diesem Versicherungsfuzzi, dass der neue 5er jeden Vergleichstest bisher gegen die E Klasse gewonnen hat und das es keinen Grund gibt auf die günstigere S Klasse umzusteigen. Ein BMW 5er war schon immer die Business Fahrmaschine ersten Ranges, an dieser Hackordnung darf sich weiterhin nichts änderen, auch nicht dann, wenn es den 7er und die S Klasse zu günstigeren Leasingskonditionen geben sollte. Wer weiterhin als Businessman was von sich hällt, der greift sowieso lieber zum 5er, der für mehr Understatement und Fahrfreude bekannt ist und nicht so dick aufträgt wie S Klasse und der 7er, die für mich eigentlich mehr Big Boss Autos und Staatskarossen darstellten.

    • GrimE34 says:

      Ich bin mir sehr sicher, dass bei diesen Zahlen die Nutzfahrzeuge nicht enthalten sind.

    • Mini-Fan says:

      Jaguar und Landrover hätten (bzw. hatten) ideal zu BMW gepasst. Schon bei deren “altem” Modellprogramm wären Synergieeffekte mit 7er/ X5 beachtlich ausgefallen.
      Wird mir ewig ein Rätsel bleiben, warum das nicht passiert ist. Vermutlich deswegen, weil Jaguar damals immer noch ein “britisches Elend” war, ebenso wie Rover. ..

      Auch optisch hatte Jaguar zu BMW gepasst: sportlich eng, Doppel-Rundscheinwerfer, 6- und 12-Zyl. Und schon der alte XJ war nichts anderes als ein Vorläufer des 6er GranCoupé…

  2. Tom says:

    Mercedes hat mit Einführung der S-Klasse W222 und danach der aktuellen C-Klasse einen strategischen Wechsel vollführt, der bis heute in alle Modellreihen Einzug hält: Man hat sich vom alten “Muff” der Vorgängermodelle verabschiedet und designtechnisch bewusst auf eine jüngere Kundschaft gesetzt. Technische Gimmicks wie das neue Widescreen Display in der E-Klasse, sportliche Ausstattung, Investitionen in High-Tech Modelle (AMG GT etc.) und Motorsport (Formel 1) sowie Rückbesinnung auf alte Stärken (Qualität, Reihen-Sechszylinder) zahlen sich nun aus. Während sich BMW (und auch Audi) nun in der Mutlosigkeit (siehe 5er/7er; Innenraum) verlieren, die bis vor kurzer Zeit eigentlich den Stuttgartern angekreidet wurde…

  3. GrimE34 says:

    Audi betrachtet den Kampf aus der Ferne?, ich will ja niemanden vor den Kopf stoßen aber der Abstand aus dem die Marke Audi den Mutterkonzern BMW betrachtet ist kleiner als der Abstand zwischen Mercedes und BMW.
    Man könnte natürlich auch den Mutterkonzern von Audi hinzunehmen aber dann wären die Balken von BMW und Mercedes wahrscheinlich nicht mehr sichtbar.

    Also bei aller Subjektivität in so einem Forum, könnte man dann auch am Boden bleiben.

    • DropsInc. says:

      Evtl. liegt hier der Schlüssel zum Erfolg warum Audi alleine antritt und Daimler als auch BMW inclusive Anhang gerechnet wird. Die Konzernmutter muss hier ausgeklammert werden. Betrachte man die Kernmarke ja, betrachtet man den Konzern nein.
      Audi: Aufgrund seiner Eigenschaft als abhängiges (Nicht-DAX-) Unternehmen – ist unterjährig nur bedingt publizitätspflichtig und verzichtet in seinem Halbjahresbericht auf eine Differenzierung seiner Ergebnisse nach Audi-Fahrzeugen (incl. FS), Lamborghini, Handel mit VW-Fahrzeugen sowie Motorenlieferungen an die VW-Gruppe. Daher ist nur eine Betrachtung auf Audi-Konzernebene möglich.
      Bei BMW und Daimler werden ausschließlich die Segmente Automobil betrachtet. Der Financial-Services (FS) Bereich, wird bei beiden Unternehmen als eigenes Geschäftsfeld ausgewiesen und geht damit nicht in die Automobilbetrachtung ein.
      Alle drei Anbieter (Audi über VW) unterhalten mehr oder weniger große Joint-Venture Aktivitäten in China, welche im Rahmen der at-Equity Bewertung im Finanzergebnis des jeweiligen Unternehmens gezeigt werden (siehe Tabelle). Dieser Ergebnisausweis ist nicht Teil des EBIT und es erfolgt auch kein Ausweis innerhalb des Umsatzes. Die verkauften Fahrzeuge sind allerdings Teil der Summe ‘Auslieferungen an Kunden’. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist eine Ermittlung eines durchschnittlichen Verkaufspreises je Fahrzeug auf Basis der bilanziellen Ausweise nicht möglich.

    • Daniela Wolf says:

      VW setzt pro Monat rund eine Millionen Fahrzeuge ab.

  4. Ringrichter says:

    Mir fiel gerade ein: BMWs werden von Elvis und Steven Jobs gefahren, Audis von der Merkel (Achtung! hoch subventinert), und Mercedes, fahren halt die alten Herrschaften (mit Geld). Aufgrund der demographischen Entwicklung müsste der Absatzmarkt für Daimler zumindest in D größer werden.

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