BMW M3 und M4 2017: Stahl-Gelenkwelle ersetzt Carbon

BMW M3, BMW M4 | 12.08.2017 von 14

Zur Vorstellung von BMW M3 F80 und BMW M4 F82 betonte die M GmbH ausführlich die vielen Bauteile aus Carbon und hob dabei auch die …

Zur Vorstellung von BMW M3 F80 und BMW M4 F82 betonte die M GmbH ausführlich die vielen Bauteile aus Carbon und hob dabei auch die Gelenkwelle aus CFK ausdrücklich hervor. Das etwas später vorgestellte BMW M4 Cabrio kam ebenfalls in den Genuss des besonders leichten Bauteils zur Kraftübertragung zwischen Motor und Hinterachse. Gemeinsam mit den vielen anderen Leichtbaumaßnahmen trägt die Carbon-Gelenkwelle zum im Wettbewerbsumfeld besonders niedrigen Gewicht von M3 und M4 bei – doch damit ist es nun offenbar vorbei.

Wie BMW M in einer kurzen Nachricht mitteilt, wird die Carbon-Gelenkwelle ab November 2017 schrittweise durch eine Stahl-Gelenkwelle ersetzt. Auch wenn BMW von einer M spezifischen Hochleistungsgelenkwelle spricht, schadet die Maßnahme selbstredend dem Gewicht und dürfte daher von einigen Kunden kritisch gesehen werden. Als Hintergrund der technischen Maßnahme verweist die M GmbH auf künftige Emissionsanforderungen, die Änderungen am Antriebsstrang unumgänglich machen.

Als weitere Veränderung sollen demnächst auch die Benziner der BMW Group mit einem Partikelfilter ausgerüstet werden und so am Ausstoßen feiner Verbrennungsrückstände gehindert werden. Der sogenannte Otto-Partikelfilter (OPF) wird auch bei BMW M3 und BMW M4 unumgänglich sein, um die demnächst gültigen Emissions-Obergrenzen einhalten zu können.

Die M GmbH verspricht, dass sich die neu entwickelte Stahl-Gelenkwelle nicht negativ auf Fahrleistungen und Fahreigenschaften der Fahrzeuge auswirkt. Nicht von der Maßnahme betroffen sind die Sondermodelle BMW M4 GTS und BMW M4 CS, beide werden genau wie ursprünglich geplant auch weiterhin mit Carbon-Gelenkwelle gebaut und ausgeliefert.

Seit dem Marktstart der aktuellen Generation von BMW M3 (F80), M4 Coupé (F82) und M4 Cabrio (F83) wurden weltweit mehr als 68.000 Exemplare der Mittelklasse-Sportler aus Garching verkauft.

14 responses to “BMW M3 und M4 2017: Stahl-Gelenkwelle ersetzt Carbon”

  1. Dailybimmer says:

    “Seit dem Marktstart der aktuellen Generation von BMW M3 (F80), M4 Coupé (F82) und M4 Cabrio (F83) wurden weltweit mehr als 68.000 Exemplare der Mittelklasse-Sportler aus Garching verkauft”.

    Was etwa eine Jahresproduktion von ungefähr 30.000 Einheiten für das Duo M3/M4 zusamengerechnet entspricht. Die Verkaufszahlen für 2017 sind noch gar nicht hineingeflossen, bis Endes des Jahres dürften es paar tausend M3/M4 Einheiten mehr werden. Ich gehe davon aus das es Bmw M noch dieses Jahr gelingen wird die 100.000 Marke für M3/M4 zu geknackt wird.

  2. Thomas says:

    “Als Hintergrund der technischen Maßnahme verweist die M GmbH auf
    künftige Emissionsanforderungen, die Änderungen am Antriebsstrang
    unumgänglich machen.”
    Inwiefern reduziert eine Stahlwelle die Abgasemissionen?

    • Mini-Fan says:

      Ich hatte in einem anderen Post bei BT erst kürzlich gemutmaßt, das sich BMW vielleicht heimlich, still und leise von der “Carbonisierung” zurückzieht.
      Also ein weiteres “Alleinstellungsmerkmal” aufgibt.

      Zurück zum Thema oben:
      Wären wir hier bei Audi – und nicht bei BMW, wäre die Sache klar:
      Da die den den Unterschied zwischen N2 (Stickstoff) und NOx nicht kennen, kennen sie auch nicht den zwischen Kohlenstoff/ Carbon (C) und CO2 (das ist das, was wir, der Stadler und der Winterkorn, die bayrischen Kühe und die Autos “ausatmen” (sollten)).
      Also zur CO2-Minderung die C-Kardanwelle rausschmeißen …

      Im Ernst:
      BT sollte uns hier etwas besser aufklären – außer, dass “hochfeste Stähle” wesentlich billiger sind.

      • Gast says:

        Hallo zusammen, aufgrund des großen Rohrdurchmessers des Carbonrohres hätte der Ottopartikelfilter in der parallel verlaufenden Abgasanlage zu wenig Platz beziehungsweise die Carbonwelle zu wenig Freigang. Das Stahlrohr der zweiteiligen Welle ist vom Durchmesser her kleiner. Grüße vom zuständigen Montageplaner 😉

        • Kommentator says:

          “zu wenig Freigang”
          >> da eine einteilige leichte Welle (Carbon) mehr Freigang braucht als eine – schwerere – und damit schwingungstechnisch notwendigerweise zweiteilige (Stahl) mit Mittellager, sind das unvermeidlicher Weise 2 sich addierende Rückschritte / Nachteile

        • Thomas says:

          Kommt die Stahlwelle mit Kardangelenk und Mittellagerung?

          • Kommentator says:

            “Kommt die Stahlwelle mit Kardangelenk und Mittellagerung?”

            … ja WAS denn sonst?

            DAS war ja der Clou bei der Carbonwelle!
            Jetzt haben wir wieder “Standard” – und vielleicht mehr Geräuschübertragung auf die Karosse …

            “2-teilig” > feste Mittelagerung > Kardangelenk dort zwingend notwendig

        • Mini-Fan says:

          Danke für die Erklärung – es fällt mir nämlich schwer, etwas als “Fakt” hinzunehmen – wenn ich es nicht “verstehe”.

          Ich dachte schon, der Grund sei, dass eine Stahlwelle etwas “elastischer” ist als eine Carbonwelle – mit Vorteilen bei der Übertragung von Dröhnfrequenzen (ach nein, die sind bei einem Klappenauspuff ja gewollt..)

          Aber der Einwand von “Kommentator” – ade Einteiligkeit – ist auch nicht von der Hand zu weisen. Und, natürlich, ist das Schwingungsverhalten einer “langen” Welle im Vergleich zu einer kurzen problematischer (selbiges dürfte übrigens auch der einzige Vorteil des V6 ggü einem R6 sein – bei sehr hohen Drehzahlen)

  3. manuelf says:

    Traurig, dass diese Innovationen jetzt für Euro6c aufgegeben werden müssen, noch dazu bei einen Fahrzeug im letzten Drittel seiner Lebenszeit! Was bin ich froh, dass ich meinen F82 noch ohne Euro6c, OPF und dafür mit CFK Kardanwelle bekomme 😉

  4. Sniickers says:

    Jetzt werden die Benziner auch kastriert –> OPF

  5. Fagballs says:

    > Als Hintergrund der technischen Maßnahme verweist die M GmbH auf künftige Emissionsanforderungen, die Änderungen am Antriebsstrang unumgänglich machen.

    Bestimmt hilft ein schwereres Teil dabei, die Emissionen zu senken…

    • B3ernd says:

      Beim nächsten m4 wird sie sicherlich wieder verbaut werden. Mann hätte die Sache auch stillheimlich vertuschen können, so schenkt man reinen Wein ein. Dass die Performancespeerspitze auf diesen techn. Leckerbissen verzichten muss, ist sehr schade.

      @Bimmertoday: Edit: warum wartet der Kommentar von Gast auf Moderation und anderen geistigen Durchfall lässt man stehen?! Legt euch doch bitte wieder einen Moderator zu!

      • Mini-Fan says:

        Durchfall bleibt nicht “stehen”.
        Der “fällt durch”. Kann man nicht aufhalten.

        Weswegen dein Kommentar sofort erscheint.

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