BMW Werk Mexiko: Keine Änderung durch Trump-Wahl

Sonstiges | 11.01.2017 von 9

Auch nach der Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten hält die BMW Group am neuen Werk in Mexiko fest. Die Androhung von hohen Import-Zöllen …

Auch nach der Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten hält die BMW Group am neuen Werk in Mexiko fest. Die Androhung von hohen Import-Zöllen auf in Mexiko für den US-Markt produzierte Autos ist dabei offenbar nicht ausreichend, um die bereits in die Wege geleitete Erweiterung des Produktions-Netzwerks noch entscheidend zu beeinflussen.

Am Standort San Luis Potosi, wo im vergangenen Sommer der erste Spatenstich gefeiert wurde, soll ab 2019 vor allem der BMW 3er G20 vom Band laufen – und das in durchaus großen Stückzahlen, denn die Planungen sprechen schon jetzt von 150.000 Einheiten pro Jahr. Die Investitionen von etwa einer Milliarde US-Dollar sollen auch rund 1.500 Arbeitsplätze in Mexiko schaffen, die aus Sicht des künftigen US-Präsidenten Trump auch den USA gut zu Gesicht stehen würden.

BMW-Werk-San-Luis-Potosi-Mexiko-06

Im Rahmen der Detroit Auto Show 2017 äußerte sich BMW-Vorstand Dr. Ian Robertson laut manager-magazin.de auch zu den Planungen des Unternehmens, gab sich dabei aber entspannt: Wo die in Mexiko gebauten BMW letztlich verkauft würden, sei noch gar nicht entschieden. Zwar liegt auf der Hand, dass die in Mittelamerika gebauten Fahrzeuge in erster Linie für den amerikanischen Markt gedacht sind, im Falle besonders hoher Strafzölle auf entsprechende Importe könnte die BMW Group die Verteilung der Autos aus San Luis Potosi aber vermutlich auch ändern und andernorts gebaute 3er auf dem US-Markt verkaufen. Das bisher genutzte Werk Rosslyn kommt dafür allerdings nicht mehr in Frage, denn in Südafrika wird an Stelle des 3ers künftig der BMW X3 G01 gebaut.

Sollte es zu Verhandlungen mit der Trump-geführten US-Regierung kommen, können die Münchner durchaus mit breiter Brust auftreten: Das gemessen an den Stückzahlen größte Einzelwerk der Münchner steht schon heute in den USA, an keinem anderen Standort werden pro Jahr so viele Autos gebaut wie in Spartanburg. Mangelnde Investitionen in den Standort USA kann der BMW Group also ganz sicher niemand vorwerfen, auch wenn demnächst das neue Werk in Mexiko seine Arbeit aufnimmt.

9 responses to “BMW Werk Mexiko: Keine Änderung durch Trump-Wahl”

  1. Dailybimmer says:

    Die Errichtung eines BMW Werkes in Mexiko für den US Markt war ein strategischer Fehler meiner Meinung nach. Niemand hatte voriges Jahr damit gerechnet das Donald Trump mal US President sein werde. Jetzt rächt sich das Ganze. Meiner Meinung nach, hängt die Kaufentscheidung auch davon ab, wo letztendlich ein Produkt produziert wird. Ein Bmw 3er made in Mexiko für den US Markt anstatt aus Deutschland oder USA wäre nicht gut für Image. Dann kommen da auch noch die hohen Zölle dazu.

    • McIntyre's (un)official page says:

      Hat Audi ja auch gemacht. Die hätten das Szenario, dass Trump gewinnt auch berücksichtigen müssen.

      • Dailybimmer says:

        Audi hat keine Produktionsstätte in USA und muss aus Kostengründen nun in Mexiko bauen lassen. Bmw hat einen Werk in Spartanburg, wo ausschliesslich SUV produziert werden. Anstatt in Mexiko zu bauen hätten die bei Bmw lieber für ein neues Werk in USA setzen sollen.

      • Matthias Mittwoch says:

        Naja als das 2012 beschlossen wurde war noch kein Trump in Sicht…ob das heute wieder gemacht würde? Fraglich

        • McIntyre's (un)official page says:

          Tja, dann werden die jetzt wohl Verluste machen. Ich finde eh, dass dieses Outsourcing Schwachsinn ist, als ob wir in Deutschland mit Jobs überflutet werden. Diese Arbeitsplätze hätten unsere Landsleute dringender gebraucht. Aber hey, die wollen ja billig produzieren und ihre Taschen vollstopfen. Für mich steht jedenfalls fest: ein Q5 wird nie vor meiner Garage stehen, aus Prinzip nicht.

  2. Dailybimmer says:

    Die Amis lieben Bmw made in USA oder made in Germany.Bmw made in Mexiko will der Ami goar net haben..

    • GTO says:

      Net alle Amis sind Rassisten.
      Und die mit der Kaufkraft fuer ein “German Automobile” haben, anders als du, idR in weng Hirn.

    • Mini-Fan says:

      Das größte BMW-Werk der Welt – steht in Spartanburg/ USA. Sollte die Ami’s friedlich stimmen.
      “BMW – Made in U.S.A”

  3. Aloys Haydn says:

    Wie kommentierte doch quer gestern: Die in Mexiko produzierten Autos sind alleine für den dortigen heimischen Markt bestimmt. Analog dazu müßten die anvisierten 150.000 3er BMW in Mexiko verkauft werden. Hm – ist in Mexiko der Wohlstand ausgebrochen?

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