BMW X3 G01 und MINI E: Krüger bestätigt neue Elektro-Modelle

BMW i, BMW X3, MINI | 12.10.2016 von 17

Im Rahmen der Premiere des BMW Motorrad Vision Next 100 sprach BMW-Chef Harald Krüger auch im etwas größeren Rahmen über die Zukunft des Unternehmens und …

Im Rahmen der Premiere des BMW Motorrad Vision Next 100 sprach BMW-Chef Harald Krüger auch im etwas größeren Rahmen über die Zukunft des Unternehmens und ließ es sich dabei nicht nehmen, eine ganze Reihe neuer Elektroautos offiziell anzukündigen: Für die nächsten Jahre kündigt Krüger nicht weniger als eine systematische Elektrifizierung aller Baureihen und Modelle an! Konkret benennt Krüger eine rein elektrische Version des kommenden BMW X3 G01 sowie des MINI, doch auch die übrigen Baureihen dürften früher oder später entsprechend ausgerüstet werden.

Entsprechende Gerüchte waren in den letzten Jahren immer wieder zu hören, auf ein derart unmissverständliches Statement haben die Verantwortlichen aber bisher verzichtet. Die zunehmende Elektrifizierung der Modellpalette darf natürlich auch als Reaktion auf die möglichen Änderungen der Umweltschutzgesetzgebung verstanden werden, schließlich ist hierbei immer öfter von der Möglichkeit eines kompletten Verbots von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor die Rede.

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Mit rein elektrischen Varianten von Volumenmodellen wie dem BMW X3 G01 kehrt sich die Premium-Marke aus München auch von ihrer bisherigen Strategie rund um spezifische BMW i-Modelle ab. Während der BMW i3 von A bis Z für die Integration des Elektroantriebs optimiert wurde, stellt ein elektrifizierter BMW X3 stets einen Kompromiss dar – basierend auf der gleichen Architektur sollen schließlich auch viele hunderttausend Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb verkauft werden.

Wie gut BMW der hierfür erforderliche Spagat gelingt, lässt sich derzeit kaum einschätzen. Sicher ist aber, dass die Kunden von Elektroautos bisher keine grundlegende Abneigung gegen entsprechende Konzepte gezeigt haben und auch bereit sind, auf die optische Sonderstellung eines nur als Elektroauto erhältlichen Modells zu verzichten.

Die offizielle Ankündigung eines rein elektrischen BMW X3 G01 sowie eines Elektro-MINI ist in etwa bei 7:30 Minuten zu hören:

(Link zum Stream für Mobile-User)

17 responses to “BMW X3 G01 und MINI E: Krüger bestätigt neue Elektro-Modelle”

  1. Robert says:

    Die optische Sonderstellung ist das eine und sicherlich nicht notwendig, die grundlegenden Vorteile eines von Grund auf als Elektroauto konzipierten Fahrzeugs aber das andere.
    Wie in dem Artikel ja schon erwähnt wird, einen Verbrenner auf Elektro umrüsten ist immer ein Kompromiss. Ein Tesla Model S oder erst recht ein i3 würden sicherlich keinen so niedrigen Schwerpunkt mit den Batterien im Boden oder z.B. so viel Platz im Innenraum bieten, wenn die Grundlage ein Auto mit traditionellem Motor gewesen wäre.
    BMW geht hier anscheinend den Weg des geringsten Widerstands, der sich aber spätestens mittelfristig wohl als Holzweg herausstellen wird. Das sah vor wenigen Jahren noch ganz anders, nämlich wesentlich innovativer aus.
    Auch in Sachen Leichtbau, sprich Kohlefaser, sahen die Mitbewerber damals ziemlich abgehängt aus, beim neuen 5er schon gar keine Spur mehr davon. Schade.

    • B3ernd says:

      Den angekündigten Gewichtsvorteil glaube ich auch erst, wenn ich 530d F10 vs. 530d G30 mit ähnlicher Ausstattung sehe.

      • McIntyre's (un)official page says:

        Der Gewichtsvorteil ist ganz einfach zu realisieren, indem man auf unnötige Sachen, wie Automatik-Getriebe, Sitzheizung, Leder, elektrisch einstellbare Sitze usw verzichtet. Früher hatten die Autos all das nicht und waren aus Stahl gebaut und waren trotzdem leichter und robuster. Moderne Autofahrer sind total verweichlicht und können auf Schnick-Schnack einfach nicht verzichten.

        • Bob Morane says:

          Der BMW i3 hat alles nötige und wiegt weniger als der 1er. Im Vergleich zu anderen Elektroautos (Zoe, Leaf, Volt, Bolt) gut 300 kg weniger.

          • McIntyre's (un)official page says:

            Das macht er gut. Verstehe nicht was alle gegen den i3 haben, als Stadtauto ist es doch perfekt.

        • Der Ich Bin says:

          Dass früher Autos robuster waren, als die heutigen, ist wohl ein Witz – nein nicht antworten, denn das ist schlicht und ergreifend komplett falsch!

          • McIntyre's (un)official page says:

            Mit “robuster” meinte ich zuverlässiger, einfacher gebaut. Weniger ist manchmal mehr. Heute haben wir in Autos viel zu viel. Außerdem glaube ich nicht daran, dass eine moderne Alukiste stärker oder aufprallsicherer ist als alter, guter Stahl, glaube ich nie im Leben.

            • Robert says:

              Glaube versetzt vielleicht Berge, die Fakten sprechen aber eben eine andere Sprache.
              Was u.a. daran liegt, dass “alter, guter Stahl” nicht nur durch Aluminium ersetzt wurde, sondern auch (an wichtigen Stellen) durch neuen, hochfesten Stahl. Als Gesamtkonstrukt ist somit eine moderne Karosserie wesentlich sicherer als eine von vor 20 oder gar 30 Jahren. Verzichtet aber trotzdem wo es geht auf viel Gewicht. So eine Motorhaube aus Stahl braucht eben kein Mensch.

              Und zum Thema “moderne Autofahrer sind total verweichlicht” – das Ding nennt sich Fortschritt, der es dem Menschen immer einfacher, bequemer, aber eben auch sicherer machen soll.
              Genauso wie Du vermutlich nicht wie die harten Neandertaler in der Höhle leben möchtest, sondern als verweichlichter Neuzeitmensch in einer Wohnung mit Heizung.

              • McIntyre's (un)official page says:

                Fortschritt hin oder her: den Sitz kann ich manuell einstellen, mein Po kann auch auf Stoffstühlen sitzen, welcher im Winter nicht so kalt und im Sommer nicht so heiß sind wie die aus Leder. Aus dem Grund habe ich keine Ledermöbel zu Hause. Außerdem habe ich 2 Augen, die sich um 180° drehen können, sprich Totwinkelassistent, Head-up Display und Co brauche ich nicht. 80% des “Fortschritts” kann man sich locker sparen, macht die Karre leichter und weniger geht kaputt, denn: was es nicht gibt, kann auch nicht kaputt gehen.
                Ich bezweifle stark, dass ein modernes Auto aus den genannten Gründen 100 Tausende von KM abspulen wird. Ein Pontiac GTO aus den 60ern z.B. wird es tun, denn er ist einfach und robust gebaut. Und sein Stahl ist auch nach 50 Jahren voll in Ordnung. Ein moderner BMW 5er F10 bzw. G30 wird nach 100 Tausend langsam den geist aufgeben, da hilft auch kein regelmäßiger Service. Die Karre ist einfach nicht für ewig gebaut wie das noch vor 40-50 Jahren der Fall war.

                • Robert says:

                  Kannst Du. Will aber nicht jeder. Auch die Wahlmöglichkeiten bei modernen Autos sind nun mal ein Fortschritt (obwohl mancher damit überfordert scheint).
                  Und sicherlich will jeder immer vom Idealbild des stets aufmerksamen, niemals abgelenkten Fahrers ausgehen, das trifft aber auf keinen 100% der Zeit zu, und auf den Durchschnitt der Gesellschaft schon gar nicht.

                  Und dann ist mir persönlich egal, was Einzelne meinen “brauchen” zu müssen oder nicht. Wenn z.B. der Totwinkelassistent nur einmal verhindert, dass mir jemand reinfährt oder ich das bei jemandem tue, war er sein Geld wert. Und ja, dann kann der irgendwann gerne auch zur Pflicht werden, so wie heute Gurte, ABS und ESP, die früher ebenfalls keiner “brauchte”.
                  Außerdem unterschätzt Du moderne Autos doch etwas. Ich habe ebenfalls meine Zweifel, ob die Dienstwagen von heute in 40-50 Jahren noch fahren (allein schon, weil man den Sprit dafür dann nur in der Apotheke kriegt). Aber es gibt viele moderne Autos, die mehrere 100.000km fahren, da muss man sich nur die Angebote bei den Gebrauchtwagenportalen zu Gemüte führen (schnelles Beispiel beim Scout: A6 von 2011 mit 980.000km).

                  • McIntyre's (un)official page says:

                    Ich wollte einfach nur darauf hinaus, dass man die Autos von früher nicht unterschätzen sollte. Ich persönlich tendiere auch dazu, einen alten Ami zu kaufen, als nen modernen 4er oder so was. ich vertraue den heutigen Autos sehr wenig.

                  • Robert says:

                    Auch das ist ja eine der Wahlmöglichkeiten, die man heute hat. 🙂
                    Und zum Glück, wer partout den ganzen neumodischen Krams nicht mag, kann mit etwas Pflege noch viele Jahre aus einem (meistens sogar recht günstigen) Young- oder Oldtimer rausholen.
                    Ich persönlich fahre lieber moderne Gadgets spazieren, erfreue mich aber trotzdem am Anblick so manch alten Autos.

    • atamani says:

      “z.B. so viel Platz im Innenraum”
      Nun ja…das ist leider falsch…wer im Tesla schon mal hinten gesessen ist, wird kaum von viel Platz sprechen…jeder VW Golf hat mehr Komfort auf der Rückbank…denn die Batterien im Boden kosten eben auch Platz…dafür hat man zwar etwas mehr Raum zwischen den Sitzen, aber will man eine sportliche Dachform (wie z.B im Tesla S) haben, geht die Höhe aus…dann wird die Bank tief gesetzt, und man sitzt fast auf dem Boden…zudem auf einer extrem Dünnen und harten Bank…unbequemer gehts kaum…das Problem haben aber Alle E Autos mit Batterien im Boden…außer man lässt Platz für die Füße(technisch schwierig) oder baut das Auto eben höher, wie I3 oder der neue Ampera…aber dann bekommt man eben keine Coupeform…
      Ähnliches Problem haben ja die SUV´s…schlimmer wirds dann nur mit einem E-SUV mit Batterien im Boden…die müssen dann 2 Meter hoch sein…gut für den Luftwiderstand…;)

      • Robert says:

        Wäre mir jetzt neu, dass der Model X 2 Meter hoch wäre…

        Sicherlich muss man aufgrund der Batterien im Boden generell erstmal höher bauen, und hat dadurch etwas weniger Freiheit im Design. Dafür helfen diese Batterien aber wiederum auch bei der Fahrdynamik, verschaffen sie dem Fahrzeug doch einen sehr niedrigen Schwerpunkt, womit der (nach Design) zweite wichtige Grund für niedrige Karosserieformen wegfällt.

        Natürlich verliert der Model S durch die Dachlinie Kopffreiheit, das ist aber bei A7, 6er Gran Coupé, CLS oder Panamera nicht anders, ab 1,85m wird es langsam weniger gemütlich. Dafür fällt beim Tesla übrigens der Mitteltunnel weg, mindestens dem 5. Insassen geht es im Model S also sogar etwas besser als bei der Verbrennerkonkurrenz.
        “Dünne und harte Bank”, okay, ist jetzt nicht wirklich meine Erfahrung aus zwei Probefahrten, aber gut. Generell finde ich die Sitze bei den deutschen Mitbewerben wesentlich besser, alles andere sollte bei wesentlich mehr Entwicklungsbudget und Erfahrung aber auch nicht verwundern.

        Abgesehen von der Höhe aber, die Tesla freiwillig dem Design geopfert hat (und Audi, und BMW, und Mercedes, und Porsche), bietet der Model S schlichtweg mehr Platz als die vergleichbaren Mitbewerber, mehr Beinfreiheit, mehr Kofferraum. Was er mit ziemlicher Sicherheit nicht machen würde, wäre er lediglich ein umgebauter Verbrenner.

        Abgesehen von individuellen Vor- und Nachteilen einzelner Modelle aber – es dürfte kaum bestreitbar sein, dass ein Fahrzeug dann die wenigsten Kompromisse aufweist, wenn es von Anfang an auf sein jeweiliges Antriebskonzept hin konstruiert wurde.
        Und von einem Unternehmen, dass noch vor wenigen Jahren seine tolle Innovationskraft gefeiert hat mit der Marke “i” ist “eine Konstruktion für alle Antriebe” doch etwas dünne.

        • atamani says:

          Nun das Model X ist ja eher ein Van als ein SUV…und für die Abmessungen Alles Andere als ein Platzwunder…

          A7 und Co sind ja auch die Coupeformen, und bewusst flach gehalten, trotzdem ist der Sitzwinkel einfach komfortabler…ich bin 1,83 und kann im Tesla hinten schon nicht mehr sitzen, ohne den Kopf zu drehen…mein Bruder ist 1,88, da geht gar nichts mehr! Er und Ich haben Bspw. in einem 3er GT überhaupt keine Probleme, auch die Beinfreiheit ist da mindestens ebenbürtig! Der Mitteltunnel ist natürlich unkomfortabel, aber eben nur für die 5te Person…

          Beinfreiheit ist nicht besser, Kofferraum natürlich schon, vorallem weil ja Front und Heck besser genutzt werden können…
          Das Problem mit dem schlechten Sitzwinkel ist aber wohl nur zu lösen, indem man in die Höhe baut, oder eben Aussparungen im Fußbereich macht…

          d.h natürlich ist ein kompromissloses Fahrzeug immer am besten…aber es gibt eben nicht nur Vorteile…und eine Business Limousine mit zwar viel Platz Hinten aber schlechtem Sitzkomfort ist eben auch kein optimaler Kompromiss…

      • Bob Morane says:

        Unsinn was du erzählst. Weiß nicht wo ich anfangen soll.

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