Bild-Vergleich: Mercedes-AMG C 63 Cabrio trifft BMW M4 F83

BMW M4 | 24.03.2016 von 24
Bild-Vergleich-BMW-M4-F83-Mercedes-C63-AMG-Cabrio-2016-01

Das neue Mercedes-AMG C 63 Cabrio gibt sein Debüt auf der New York Auto Show 2016, wir zeigen es im Bild-Vergleich mit dem BMW M4 Cabrio F83.

Während sich BMW zurückhält, fährt Daimler große Geschütze auf: Mit dem neuen Mercedes-AMG C 63 Cabrio zeigen die Schwaben noch eine zweite große Neuheit auf der New York Auto Show 2016 und greifen die Münchner damit nicht nur im Segment des X4 an, sondern stellen auch einen neuen Gegner für das BMW M4 Cabrio zur Schau. Die Power-Variante des Mercedes C-Klasse Cabrio setzt genau wie das neue Mittelklasse-Coupé aus Affalterbach auf einen 4,0 Liter großen V8-Biturbo, der neben typischem Achtzylinder-Sound an die Ohren auch jede Menge Leistung an die Hinterräder schickt.

Auch das Angebot von zwei unterschiedlich starken Varianten ist man bei AMG mittlerweile gewohnt. Wie bei C-Klasse Limousine, T-Modell und Coupé steht auch im Fall des Cabrios neben der 476 PS starken Basis das Mercedes-AMG C 63 S Cabriolet mit 510 PS und einem maximalen Drehmoment von 700 Newtonmeter zur Wahl.

Bild-Vergleich-BMW-M4-F83-Mercedes-C63-AMG-Cabrio-2016-02

Mercedes-AMG C 63 Cabrio und BMW M4 im Bild-Vergleich

Zwar ist auch das Mercedes-AMG C 63 Cabrio kein Leichtgewicht, die Differenz zum BMW M4 fällt aber deutlich kleiner aus als beim Coupé. Die Ursache dafür sind die bei allen Cabrios zu Gunsten einer höheren Verwindungssteifigkeit nötigen Verstärkungen im Karosseriebereich. Während diese beim BMW M4 tatsächlich nur das Cabrio betreffen, kommen sie bei Mercedes bei Cabrio und Coupé in identischer Form zum Einsatz. So kommt es, dass zwischen den offenen Mittelklasse-Sportlern je nach Variante nur 45 bis 85 Kilogramm zu Gunsten des BMW M4 Cabrio liegen, bei den Coupés sind es hingegen bis zu 228 Kilogramm.

Die kleinere Gewichtsdifferenz dürfte auch den V8-Biturbo des Mercedes-AMG C 63 Cabrio noch besser zur Geltung kommen lassen, weil der doppelt aufgeladene Reihensechszylinder des BMW M4 mit ähnlich viel Gewicht zu kämpfen hat. Doch während der Münchner “nur” 431 PS – oder 450 PS mit Competition Paket – in die Waagschale werden kann, bietet der Stuttgarter 476 oder sogar 510 PS.

Dieser Unterschied lässt sich auch an den Fahrleistungen ablesen, wobei Mercedes je nach Ausbaustufe des Motors 4,2 oder 4,1 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 angibt. Das BMW M4 Cabrio soll mit Competition Paket und DKG 4,3 Sekunden benötigen, ohne die ab Werk erhältliche Leistungssteigerung und mit manuellem Getriebe spricht die M GmbH von 4,6 Sekunden.

Tobias Moers (Vorsitzender der Geschäftsführung der Mercedes-AMG GmbH): “Die C-Klasse ist ein entscheidender Faktor unseres Unternehmenserfolgs. Die neue Kombination aus intensivem Open-Air-Feeling und leistungsstarkem V8-Motor ist einzigartig im Segment und ergänzt perfekt unser großes C-Klasse Angebot.”

[Fotos: BMW / Mercedes]

  • Jan

    Ich find beide geil. Wobei der Benz auf mich sogar etwas harmonischer wirkt (vor allem die Heckansicht) und in Kombination mit dem V8 damit sogar insgesamt besser gefällt.

    • M54B25

      Für mich zeigt die Heckansicht die Zusammenfassung der beiden Autos – der Benz rundgelutscht und gesetzt (das Fahrzeug wird nach unten hin immer stärker breiter) und der BMW steht stramm und breit da. Die Endrohe beim BMW sind stark ausgeprägt und klassish rund offensichtlich nach außen geführt und signalisieren somit einfach – Ha ich habs unter der Haube! Beim Benz sind sie zu stark integriert und durch die moderne Gestaltung in ein paar Jahren unattraktiv.

      In der Seitenansicht fällt aus meiner Sicht dann weiter auf, das die Mercedes Designer die Kleinigkeiten vergessen haben, die eine wirklich gute Ansicht ergeben hätten:
      – Die untere Sicke kommt irgendwie komplett unmotiviert daher und verläuft irgendwie in einem uninspirierten Winkel zwischen den Radkästen.
      – Die angedeuteten Kiemen hinter dem vorderen Radhaus – wtf?!? Was soll das für ein Gestaltungselement sein – nur die Aufklebefläche für das v8 Schild ist ja dann doch etwas peinlich…
      – Die obere Sicke verläuft bei der Tankklappe an einer unglücklichen Stelle, wo es keine Symmetrie erzeugt – ist beim BMW etwas besser gelöst, da teilt es die Klappe in der Mitte.
      – Beim Heckabschluss musste ich sofort an das Lexus Coupe denken, das ist mir leider zu rundgelutscht – zu einem Sportler und einem modernen Fahrzeug hätte am Heck mehr Kontur und gerade Flächen gewirkt

      Aber zum Glück sind die Geschmäcker ja verschieden 😉

      • El Barto

        Ohne bisher einen MB-Pressetext zum C63 gelesen zu haben, würde ich fast mit Sicherheit behaupten, dass dort bezüglich der Kiemen die Begriffe “Urahn”, “legendär”, “Flügeltürer” und “300 SL” in beliebiger Reihenfolge fallen 😉

        Sehr schön zusammengefasst. Für mich gewinnt im direkten optischen Vergleich auch der M4 deutlich, wenngleich ich den Mercedes keinesfalls unattraktiv finde. Lediglich an die abschrägten Endrohre beim M3/M4 kann ich mich einfach nicht gewöhnen.

        • M54B25

          Zur Theorie der Urahnen da spricht der Kenner aus Dir 😉 Stützt allerdings auch meinen Ansatz, dass die Mercedes Designer auf halber Strecke aufgehört haben – da fehlt was. Aber wenn ich mir da so ein Gittereinsatz al’a 300SL vorstellen sollte – dafür ist dann die Fläche schlichtweg zu klein. Darauf ein Gittereinsatz würde bei mir als “ATU-Nachrüstlösung für 119,-€ inklusive Flex” rüberkommen.

          Und die Schrägung der BMW-Endrohre ist bei mir noch nie so negativ rübergekommen, hab grad mal nachgeschaut – meine originalen BMW Endrohrblenden sind auch schräg und schon etwas älter – scheint also kein neumodisches Designmerkmal zu sein – zumal auf die Schräge kommst nicht an sondern auf die Größe 😉

          • El Barto

            Jau, wenn es denn unbedingt Kiemenzitate sein müssen, dann sollte sich das maximal auf die Roadster beschränken und auch nix Halbherziges sein, wie bei obigen Beispiel. Beim SL ist es ja eigentlich ganz ordentlich umgesetzt, passt aber trotzdem nur bedingt zum aktuellen MB-Design.

            “…zumal auf die Schräge kommst nicht an sondern auf die Größe ;)”

            Ha, und ich dachte immer auf die Technik ;-))
            Also ich meine, bei den M-Fahrzeugen waren die Abschlüsse der Endrohre bis zum F80 M immer gerade. Bei den AG-Fahrzeugen hast du natürlich recht, da gabs schon früher Schräglage, die mich auch nie gestört hat. Aber beim M3/M4 bzw. X5/X6M irgendwie schon, keine Ahnung warum. Vielleicht wurde da meine interne Winkel-Toleranzschwelle überschritten 🙂

            • M54B25

              Oh Mist wieder geoutet – ja ich habe keinen ///M 🙁 sondern nur ein AG-Modell mit zwei leicht geschrägten Original-Chrom-Blenden

              Dafür ist meine Winkel-Toleranzgrenze recht weit oben angesiedelt – es kommt halt immer auf den Heckabschluss und den Gesamteindruck an – und natürlich die Technik 🙂

              Zum Thema Ahnen-Design – ja da bedient sich Mercedes gerne des öfteren – nur so recht plausibel erscheint es mir auch nicht immer 50 Jahre alte Autos zitieren zu wollen, wo das Rad der Zeit sich doch mittlerweile im beschleunigten Stundentakt weiter dreht. Sollen sie mal lieber eine C-Klasse rausbringen die den ersten 190er Baby-Benz zitiert – das könnte dann ein wirklich schönes Auto werden.

              • El Barto

                Outen wollte ich dich mit meinen Ausführungen aber nicht, daher an dieser Stelle auch mein Bekenntnis:

                “Ich bin AG-Modellfahrer – und das ist auch gut so!” 😉

                Jetzt muss ich aber doch mal Sherlock spielen. Du hast ein AG-Modell mit abgeschrägten, verchromten Endrohrblenden etwas älteren Datums. Das engt die Auswahl auf E46, E8x, E60/61 sowie E9x ein. Es muss sich also mindestens um einen Sechszylinder handeln, könnte aber auch ein V8 sein. Als Kenner und Liebhaber der Marke verorte ich dich eher in einen eleganten Zweitürer, würde also auf ein E46 Coupé/Cabrio oder einen E92/E93 jeweils als Benziner und mit Tendenz zum Coupé tippen. Liege ich völlig daneben?

                Egal was Mercedes zukünftig designmäßig macht, es muss bald wieder eine Zäsur geben. Mit der jetzigen Designlinie hat man sich in eine Sackgasse manövriert. Ich bin ein großer Fan des sachlichen Sacco-Designs, das in den auslaufenden 90ern endete und sukzessive runderen Formen wich. Eine solche klare Sachlichkeit, nennen wir sie meinetwegen auch Konservativität, würde ich mir für MB-Fahrzeuge zurückwünschen.

                • M54B25

                  E46/2 VFL eben mit einem M54B25 – etwas wirklich Uberzeugenderes kam seitdem irgendwie nicht mehr a) Designtechnisch und b) Motorentechnisch ohne Turbo in einem BMW Fahrzeug zusammen. Und da ich nahezu kaum privat fahre, steht der Gute als Sonnenscheinauto wohlbehütet und fiebert schon der H-Plakette entgegen…

                  Aber ist schon interessant, wie Du auf den Zweitürer gekommen bist und zum V8 hat es mich irgendwie nie richtig getrieben, der Sauger-R6 ist einfach zu gut.

                  Und jetzt Zu deinem AG-Modell – AdBlue nachkippen hatten wir mal beim Thema Werkstattkosten, das Du einen E38 725tds kennst (Thema R4 im G11), scheinen die wilden Jahre auch schon hinter Dir zu liegen – ich tippe mal einfach spontan auf F11 als 535d. Falls nicht gib mal bitte eine Tendenz

                  Zum eigentlichen Thema:
                  Das MB Design wird sich in den nächsten Jahren wieder zyklisch ändern aber immer modern also kurzlebig und über die Fahrzeugpalette beliebig gestreut werden. Die angesprochene Sachlichkeit wird MB wohl nicht mehr erreichen, es sei denn es kommt ein neuer Designer-Star ohne Vorbelastung – aber bei dem Ruf wird sich MB keinen Newcomer mit Sinn für die Tradition zutrauen.

                  • El Barto

                    Ohje, das war es dann wohl mit einer Karriere als Kriminalistiker, wenn mir das Motorenkürzel direkt ins Gesicht springt und ich anhand des Endrohrdesigns kombiniere 🙂 Du hast dir da auf jeden Fall einen ganz wunderbaren Kandidaten für ein H-Kennzeichen in die Garage gestellt, beide Daumen hoch!

                    Es gab in meiner Vergangenheit mal einen E38 740d, allerdings als Gebrauchtwagen. Ein tolles Auto, das trotz harten Einsatzes immer sehr zuverlässig war, obwohl ich anfänglich so meine Bedenken wegen des Motors hatte. Am Ende war es eine Leitplanke, die uns für immer trennte. Mit dem Motor unseres aktuellen Autos liegst du schon mal goldrichtig und ein F11 stand auch in der engeren Wahl. Am Ende ist es aber dann doch einer von diesen fahrenden Schrankwänden geworden :-/

                    Ich bin auf jeden Fall auf die nächste Trendwende beim MB-Design gespannt, denke aber auch, dass diese Sachlichkeit von vielen Märkten einfach nicht mehr nachgefragt wird. Schade eigentlich, denn der Gute Stern auf allen Straßen war ja früher eigentlich immer in Rufweite hinter der Mode und das machte ihn so zeitlos.

                  • M54B25

                    Wenn eine Leitplanke einen E38 das Leben kostet, war nach physikalischen Maßstäben die Geschwindigkeit desselbigen E38 augenscheinlich nicht gerade gering… Ich kenne den als 730d mit 2Tonnen Lebendgewicht vom Fahren her recht gut – da haben mich Leitplanken durch die gewichtsbedingt gute Straßenlage irgendwie nicht wirklich beeindrucken können. Und mit dem V8 unter der Haube dürften nochmal gut 100kg mehr dazukommen, der Bursche wollte ja auch gekühlt werden – ansonsten ein tolles Stück Technik, das BMW da abgeliefert hat – im aus meiner Sicht besten 7er Gewand bis dato.

                    So so einen F15 hätte ich Dir aber nicht zugetraut – da dürfte der weibliche Entscheidungspart doch geringfügig höher beteiligt gewesen sein ?!? Meine Holde findet die Schrankwände ja auch soooo toll – meine Rettung – die nicht perfekten Rückwärtsparkskills in den Anbau-Carport mit seeeehr breiten Autos – “Du Schatz da hilft dir das PDC auch nicht wirklich viel – glaub mir – wirklich der ist zu breit”

                    Und beides zusammen X5 und Design – letzte Woche erstmal wieder einen unverbastelten E53 gesehen – ich musste da echt überlegen, wann der Kollege auf dem Markt kam – die 16 bzw. fast schon 17 Jahre am Design haben ihm nicht geschadet. Vielleicht ein wenig hochbeinig wirkend aber sonst ein tolles klassisches Design – für eine Schrankwand aus München…

                  • El Barto

                    Das kam bei meinem E38 etwas zu dramatisch rüber, eigentlich hat er nämlich überlebt. Ich wurde beim Überholen von einem ausscherenden Fahrzeug abgedrängt, kam auf den Grünstreifen und bin dann mehr oder weniger parallel an der Leitplanke entlanggerutscht. Es kam dann ein gutes Angebot von einem Aufkäufer, als der Wagen in der Werkstatt stand und der Rest ist Geschichte. In Bezug auf den Unfallverursacher und seine Unfallflucht leider eine sehr lange juristische Geschichte.

                    Übrigens war es dieses wunderbare 7er-Gewand, das mich damals hauptsächlich zum Kauf bewog. Der E38 ist für mich nicht nur der bislang gelungenste 7er, sondern tatsächlich eines der schönsten Autos überhaupt. Auch die Innenräume von E39 und E38 sind m.E. bis heute eine Klasse für sich, auch wenn sie noch die knopfübersäte Prä-iDrive-Ära repräsentieren. Vielleicht aber auch gerade deswegen 🙂

                    Tja, eigentlich halte ich mich wirklich nicht so für den SUV-Typ (und wollte es auch nie sein), aus verschiedenen Gründen fiel die Entscheidung dennoch für den X5. Meine Frau war diesbezüglich übrigens neutral bis vorsichtig ablehnend, hauptsächlich wegen der Größe. Aber wie unsere paarinterne Schaden-Statistik zeigt, waren ihre Selbstzweifel unberechtigt: Ich habs nämlich kürzlich erst einem Betonkübel so richtig gezeigt.

                  • jerryre89

                    Ein Traum euch zuzuhör…äh lesen 😀
                    Frohe Ostern euch 🙂

                  • El Barto

                    Dir auch frohe Ostern 🙂

                  • M54B25

                    Ok dann hast Du also versucht aus dem schönen -vermutlich schwarzen E38 (gab es die überhaupt in anderen Farben werksseitig 😉 – eine Aluversion zu machen indem die Leitplanke als Schleifbock herhalten musste… R.I.P. E38 – vermutlich läuft der heute nach einer Aufarbeitung immer noch als V8 jenseits der Oder/Neiße Grenze… Und den Unfallverursacher wünsche ich als Autos Opel Astras/Smarts/A1 bis zum Lebensende!

                    Zum X5 – das mit dem Betonkübel kann ich bei dieser Wagengattung gut nachvollziehen -unser Carport ist wie geschrieben am Haus angedockt- und da habe ich keine Lust, wenn der Betonkübel dann das Haus selber ist… Zur Entscheidung – ich kenne SUV’s als Mietwagen recht gut und könne mir ab und zu auch einen, Einstieg, Übersicht und Platz sind schon ganz nett und als Argumente schlecht weg zu diskutieren -aber fahrtechnisch sind die, wenn man die kleineren 1er und 3er mit kräftiger Motorisierung gewohnt ist, eher Kühlschrankbeschleunigungsgegner -also merklich undynamischer. Und da habe ich bei meiner Liebsten echt den Vorteil – sie mag’s schnell… Selbst bei einem 535d mag der Antrittsbums stimmen aber bis die 2 Tonnen weggewuchtet sind und in Kurven kannste die Physik auch nicht überlisten!

                    Aber jetzt zum schönsten Auto – mal die eigenen außen vor – werfe ich E31 in die Runde! Wenn es etwas mehr Platz zum Unterstellen gäbe, würde da dieser Wagen (auch noch) stehen – DAS ist für mich eine Automobile Skulptur. Da stimmt einfach alles – inkl. Technik und Innendesign. Letztens erst wieder einen gesehen und die Tränen und der Speichelreflex kommen fast automatisch dazu… Mag aber auch daran liegen, dass ich irgendwie auf Zweitürer stehe, bei den Limos vote ich den E38 auch nach ganz vorne – oder gleich neben einen E30 als Viertürer 😉

                  • El Barto

                    Ich bin jetzt mal schonungslos ehrlich: Ich hatte meinen Sohn in den Kindergarten gebracht und auf dem großen, leeren Nachbargrundstück geparkt. Ich wollte ihm nochmal aus dem Auto zuwinken und musste dafür ein gutes Stück zurücksetzen. Winkend, grinsend und – das war besonders verhängnisvoll – sehr sportlich rückwärtsfahrend wurde ich auf diesem großen, leeren Parkplatz einer Reihe von gut sichtbaren Betonblumenkübeln erst im letzten Augenblick gewahr. Glück im Unglück: Ich habe die Kübel nur seitlich erwischt, sodass sich der Schaden in Grenzen hält, Pech im Unglück: Der Stoßfänger ist trotzdem hin und muss komplett getauscht werden. Dummheit 1 : Vernunft 0

                    Falls es dich also doch irgendwann mal nach einem SUV gelüstet, lass dir das nicht von deinem Carport/der Hauswand vermiesen. Merk dir nur, dass die Hauswand immer gewinnt 😉

                    Bezüglich der Dynamik hast du übrigens vollkommen recht. Der Dicke ist zwar für Größe und Gewicht auch auf kurvigem Geläuf recht tapfer unterwegs wenn er muss, aber dann sieht man vor dem geistigen Auge auch schon das Gummi der äußeren Reifenflanken davonsegeln. Und der Motor ist im Grunde eine Perle, die vor die SUV-Säue geworfen wird. Während ein 335d damit vermutlich (bin leider noch nie einen gefahren) zum Marschflugkörper wird, reichts im X5 gerade mal dazu, drängelnde Vertreterkombis abzuwehren.

                    Und damit kommen wir zum Kern der Sache. Immer “pedal to the metal” ist besonders im SUV ist weder nerven-,material- noch geldbeutelschonend und im Familienmodus sowieso nicht möglich. Zum (überwiegend) cruisigen Fahren taugt aber auch ein Van sehr gut, wie ich letztens über 1.000 km am Stück bei einer V-Klasse feststellen durfte. Und der kann alle anfallenden Transportaufgaben auch noch viel besser meistern. Ergo ist der X5 eigentlich ein Stück weit Egostreichler für mich, der zwar vieles gut, aber nichts vollkommen perfekt kann.

                    Der 8er steht ganz oben auf meiner Youngtimer-Wunschliste. Auch bei schönen älteren Autos gibt es ja öfter das Phänomen, dass sie im aktuellen Straßenbild klein, unscheinbar und insgesamt etwas anachronistisch wirken. Nicht so der E31, er ist auch heute noch das elegante, komplett zeitlose Raumschiff, das für verdrehte Köpfe sorgt. Leider hat sich die Gelegenheit für mich nie ergeben und während abgerockte frühe 850er vor ein paar Jahren teilweise noch für niedrigste vierstellige Beträge angeboten wurden, geht heute fast nichts mehr unter 10.000 EUR an der unteren Skala. Ganze 56 850er bei mobile, der teuerste (850 CSi) für fast 80.000 EUR. Es sei ihm gegönnt, er ist einfach nur begehrenswert.

                    Tja, und mit dem E38 hattest du bezüglich der Farbe recht. Mit seinem möglichen Schicksal im Osten mag ich mich aber nicht anfreunden und stelle mir stattdessen lieber vor, dass er es bei einem Liebhaber gut hat 🙂

                  • M54B25

                    Ich bin auch ganz offen – ich hasse (obwohl ich das Wort selbst hasse) SUV’s! Bis auf die Familiensicherheit gibt es nichts, aber auch gar nichts wo mich so ein Wagen auch nur ansatzweise überzeugt. Die BMW SUV’s haben ja wenigstens noch den Vorteil einigermaßen sportlich auszusehen und mit dem entsprechenden Motor auch in den physikalischen Grenzen (segelnde Reifenflanken – top Bild dafür!) zu sein – aber sonst diese ganzen Kia, Huyndai , neuerdings Mazda, Tiguan’, Touaregs, Cayenne, Macans, Q3-7 und hast Du nicht gesehen Bordsteinschubserbande die schon alleine aufgrund der Reifen beim ersten Wasserloch im Waldweg verrecken… Du kannst Dir also so ungefähr vorstellen, wie begehrenswert so ein Auto für mich ist – und daher Danke der Tip, dass die Hauswand immer gewinnt ist auf der Contra-Liste gaaanz nach oben gerutscht.

                    Und bitte nicht falsch verstehen, ich kann jeden Fahrer eines solchen Wagens aufgrund der sicher auch von Dir genutzten Vorteile verstehen. Ich bin schlicht nur sauer auf die Autoindustrie diese Gattung Fahrzeug überhaupt so erfunden zu haben – übrigens auch “viertürige Coupes” – da bekomme ich den nächsten Schreikrampf. Statt leichte, verbrauchsarme Autos oder vernünftige Hybride zu entwickeln überlassen gerade die Deutschen hier eher den Japaner und Amis das Feld – das ist nicht so richtig zukunftsweisend gedacht.

                    Zum E38 – mit den Felgen hat man ihn bestimmt für einen 730i oder 730d gehalten – das ist ja Understatement pur – war bestimmt lustig auf der Autobahn! Ich hab in der Niederlassung übrigens mal einen Feuerwehr-Auto roten gesehen, fällt mir grad noch ein, der hatte was, “auffällig” ist leicht untertrieben – und hatte bestimmt auch einen ganz bescheidenen Wiederverkaufswert nach dem Leasing…

                    Zum E31 – ich fand ihn momentan gar nicht mehr so groß – 4,78m ist ja eher die heutzutage “normale” Mittelklassen-Größe al’s Passat, Mondeo und Co. Und umschauen tun sich echt nur die Kenner, weil er ja auch nicht so gleich als BMW zu erkennen ist.

                    Auf mobile hab ich mir mal erstmal nur die 840er angeschaut – da sind aber schon ein paar nette zu Preisen um 15 bis 18.000€ bei, wo ich meine das die nicht mehr an Wert verlieren werden – bei guter Pflege. Wenn das mal jetzt kein Fehler war fremd zu schauen, ne ne in den nächsten Tagen kommen die Sommerreifen auf’s Coupe rauf (Winterreifen wegen TÜV im November 🙁 ) und dann weiss ich nach ein paar Touren, das mir der 6-Ender auf 4,48 verteilt reicht.

                    In diesem Sinne schon mal ein frohes Osterfest!

                  • El Barto

                    Hab’ mich mal erfolgreich ein paar Tage vom Rechner ferngehalten 😉

                    Keine Ahnung, wie es bei den aktuellen Modellen aussieht, aber T-Reg und Cayenne I waren ja mit Reduktionsgetriebe, Sperrdiff für Mitte (Serie) und hinten optional, entkoppelbaren Stabis (nur Cayenne optional?), Luftfederung mit Geländeniveau, Gelände-ABS schon etwas besser für den Offroad-Einsatz gerüstet als andere SUV. Klar, die Rad-Reifen-Kombi macht den Unterschied, besonders beim Cayenne…ein Schicksal, das er sich mit der überwiegenden Anzahl aktueller Range Rover teilt. Aber R5-Touareg mit Minimalbereifung in Förstergrün, gefahren von ebenjenen, habe ich immerhin öfter mal gesehen. Und weil du Hyundai erwähnt hast, muss ich sagen, dass ich den Grand Santa Fe optisch ganz ansprechend finde.

                    Ja, mein 740 stand schon sehr ballonmäßig da, obwohl er sonst recht ordentich ausgestattet war und mit M-Lenkrad und dunklem Holz im Innenraum schon fast einen Anflug von Sportlichkeit vermittelte. Aber was mich bei jedem anderen Auto gestört hätte (zu kleine Räder), war beim E38 seltsamerweise kein Thema. Nicht mal kleines Schuhwerk konnte seine Linie zerstören.

                    Also, wenn 8er, dann mit Zwölfender…das volle unvernünftige Programm 😉 Quatsch, ein 840er ist genauso erstrebenswert und vermutlich auch etwas querdynamischer und wohl kaum weniger längsdynamisch. Mit seiner Größe reiht er sich ja zwischen 4er und 6er ein, was für einen zweitürigen GT aus den ganz späten 80ern auch heute noch amtlich ist. Wahrscheinlich wirkt er auch durch seinen flachen Aufbau etwas bulliger. Aber stell heute mal einen Golf 7 neben einen E34 touring oder einen E32 neben einen G11…es ist schon erschreckend, wie die Autos wachsen.

                    Dann auf jeden Fall viel Spaß bei der ersten Saison-Ausfahrt mit deinem Coupé…sofern nicht über Ostern schon geschehen 🙂

                  • M54B25

                    Hab mich auch mal etwas reduzieren müssen, war und ist aber eher beruflich bedingt… Sommerfelge sind immer noch nicht drauf, aber für dieses WE gaaanz fest geplant…

                    Zum SUV Design – da habe ich ja offen gesagt so meine Schwierigkeiten mit, die Frage ist für mich eher: Wie kann das prinzipbedingte Kastendesign aufgewertet werden oder wie extrovertiert soll das Kastendesign abgewertet werden? Wenn ich mir dann die neueste Entwicklung, wie das Evoque Cabrio anschaue, fällt mir dazu nur Badewanne auf Rädern ein. Perverserweise sind dann aber auch gerade wieder die RangeRovers gute Kletterkünstler – vernünftige Reifen vorausgesetzt. Und den KIA hat ein Kollege gekauft und ist von dessen Zugqualitäten für Pferdeanhänger begeistert – mit 2 Tieren vollbeladen geht auch im größten Matsch was, wo alle anderen schon aussteigen – die G-Klasse außen vor (O-Ton des Kollegen). Wie gesagt, ich will das ja gar nicht verteufeln, wenn der Einsatzzweck vernunftbegabt legitimiert ist.

                    Und genau bei der Fahrzeuggröße sieht man die gesamte Fehlentwicklung der Automobilindustri aus meiner Sicht – ein Golf 7 mit 4,25m Länge und der Beite einer alten S-Klasse und der aktuell Polo R6 mit 4Meter hat die Dimensionen eines Golf3 nach nur 15 Jahren! Wenn dort nicht ein Umdenken stattfindet, ist die Golfklasse 2025 bei 4,50m angekommen und die Mitteklasse darüber kratzt die 4,90m an. Von der 1970er Normbreite deutscher Parkhäuser mit 1,90m ganz zu schweigen.

                    Naja bleibt spannend, was BMW mit dem X7 da wieder auf die Räder stellt und auch wie das kommende RR-SUV die Perversionsgrenze weiter nach oben verschiebt. Dir auf alle Fälle viel Spaß beim 35er Dieselschubmonster – ich sehe gerade jetzt bei steigenden Temperaturen noch das Bild der wegfliegenden Reifenbröseln aus den Felgenflanken…

                  • El Barto

                    “…ich sehe gerade jetzt bei steigenden Temperaturen noch das Bild der wegfliegenden Reifenbröseln aus den Felgenflanken…”

                    Noch sind die Winterräder drauf, ich lasse es also lieber locker angehen, sonst sind die Flanken noch viel schneller blank 😉

  • Pro_Four

    …also was momentan bei Mercedes von BMW kopiert wird ist nicht mehr feierlich. Erst wurde man belächelt und nun, alles was geht. Zum Glück unterscheiden sich X4 und X6 noch, was man vom glc, und wie sie doch sich alle benennen, nicht behaupten kann.

  • 135iCoupe_N55

    Das M4 Cabrio wirkt deutlich sportlicher und dynamischer als das C63 Cabrio, optisch gefällt mir der M4 besser.

    • El Barto

      Ja, hier rächt sich beim C63 das Einheitsdesign. Während der M4 eigenständig und muskulös auftritt, ist der C63 nur eine Kopie seines großen Bruders. Das E-Coupé/Cabrio haut mit Sicherheit in genau dieselbe Kerbe, da helfen dann auch keine E63-Gedächtnis-Tabletts auf den Erlkönigen mehr.

  • Pingback: Photo Comparison: BMW M4 Convertible vs Mercedes-AMG C63 Cabrio()

  • Pingback: Am 24. März 2016 gefunden … | wABss()

Find us on Facebook

Bimmertoday

Tipp senden