Der BMW M3 Touring 24H ist allem Anschein nach nur der Anfang, denn in Form des BMW M4 GT3 Cabrio wird noch ein zweites unerwartetes Sondermodell für das 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring Nordschleife vorbereitet. Aus technischer Sicht ist das BMW M4 GT3 Cabrio dabei sogar die leichtere Übung, denn für den offenen Rennwagen muss das Coupé lediglich von seinem Dach befreit werden – auf die komplexe Dachmechanik und das Stoffdach des Serienfahrzeugs (G83 LCI) wird in der Hoffnung auf trockenes Wetter komplett verzichtet!

Die Sicherheit ist dank der Frontscheibe mit verstärkten A-Säulen und dem Überrollbügel fast so gut wie im regulären BMW M4 GT3 Evo, im Gegenzug darf sich der Fahrer aber auf 24 Stunden mit noch besserem Sound und einem von jeder Menge Fahrtwind entlüfteten Innenraum freuen. Klare Vorteile ergeben sich auch in der Einführungsrunde, wo den Fans an der Strecke viel unmittelbarer gewunken und die Atmosphäre der Grünen Hölle noch ungefilterter genossen werden kann.

Etwas Kopfschmerzen bereitet BMW Motorsport die sagenumwobene Eifel-Witterung, denn mangels Dach könnte es bei Starkregen durchaus nass im Cockpit werden. Um das Risiko einer Überschwemmung zu minimieren, wurden gleich mehrere Öffnungen im hinteren Unterboden integriert, durch die selbst Regenwasser in eifeltypischen Mengen abgeführt werden kann. Die Entwässerung erfolgt dabei erst im Heck des Fahrzeugs, um keinesfalls zusätzliches Wasser vor die eigenen Reifen zu spülen und damit die Traktion zu verringern. Dennoch ist klar, dass sich die Fahrer aus Komfortgründen eher kein Regenrennen wünschen dürften.

Eine weitere Besonderheit des BMW M4 GT3 Cabrio ist die Klimatisierung in der Nacht, denn in der Dunkelheit wird es in der Eifel auch im Mai ziemlich kühl. Der offene Rennwagen hat hierfür eine besonders leistungsstarke Variante des Nackenwärmers erhalten, der den Fahrer nicht nur im Bereich der Kopfstützen mit warmer Luft umströmt, sondern auf Wunsch auch die Wärme des Motorraums in den Fußraum leitet und so für wohlige Temperaturen sorgt.

Welches Team den offenen BMW M4 einsetzt und welche Fahrer im Cockpit Platz nehmen, dürfte schon bald kommuniziert werden: Da das Rennen bereits Mitte Mai stattfindet, bleibt nicht mehr viel Zeit für Geheimniskrämerei. Die Zulassung ist dabei übrigens leichter als im Fall des M3 Touring 24H: Weil es sich aus technischer Sicht nur um eine moderate Abwandlung des Coupés handelt, schreibt das Reglement keine gesonderte Qualifikation vor.

(Visualisierung: Google Gemini)