Der Automarkt Deutschland ist verhalten ins neue Jahr 2026 gestartet: Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der Neuzulassungen um 6,6 Prozent zurück und blieb damit unter der Marke von 200.000 Einheiten. Gerade auch vor diesem Hintergrund darf man sich in München über ein gutes Ergebnis freuen, denn BMW Deutschland widersetzte sich dem allgemeinen Trend und konnte seinen Absatz auf dem Heimatmarkt um 5,4 Prozent steigern. Zu den 17.105 BMW kommen noch 2.645 MINI hinzu, womit die Briten sogar 18,1 Prozent zulegen konnten.

Den beiden wichtigsten Konkurrenten von BMW ist im Januar 2026 nichts Vergleichbares gelungen: Bei Audi schrumpfte der Absatz um 4,0 Prozent auf 14.054 Einheiten, womit die Ingolstädter weiter kein Zeichen für die erhoffte Rückkehr in die Erfolgsspur setzen können. Bei Mercedes ging der Deutschland-Absatz sogar um 6,5 Prozent zurück, in absoluten Zahlen liegen die Stuttgarter mit 18.454 Einheiten aber dennoch vor der Premium-Konkurrenz. Wie üblich sind in den Zahlen des Kraftfahrtbundesamts aber auch leichte Nutzfahrzeuge wie Sprinter und Citan enthalten, weshalb mit den bisher veröffentlichten Daten kein direkter Vergleich zu den Zahlen von Audi und BMW möglich ist. "

Elektroautos spielen auf dem deutschen Markt auch weiterhin eine wichtige Rolle, sie standen im Januar 2026 aber “nur” für 22,0 Prozent der Neuzulassungen. Im Gesamtjahr 2025 lag der BEV-Anteil mit 30,0 Prozent deutlich höher, aber momentan sollte man die Januar-Zahlen eher als Momentaufnahme werten und den weiteren Jahresverlauf abwarten. Mit der E-Auto-Prämie 2026 von bis zu 6.000 Euro gibt es auf jeden Fall einen zusätzlichen Anreiz, der bei Privatkunden zu Kaufzurückhaltung im Januar geführt haben dürfte – und der sich im Verlauf des Jahres positiv auf die Elektro-Verkaufszahlen auswirken sollte.

Hierauf dürften auch die auf Elektroautos spezialisierten Marken aus China hoffen, die zunehmend auch in Deutschland Fuß fassen: Mit 2.629 Einheiten blieb BYD nur noch knapp hinter der Marke MINI, bei einer Steigerung um zuletzt 1.018,7 Prozent dürften die Chinesen aber schon bald an den Briten vorbeiziehen. Vierstellig ist der Deutschland-Absatz auch bei MG Roewe, die mit 1.458 Einheiten allerdings 11,4 Prozent unter Vorjahr blieben.

(Grafik & Infos: KBA)