Auf den Tag genau 140 Jahre nach der Patentanmeldung für den Benz Patent-Motorwagen feiert das Mercedes S-Klasse Facelift 2026 seine Weltpremiere und man darf ohne Übertreibung sagen, dass es sowohl das Automobil als auch Mercedes-Benz seit 1886 weit gebracht haben. Heutige Luxuslimousinen bieten ein Niveau an Komfort, Antriebs-Souveränität und Sicherheit, das schlicht und ergreifend phänomenal ist. Zur Natur der Sache gehört es, dass eine Mercedes S-Klasse im Jahr 2026 nicht allein am Markt ist, sondern sich starken Konkurrenten wie dem BMW 7er (G70) stellen muss. Unser Bild-Vergleich stellt die jüngste Baureihe 223 MOPF aus Stuttgart mit dem noch nicht aufgefrischten 7er gegenüber – wobei der BMW in Form des optisch identischen Elektro-Zwillings i7 antritt, was für den Bild-Vergleich aber keine Rolle spielt.

Die neue Mercedes S-Klasse 2026 kommt mit nicht weniger als 50 Prozent neuer Teile, was sich auch am Exterieur deutlich zeigt. Der Kühlergrill ist 20 Prozent größer als zuvor und kommt mit beleuchteter Einfassung, die Scheinwerfer kommen mit Tagfahrlicht im Doppelstern-Design und auch am Heck sorgen neue Rückleuchten und weitere Details für eine aufgefrischte Optik. Anders als die aktuelle Generation des BMW 7er gibt es die Mercedes S-Klasse weiterhin mit kurzem oder vielmehr regulärem Radstand sowie in einer Langversion. Beide Varianten bleiben allerdings hinter der Länge des Bayern zurück: S-Klasse-Kunden können zwischen einer Länge von 5,19 Meter oder 5,30 Meter wählen, der BMW 7er erstreckt sich immer auf 5,39 Meter. "

Im Innenraum mangelt es der Mercedes S-Klasse natürlich trotzdem nicht an Platz, gerade im Fond bieten beide Limousinen ein üppiges Platzangebot. In der ersten Reihe setzt Mercedes weiterhin auf eine Vielzahl von Displays und kombiniert dafür mehrere Displays zum MBUX Superscreen. Der BMW 7er ist hier wesentlich konservativer unterwegs, auch wenn es dem Curved-Display sicher nicht an Anzeigefläche mangelt. Keine Überraschung ist, dass Mercedes beim neuesten MBUX auf eine KI-gestützte Sprachbedienung setzt, wie sie auch BMW im Rahmen der CES für iDrive X und die Neue Klasse präsentiert hat.

Eine echte Alternative zum BMW Theatre Screen für die Fond-Passagiere bietet die S-Klasse auch weiterhin nicht: Während im BMW ein 31 Zoll großes XXL-Display mit 8k-Auflösung für Kino-Atmosphäre sorgt, sorgen in der S-Klasse höchstens zwei 13-Zoll-Displays für vergleichsweise gewöhnliches Entertainment. Immerhin kommen die Passagiere des Mercedes künftig in den Genuss beheizter Sicherheitsgurte, die auf Wunsch verbaut werden – allerdings nur auf den beiden vorderen Sitzen.

Neben aufgefrischten Assistenzsystemen bietet die Mercedes S-Klasse 2026 auch eine modernisierte Motorenpalette mit sechs und acht Zylindern. Vor allem letzteres ist heutzutage erwähnenswert, denn der Mercedes S 580 mit 537 PS starkem V8-Triebwerk wird auch in Deutschland und Europa angeboten, während der aktuelle BMW 760i anderen Märkten wie den USA vorbehalten bleibt.

Aus Sicht der meisten Kunden, die nicht gerade in den nächsten Wochen einen Neuwagen bestellen wollen, hat der aktuelle Bild-Vergleich freilich nur eine überschaubare Halbwertszeit: Noch in diesem Jahr kommt auch das große BMW 7er Facelift (G70 LCI), das den 7er sowohl technisch als auch optisch mit Neue Klasse-Features aufwerten soll. Schon jetzt ist zu hören, dass es sich hierbei um eine Modellpflege handeln wird, die auf viele Kunden eher wie eine völlig neue 7er-Generation als wie ein Facelift wirken wird. Was das konkret heißt, werden wir im zweiten Halbjahr 2026 zu sehen bekommen.

(Fotos: Mercedes / BMW)