Wasserstoff-BMW: Post sieht Chancen für weitere Baureihen

BMW i, BMW iX5 | 4.01.2026 von 0

Der BMW iX5 Hydrogen mit Wasserstoff-Brennstoffzelle wird 2028 einen Sonderweg bestreiten, den längst nicht jeder Beobachter für eine sinnvolle Investition hält: Schon weil die Reichweite …

Der BMW iX5 Hydrogen mit Wasserstoff-Brennstoffzelle wird 2028 einen Sonderweg bestreiten, den längst nicht jeder Beobachter für eine sinnvolle Investition hält: Schon weil die Reichweite und Ladegeschwindigkeit von batterie-elektrischen Fahrzeugen (BEV) immer weiter steigen, scheint die Notwendigkeit für Wasserstoff-Antriebe immer kleiner zu werden. Hauptvorteil der Fuel Cell Electric Vehicles (FCEV) ist schließlich ihre Fähigkeit zum schnellen Tanken: Die Tanks eines Wasserstoff-Pkw sind fast so schnell gefüllt wie die von Benziner oder Diesel, dennoch sind die Fahrzeuge lokal emissionsfrei unterwegs. Dass die Effizienz aufgrund der Umwandlungprozesse wesentlich geringer als beim reinen Elektroauto ausfällt, liegt allerdings ebenfalls auf der Hand.

Obwohl sich derzeit außer dem Kooperationspartner Toyota kein anderer Autobauer klar zum Thema Wasserstoff bekennt, ist man in München von der Richtigkeit des Angebots überzeugt. BMW Entwicklungsvorstand Joachim Post sagte nun im Interview mit der Auto Motor und Sport sogar, dass der iX5 auf Basis des nächsten X5 (G65) keineswegs der einzige Wasserstoff-BMW bleiben müsse: Zwar gebe es noch keine finale Entscheidung über den Einsatz der Technik in weiteren Baureihen, aber das sei zu Zeiten des ersten Elektroautos i3 auch im Fall der BEV nicht anders gewesen. "

Aus Sicht von BMW spricht vor allem die in Zukunft erwartete Verfügbarkeit des Energieträgers für die Technologie: Da die Industrie zur Dekarbonisierung von energieintensiven Prozessen beinahe zwingend auf Wasserstoff angewiesen ist und sich dieser außerdem hervorragend als Zwischenspeicher für sogenannte grüne Energien eignet, dürfte es künftig kaum an ebenso günstigem wie grünem Wasserstoff mangeln – und wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, wird Wasserstoff natürlich auch als Kraftstoff für Fahrzeuge interessant.

Im Fokus liegen dabei solche Baureihen, die häufig für Langstrecken mit hohem Tempo genutzt werden. Neben dem iX5 wären insofern auch FCEV-Varianten auf Basis von 7er und X7 beziehungsweise i7 und iX7 vorstellbar, bei kleineren Baureihen dürfte das Thema auch perspektivisch kaum eine Rolle spielen. Ob solche Modelle tatsächlich kommen, kann letztlich nur die Zukunft zeigen – aber offenbar ist man in München davon überzeugt, dass Wasserstoff in den 2030er-Jahren eine echte Option neben den heutigen Antrieben sein kann.

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