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Voll elektrisch, voll geschützt: BMW i7 G73-Vorbote zum G7-Gipfel

Klarstellung: Die beim G7-Gipfel gezeigten und gefahrenen BMW i7 waren ungepanzerte Fahrzeuge und sollten lediglich als Vorschau auf die kommende gepanzerte Variante dienen. Der künftige BMW i7 (G73) mit Panzerung befindet sich noch in der Entwicklung und ist noch nicht einsatzbereit.

Schon fünf Monate vor dem eigentlichen Marktstart des BMW i7 durften sich die Teilnehmer des G7-Gipfels im oberbayerischen Schloss Elmau ein Bild von der Elektro-Limousine auf Basis der neuen 7er-Generation G70 machen. Das vorgezogene Debüt war natürlich kein Zufall und hatte einen durchaus ernsten Hintergrund: Staatsgäste und Regierungs-Chefs zählen zu den wichtigsten Kunden für gepanzerte Limousinen, denn sie sehen sich einer außergewöhnlichen Bedrohungslage gegenüber und müssen dennoch sicher von A nach B kommen. Nachdem BMW beim Vorgänger auf einen gepanzerten 7er verzichtet hatte, folgt nun das Comeback in diesem prestigeträchtigen Segment – und das offenbar nicht nur mit konventionell angetriebenen Varianten der 7er-Reihe, sondern auch mit dem vollelektrischen BMW i7.

Aufgrund der tiefgreifenden technischen Veränderungen für eine wirkungsvolle Panzerung und einen daraus resultierenden bestmöglichen Insassen-Schutz trägt der gepanzerte BMW 7er auch eine eigene interne Kennung: Während die reguläre Limousine das Kürzel G70 trägt, ist die gepanzerte Variante intern als G73 bekannt. Spannend ist, dass sich BMW hier nicht allein auf den konventionellen 760i mit V8-Biturbo stützt, sondern ausdrücklich auch einen gepanzerten BMW i7 an den Start bringen wird. Die besonders geschützte Elektro-Limousine wird es Staatschefs und anderen wichtigen Vertretern großer Organisationen erlauben, auch auf Fahrten mit erhöhtem Schutzbedarf lokal emissionsfrei unterwegs zu sein.

Gebaut werden der gepanzerte BMW 7er (G73) und sein elektrischer Ableger im BMW Werk Dingolfing. Die Panzerung und andere individuelle Umbau-Maßnahmen werden in einem Manufaktur-Prozess verbaut. Welche Schutzklasse die Luxuslimousinen maximal erfüllen können, ist derzeit noch nicht klar. Wir dürfen aber davon ausgehen, dass die Insassen mindestens vor dem Beschuss mit Waffen wie der AK-47 sowie einem Angriff mit Handgranaten und anderen kleineren Sprengsätzen geschützt sind – denn dieses Level erreicht bereits der BMW X5 Protection VR6.

Eine weitere Variante des nachhaltigen Antriebs für Sicherheitsfahrzeuge hatten die Münchner bereits vor über einem Jahr auf der IAA vorgestellt: Auch der noch in diesem Jahr kommende BMW iX5 mit Wasserstoff-Brennstoffzelle wäre theoretisch in einer gepanzerten Variante als iX5 Protection VR6 darstellbar.

Die aktuellen Fotos vom G7-Gipfel sind aber auch deshalb interessant, weil sie uns den BMW i7 erstmals in einer staatstragend-zurückhaltenden Konfiguration in Schwarz zeigen:

 

Oliver Zipse (Vorsitzender des Vorstands der BMW AG): “Zum ersten Mal werden wir auf Basis des BMW i7 ein vollelektrisches Hochsicherheitsfahrzeug auf die Straße bringen – ohne Kompromisse beim Schutz für unsere Kunden. Damit demonstrieren wir, wie Nachhaltigkeit und Sicherheit Hand in Hand gehen.”

Frank Weber (Mitglied des Vorstands der BMW AG für Entwicklung): “Der neue BMW i7 kombiniert ein einzigartiges vollelektrisches Fahrerlebnis mit dem fortschrittlichsten Technologiepaket in der gesamten Industrie. Deshalb war für uns völlig klar, dass wir auf Basis dieses Hightech-Produkts auch ein erstklassiges Hochsicherheitsfahrzeug anbieten werden.”