Während BMW Deutschland stark ins neue Jahr gestartet ist, bleibt die BMW Group in den USA knapp unter dem Niveau des Vorjahres: Für das erste Quartal meldet die US-Dependance einen Absatz von 84.231 Einheiten der Kernmarke BMW, was einem leichten Rückgang um 3,9 Prozent entspricht. Noch größer ist das Minus bei MINI USA, denn die Verkaufszahlen der Kleinwagen-Marke gingen im Vergleich zum starken Vorjahr gleich um 10,2 Prozent auf 6.261 Einheiten zurück. Für die BMW Group USA ergibt sich somit ein Rückgang um 4,3 Prozent auf 90.492 Einheiten.

Hauptverantwortlich für die geringeren Verkaufszahlen der Kernmarke sind die Pkw-Baureihen, deren Absatz um deutliche 17,3 Prozent zurückging. Stattdessen griffen deutlich mehr Kunden zu den größtenteils direkt in den USA produzierten SUV-Baureihen, die um 9,5 Prozent zulegen konnten. Zählt man auch die Kompakt-SUV X1 und X2 aus Regensburg hinzu, summieren sich die Verkäufe der X-Modelle auf 56.247 Einheiten, was einem Anteil von über zwei Drittel des US-Absatzes von BMW entspricht.

Deutlich zurückgegangen ist die amerikanische Nachfrage nach Elektroautos (BEV) und Plug-in-Hybriden (PHEV) von BMW: In Erwartung der Neuen Klasse, die dank der eDrive Gen6 erheblich mehr Reichweite als die bisherigen Modelle bietet, gingen die Verkaufszahlen für Auslaufmodelle wie den BMW i4 erwartungsgemäß zurück. Konkret wurden in Q1 2026 nur 9.856 xEV verkauft, was einem Rückgang um rund 50 Prozent entspricht. Deutlich sichtbar wird dieser Trend auch beim Absatz der 4er-Reihe, der über alle Antriebe hinweg um 49,9 Prozent schrumpfte.

Meistverkaufte Baureihe auf dem US-Markt war auch im 1. Quartal 2026 der BMW X5 (G05 LCI), der sich trotz des bereits in den Startlöchern stehenden Nachfolgers (X5 G65) um 7,1 Prozent auf 18.680 Einheiten steigern konnte. Knapp dahinter folgt der BMW X3 (G45), der auf 17.767 Einheiten kommt und damit imposante 58,1 Prozent über dem vom Modellwechsel geprägten Vorjahr liegt. Hinter den beiden großen SUV ergibt sich eine riesige Lücke, denn die 3er-Reihe (G20 LCI II) auf dem dritten Rang kommt trotz eines Wachstums um 10,2 Prozent lediglich auf 8.189 Einheiten.

Sebastian Mackensen (Präsident und CEO von BMW Nordamerika): “Unsere Ergebnisse in diesem Quartal spiegeln die Auswirkungen branchenweiter Markttrends wider. Trotz dieser Herausforderungen haben wir den Gesamtmarkt übertroffen. Auch in Zukunft sind wir von der Stärke unserer Marke und unserer Produkte überzeugt. BMW bietet weiterhin die modernste und vielfältigste Modellpalette an Verbrennern, Plug-in-Hybriden und vollelektrischen Fahrzeugen. Wir freuen uns besonders auf die bevorstehende Markteinführung des elektrischen BMW iX3, dem ersten Fahrzeug unserer Neuen Klasse, der heute zum World Car of the Year und zum Electric Vehicle of the Year gekürt wurde.”