BMW muss erneut einen Rückruf für hunderttausende Fahrzeuge starten, weil defekte Starter für Brandgefahr sorgen. Trotz der auf den ersten Blick ähnlichen Thematik wie beim Starter-Rückruf im Herbst 2025 handelt es sich aus technischer Sicht um ein ganz anderes Problem: War im Herbst ein möglicher Wassereintritt für defekte Starter-Relais verantwortlich und konnte unter Umständen auch lange nach dem Abstellen des Fahrzeugs ein Feuer auslösen, sorgen jetzt Produktions-Schwankungen bei den Startern für erhöhten Verschleiß. In beiden Fällen kann es zu einem Kurzschluss kommen, im jetzigen Fall tritt dieser aber nur während der Benutzung auf.

Sollte es zu einem Brand kommen, entsteht dieser schon während der Fahrt beziehungsweise beim Benutzen des Starters. Die betroffenen Kunden sollten demnach während der Fahrt auf entsprechenden Geruch achten sowie nach dem Abstellen zur Sicherheit kontrollieren, ob ihr Fahrzeug raucht und möglicherweise gerade ein Brand entsteht. Weltweit ist eine mittlere sechsstellige Zahl von BMW-Fahrzeugen verschiedener Baureihen betroffen, in Deutschland sind 28.580 Fahrzeuge mit dem möglicherweise defekten Starter unterwegs. "

Der Starter-Rückruf 2026 betrifft Modelle aus fast dem gesamten Modell-Portfolio mit Verbrennungsmotor, angefangen vom kompakten 2er Coupé bis hin zu den Edel-SUV X5 und X6. Konkret sind folgende Baureihen betroffen:

  • BMW 2er Coupé (G42)
  • BMW 3er Limousine (G20)
  • BMW 3er Touring (G21)
  • BMW 3er Langversion (G28)
  • BMW 4er Coupé (G22)
  • BMW 4er Cabrio (G23)
  • BMW 4er Gran Coupé (G26)
  • BMW 5er Limousine (G30)
  • BMW 5er Touring (G31)
  • BMW 6er GT (G32)
  • BMW 7er Limousine (G11)
  • BMW 7er Langversion (G12)
  • BMW X3 (G01)
  • BMW X4 (G02)
  • BMW X5 (G05)
  • BMW X6 (G06)
  • BMW Z4 (G29)

Ungewöhnlich ist, dass kein exakter Produktions-Zeitraum der betroffenen Fahrzeuge angegeben wird. Hintergrund hierfür ist, dass BMW zwar den kritischen Zeitraum der Starter-Produktion kennt und mit Juli 2020 bis Juli 2022 beziffert, aber die in dieser Zeit hergestellten Starter wurden dann je nach Werk und Baureihe zu unterschiedlichen Zeitpunkten in den Fahrzeugen verbaut. Außerdem gibt es die Option, dass einzelne Starter als Ersatzteil in Werkstätten verbaut wurden.

Aber keine Sorge: BMW kennt jede einzelne potenziell betroffene Fahrzeug-Identifikationsnummer (FIN) und kann die betroffenen Halter kontaktieren. In der Werkstatt wird das Starter-Relais betroffener Fahrzeuge kostenlos ausgetauscht.