Die CO2-Ziele der EU sind für viele Autobauer eine Hürde, die sie nicht überspringen können und deshalb eigentlich hohe Strafzahlungen leisten müssten. Die im vergangenen Jahr gelockerten Vorgaben der EU ersparen den deutschen Autobauern laut Spiegel-Informationen mehr als vier Milliarden Euro an Strafzahlungen – nur BMW profitiert davon mit keinem Cent, denn die Münchner erfüllen die strengen Vorgaben auch in der Fassung vor der jüngsten Lockerung. Konkret sind die CO2-Emissionen der europäischen BMW Group-Flotte im Jahr 2025 auf durchschnittlich 90 Gramm pro Kilometer reduziert worden, womit das Ziel von 92,9 Gramm deutlich unterboten wurde.
Im Vergleich zum Jahr 2024 konnte die BMW Group ihre europäischen CO2-Emissionen um 9,5 Prozent senken, damals hatte man die 100-Gramm-Marke mit 99,5 Gramm nur knapp unterboten. Maßgeblich für die Berechnung ist der Neuwagen-Absatz in den Ländern der EU sowie Norwegen und Island (EU27+2), der Absatz in Großbritannien spielt seit dem Brexit keine Rolle mehr. Wesentlicher Treiber für die erneut deutlich gesenkten CO2-Emissionen ist der wachsende Anteil von Elektroautos und Plug-in-Hybriden: Die Zahl der elektrifizierten Fahrzeuge steig 2025 auf mehr als 316.000, darunter waren über 202.000 reine Elektroautos (BEV). Der xEV-Anteil stieg somit auf 41,1 Prozent, der BEV-Anteil lag in der EU27+2-Region bei 26,3 Prozent.

Weltweit ist die Elektrifizierung noch nicht ganz so weit fortgeschritten: Im Jahr 2025 lag der BEV-Anteil der BMW Group bei 17,9 Prozent und selbst der weltweite xEV-Anteil blieb mit 26,1 Prozent knapp unter dem BEV-Anteil der EU27+2-Länder. Folglich liegt auf der Hand, dass auch die CO2-Emissionen der weltweiten BMW Group-Flotte noch nicht so niedrig liegen wie in Europa.
Mit der Einführung des BMW iX3 (NA5) im Frühjahr, des BMW i3 (NA) in der zweiten Jahreshälfte und vielen weiteren Neue Klasse-Modelle in den nächsten Monaten soll der xEV-Absatz weiter signifikant gesteigert werden. Damit dürfte BMW auch die schon jetzt unstrittige Rolle an der Spitze des elektrifizierten Premium-Markts verteidigen können, die sich im Vergleich mit Mercedes und Audi 2025 zeigt.
Oliver Zipse (Vorstandsvorsitzender der BMW AG): “Wir haben 2025 die ambitionierten CO2-Ziele in Europa erneut übererfüllt – und zwar ohne Flexibilisierung oder Pooling. Das unterstreicht: Technologieneutralität und konsequente CO2-Reduzierung sind kein Widerspruch, sondern gehen Hand in Hand. Entscheidend ist die Effizienz aller Antriebsformen, die wir unseren Kunden anbieten.”
Joachim Post (Mitglied des Vorstands der BMW AG, Entwicklung): “Jede vermiedene Tonne CO2 zählt. Deshalb verfolgen wir einen ganzheitlichen Entwicklungsansatz zur Dekarbonisierung, der weit über die Flotten-Emissionen hinausgeht. Wir reduzieren CO2 entlang des gesamten Lebenszyklus unserer Fahrzeuge – von der Lieferkette über die Produktion bis zur Nutzung.”

