Betrachtet man die Technischen Daten im Vergleich, kommt mit dem neuen Volvo EX60 der bisher schärfste Konkurrent für den BMW iX3 (NA5) aus Schweden – und nicht etwa aus Stuttgart, wo der Mercedes GLC EQ mit einem gewissen Rückstand antritt: Sowohl der BMW iX3 als auch der Volvo EX60 knacken (je nach Variante) die 800-Kilometer-Marke bei der WLTP-Reichweite, während der GLC “nur” bis zu 673 Kilometer schafft. Während der iX3 offiziell 805 Kilometer weit kommt, schafft der EX60 P12 sogar 810 Kilometer. Die theoretische Differenz dürfte in der Praxis auf diesem Niveau kaum jemals eine Rolle spielen, bei beiden Fahrzeugen ist Reichweiten-Angst definitiv nicht angebracht.
Eine ganz ähnliche Performance bieten die beiden Elektro-SUV auch an der Ladesäule: Beide können an einem 400 kW-Lader in rund 20 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen werden und so innerhalb kurzer Zeit jede Menge Energie für lange Strecken “tanken”. Anders als den BMW iX3 gibt es den Volvo EX60 von Beginn an in drei Varianten, die unterschiedliche Bedürfnisse bedienen: Wer die volle Reichweite will, muss zum Topmodell EX60 P12 mit 680 PS und 790 Newtonmeter Drehmoment sowie einem XXL-Akku mit 112 kWh Netto-Kapazität greifen. Darunter tritt der EX60 P10 mit 510 PS und 710 Newtonmeter an, was besser zum Leistungsniveau des iX3 50 passt – doch in diesem Fall gibt es im Schweden aufgrund eines kleineren Akkus mit 91 kWh auch “nur” bis zu 660 Kilometer Reichweite.

Als Einstiegsmodell fungiert der Volvo EX60 P6 mit 374 PS, 480 Newtonmeter und reinem Heckantrieb. Gegen ihn wird ab Ende 2026 der BMW iX3 40 antreten, der rund 60.000 Euro kosten soll. Das passt gut zum Basis-Preis des EX60 P6, der in Deutschland 62.990 Euro kosten wird. Bei den stärkeren Modellen ergibt sich allerdings ein gewisser Preisvorteil für den EX60: Für den P10 rufen die Schweden 65.990 Euro auf, während der iX3 50 mindestens 68.900 Euro kostet. Das Topmodell P12 ist mit deutlich mehr Leistung, größerer Reichweite und einem Grundpreis von 71.990 Euro fast schon ein Schnäppchen.
Bei den Abmessungen bewegen sich Volvo EX60 und BMW iX3 beinahe exakt auf Augenhöhe: Bei einer Länge von jeweils rund 4,80 Meter liegen ganze zwei Zentimeter zwischen den beiden Elektro-SUV, die sich auch bei Breite, Höhe und Kofferraumvolumen nur marginal unterscheiden. Trotz beinahe identischer Abmessungen ist der Radstand des Volvo sieben Zentimeter länger, was für kürzere Überhänge an Front und Heck sorgt. Im Kofferraum ist hier wie da Platz für rund 520 Liter, bei umgeklappter Rückbank wächst das Platzangebot auf 1.647 Liter beim EX60 und 1.750 Liter beim iX3. Absoluter Gleichstand herrscht unter der “Motorhaube” vorn, denn beide bieten ein Frunk-Volumen von exakt 58 Litern.
Im Innenraum setzt der EX60 Volvo-typisch auf ein sehr aufgeräumtes Cockpit mit klarer Struktur und relativ wenigen Elementen, gleiches lässt sich allerdings auch über den Innenraum der Neuen Klasse sagen. Zwar gibt es auch im Volvo zwei Displays, das kleinere hinter dem Lenkrad ist aber nicht ansatzweise mit dem Panoramic Vision Display des BMW iX3 vergleichbar. Auch ein Head-up-Display scheint im Volvo nach aktuellem Stand zu fehlen, zumindest gibt es bisher keine Hinweise auf ein entsprechendes Angebot.
So oder so ist klar: Mit dem EX60 hat Volvo ein attraktives Paket auf die Räder gestellt, das den Vergleich mit der Neuen Klasse nicht scheuen muss. Wer am Ende welches Fahrzeug bevorzugt, dürfte wie immer eine Frage des persönlichen Geschmacks bleiben.
(Fotos & Infos: Volvo)






































