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Allrad-Performance: Nissan GT-R vs. BMW M3 xDrive im Dragrace

Als der Nissan GT-R R35 2007 vorgestellt wurde, versetzte er viele Sportwagen-Fans in eine Art faszinierter Schockstarre: “Godzilla” beeindruckte mit Fahrleistungen, die für ein Fahrzeug seiner Gewichtsklasse zuvor völlig unerreichbar schienen. Das Geheimnis seiner Performance war und ist ein Allradantrieb, der konsequent auf höchstmögliche Kurvengeschwindigkeiten ausgelegt wurde und damit so manchen Sportwagen der 2000er-Jahre düpieren konnte. Seit 2022 sind erstmals auch BMW M3 (G80, G81) und M4 (G82, G83) mit Allradantrieb erhältlich und qualifizieren sich so für Drag-Races mit stehendem Start, bei denen sie mit reinem Hinterradantrieb bisher klar im Nachteil waren.

Pilot Tseno hat nun zwei besonders starke Exemplare von Nissan GT-R und BMW M3 Competition zum Drag-Race gebeten und liefert uns ein Video, das die enorme Beschleunigung gut sichtbar macht. Sowohl der Japaner als auch der Bayer treten mit Leistungssteigerung an, wobei im Fall des BMW M3 mit M xDrive der Wuppertaler Tuner Manhart für das Power-Upgrade verantwortlich ist. So kann der M3 mit satten 630 PS antreten, aber sein Konkurrent aus Japan geht sogar mit der Kraft von 700 PS an den Start:

Beide Allradler kommen extrem gut aus den Startlöchern und unterbieten ihre Werksangaben deutlich. Im Fall des BMW M3 mit M xDrive verspricht schon die “nur” 510 PS starke Serie einen Wert von 3,5 Sekunden, für den Nissan GT-R sind je nach Variante auch ab Werk Zeiten von unter 3,0 Sekunden möglich.

Im Rennen (ab Minute 1:10) zeigt der BMW M3, dass er mit Manhart-Tuning sogar in glatten 3,0 Sekunden von 0 auf 100 beschleunigen kann, die 200er-Marke fällt nach kaum mehr als 10 Sekunden. Für die Viertelmeile ergibt sich eine Zeit von 10,85 Sekunden. Obwohl der Nissan GT-R etwas langsamer auf 100 kommt, spielt er danach die Kraft seiner 700 PS aus und holt zwischen 100 und 200 knapp vier Zehntelsekunden auf den Bayern heraus. Wer im Duell der beiden Tuning-Allradler die Nase vorn hat, dürfte in der Praxis vor allem auf den Fahrer und sein Reaktionsvermögen ankommen – wie das Foto-Finish zeigt, haben beide ein sehr vergleichbares Potenzial.

(Foto: Manhart)

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