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Nach Q2: BMW Group meldet profitables erstes Halbjahr 2022

Mit einem Konzern-Ergebnis von 16,2 Milliarden Euro meldet die BMW Group trotz sehr herausforderndem Umfeld ein profitables erstes Halbjahr 2022. Das Ergebnis vor Steuern lag damit fast 66 Prozent höher als im ersten Halbjahr des Vorjahres, wobei sich die Neubewertung der BMW Group-Anteile an BMW Brilliance Automotive (BBA) positiv bemerkbar macht. Obwohl die weltweiten Verkaufszahlen vor dem Hintergrund der Chip- und Halbleiterkrise um 13,4 Prozent zurückgingen, konnten die Umsatzerlöse um 19,1 Prozent auf 65,912 Milliarden Euro gesteigert werden. Betrachtet man nur das zweite Quartal, ergibt sich sogar eine Steigerung der Umsatzerlöse um 21,6 Prozent auf 34,770 Milliarden Euro.

Für das zweite Halbjahr 2022 rechnet die BMW Group weiterhin mit schwierigen Rahmenbedingungen. Anhaltende Versorgungsengpässe bei Chips und Halbleitern sowie die unkalkulierbaren weiteren Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine und der zunehmenden Spannungen zwischen den USA und China machen Prognosen noch schwieriger als sonst. Momentan rechnen die Münchner damit, ihren Absatz im zweiten Halbjahr 2022 gegenüber dem Vorjahr “solide” steigern zu können – allerdings nicht in einem Umfang, der den Rückgang im ersten Halbjahr kompensieren kann. Für das Gesamtjahr wird der weltweite Absatz also aller Voraussicht nach unter dem Niveau des Jahres 2021 liegen, wenn auch weniger deutlich als im ersten Halbjahr. Ausdrücklich nicht Bestandteil dieser Prognose sind mögliche Auswirkungen eines Stopps der Gaslieferungen aus Russland, denn diese könnten sich unter Umständen auch auf Produktion von Zulieferern und die Fähigkeit zur Automobilproduktion in den europäischen Werken der BMW Group auswirken.

Beim Blick auf den Absatz nach Regionen spielen Asien und China weiterhin die Hauptrolle, die aktuellen Entwicklungen gehen aber auch an diesen Märkten nicht spurlos vorbei: Mit einem Rückgang um 14,6 Prozent im ersten Halbjahr 2022 ist Asien am deutlichsten vom Vorjahreszeitraum entfernt, Europa ist mit Minus 14,0 Prozent aber kaum besser. Weniger stark betroffen zeigen sich bisher die USA, wo der Rückgang mit 9,0 Prozent vergleichsweise moderat ausfällt. Wichtigster Einzelmarkt bleibt weiter mit großem Abstand China: 379.524 Einheiten bedeuten, dass fast ein Drittel des weltweiten Absatzes der BMW Group in China stattgefunden hat.

 

Oliver Zipse (Vorstandsvorsitzender der BMW AG): “Gerade unter widrigen Rahmenbedingungen zeichnet sich die BMW Group durch ein hohes Maß an Resilienz aus. Das Unternehmen erkennt frühzeitig Veränderungen im wirtschaftlichen Umfeld und kann entsprechend gegensteuern. Unsere hohe Flexibilität und operative Leistungskraft haben sich dabei immer wieder als wirksame Kombination erwiesen, um den Erfolgskurs der BMW Group auch in rauem Fahrwasser sicherzustellen. Auf diese Stärke wird es jetzt wieder ankommen, da wir zusätzlich zu den anhaltenden Versorgungsengpässen auch einen zunehmenden wirtschaftlichen Gegenwind aufziehen sehen.
Emotionale Produkte und innovative Technologien sind und bleiben das Rückgrat unseres Geschäftserfolgs. Unser schnell wachsendes Angebot vollelektrischer Fahrzeuge mit dem BMW Operating System 8 überzeugt Kunden wie Experten gleichermaßen – und ist heute bereits ein zentraler Treiber unseres Absatzes.
Ab 2025 werden wir mit der NEUEN KLASSE den nächsten großen Sprung machen: Die NEUE KLASSE definiert, wofür die BMW Group in Zukunft steht. Zum Start planen wir eine kompakte Limousine im 3er Segment und ein sportliches SUV. Ende des Jahrzehnts soll die NEUE KLASSE bereits mehr als die Hälfte unseres Absatzes ausmachen.”

Nicolas Peter (Finanzvorstand): “Unsere Investoren wissen: Die BMW Group hat die finanzielle Stärke, um heute in ihren Erfolg von morgen zu investieren. Wir steuern das Unternehmen mit strategischer Weitsicht durch den tiefgehenden Wandel. Wir stellen es so auf, dass es dank der Innovationskraft und Expertise seiner Mitarbeiter heute und in Zukunft eine führende Rolle bei der nachhaltigen Mobilität einnimmt.”

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