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BMW-Chef Reithofer: ‘Vorsprung zum Wettbewerb nur gering’

Der Kampf um die Spitze des Premium-Segments im Automobilbau bleibt auch in Zukunft hart. Dazu tragen nach Überzeugung von BMW-Chef Norbert Reithofer nicht nur die Autobauer aus Stuttgart und Ingolstadt bei, auch neue Wettbewerber aus anderen Branchen müsse man auf dem Schirm haben. In einem der Automobilwoche vorliegenden internen Schreiben fordert Reithofer die Belegschaft auf, weiterhin an einem Strang zu ziehen und hart daran zu arbeiten, die Mobilität von morgen auf die Straße zu bringen.

“Unser Vorsprung zum Wettbewerb ist jedoch nur noch gering. Auch neue Mitspieler wie Softwarekonzerne drängen auf den Markt”, zitiert die Automobilwoche den Vorstandsvorsitzenden, der im Mai 2015 in den Aufsichtsrat wechseln und Platz für seinen Nachfolger Harald Krüger machen wird.

Für das kommende Jahr 2015 spricht Norbert Reithofer von insgesamt 15 Serien-Anläufen neuer oder überarbeiteter Produkte bei BMW und MINI, was bei genauerer Betrachtung keine Überraschung darstellt: Neben dem neuen BMW 7er G11, dem BMW X1 F48 und dem BMW 2er Gran Tourer F46 sind auch die Facelifts der drei BMW 6er-Varianten, der zwei BMW 1er-Varianten und der kompletten BMW 3er-Reihe geplant, hinzu kommen die Produktionsstarts von MINI Clubman F54 sowie neuer oder überarbeiteter M- und M Performance-Modelle.

Im Jahr 2014 wird die BMW Group mit relativ großem Abstand als weltweit erfolgreichster Anbieter von Premium-Automobilen abschließen, auf den Lorbeeren ausruhen darf man sich aber keinesfalls. Sowohl Mercedes-Benz als auch Audi wollen ihren Rückstand mit neuen Modellen verkürzen.

Um die Konkurrenz weiter in Schach halten zu können, habe Reithofer bereits die Entwicklung neuer Baukästen in Auftrag gegeben – so können die immer zahlreicheren Modellvarianten in Zukunft mit noch mehr Gleichteilen und folglich noch profitabler gebaut werden, ohne das Kundenerlebnis zu schmälern.

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