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BMW i3: Nur 4 Sterne im Euro NCAP Crashtest trotz Carbon-Fahrgastzelle

Die Zeiten relativ einfach verdienter Bestnoten im Euro NCAP Crashtest sind unübersehbar vorbei: Wie bisher alle anderen Kleinwagen, die nach dem Ranking 2013 beurteilt wurden, hat auch der BMW i3 die Bestnote in Form von fünf Sternen verfehlt. 4 Sterne können für das Elektroauto dennoch als Enttäuschung bezeichnet werden, denn in der öffentlichen Wahrnehmung spielen die immer wieder verschärften Richtlinien kaum eine Rolle, fünf Sterne werden speziell bei Premiummarken nicht selten als Selbstverständlichkeit wahrgenommen.

Kaum Anlass zur Kritik liefert die Insassen-Sicherheit: 86 Prozent für erwachsene Insassen und 81 Prozent für Kinder entsprechen dem aktuellen Stand anderer nach 2013er-Testschema bewerteten Kleinwagen, grenzen den neuen BMW i3 aber trotz seiner besonders steifen Carbon-Fahrgastzelle nicht von konventionell gebauten Fahrzeugen ab.

Bei den meisten Unfällen sollen Aluminium-Elemente an Front und Heck die Aufprallenergie aufnehmen und die Insassen so vor zu hohen Beschleunigungs-Kräften schützen. Erst bei sehr schweren Unfällen kommt die Carbon-Fahrgastzelle zum Tragen und sorgt für einen großen Überlebensraum. Auch beim seitlichen Pfahl-Aufprall konnte der ohne B-Säule gebaute BMW i3 die Insassen gut schützen.

Enttäuschend wenig Punkte sicherte sich der BMW i3 beim Fußgängerschutz: Zwar ist die Stoßstange laut den Testern sehr gut geeignet, um schwere Verletzungen zu vermeiden, der untere Rand der Frontscheibe und die A-Säulen sind allerdings robust und können bei einem Aufprall mit dem Kopf nicht nachgeben.

Auch die Assistenzsysteme des BMW i3 werden im Euro NCAP-Testschema mit einer Bewertung von nur 55 Prozent abgestraft, was unter anderem an einem fehlenden Gurtwarner für die Rückbank liegt. Das komplette, ausführliche Test-Ergebnis liefert die folgende PDF-Datei.

(Bilder & Infos: Euro NCAP)

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