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BMW Quartalsbericht Q1 2023: EBIT-Marge steigt auf über 12%

Auf Basis hoher Nachfrage und starker Verkaufszahlen weltweit konnte die BMW Group im 1. Quartal 2023 auch ihre Marge weiter steigern. Im Automobilsegment kletterte der wichtige Indikator von 8,9 Prozent im Vorjahr auf 12,1 Prozent in Q1 2023. In absoluten Zahlen wuchs das Ergebnis vor Finanzergebnis (EBIT) allein im Segment Automobile von 2,367 auf 3,777 Milliarden Euro. Die EBT-Marge für den Gesamtkonzern lag in den ersten drei Monaten des neuen Jahres sogar bei 13,9 Prozent. Auf den ersten Blick liegen Finanzergebnis und Konzernergebnis zwar klar unter Vorjahr, aber das ist auf den damals wirkenden Einmaleffekt der Vollkonsolidierung von BMW Brilliance Automotive (BBA) zurückzuführen.

Wichtigster Treiber des Absatzes waren die Elektroautos, die inzwischen für 11 Prozent der weltweiten Verkaufszahlen stehen. Dieser Anteil soll in den nächsten Quartalen noch deutlich steigen, denn für das Gesamtjahr 2023 rechnen die Verantwortlichen sogar mit einem BEV-Anteil von 15 Prozent. Bemerkenswert ist auch, dass die reinen Elektroautos (BEV) inzwischen wesentlich gefragter sind als die Plug-in-Hybride (PHEV): In Q1 2023 verkauften BMW und MINI zusammen 64.647 Elektroautos, dem stehen nur 45.839 PHEV gegenüber.

Wie üblich erhalten wir mit den Quartalszahlen auch einen relativ detaillierten Blick auf den weltweiten Absatz nach Baureihen. Im ersten Quartal 2023 war demnach die Pkw-Mittelklasse mit 3er- und 4er-Reihe das gefragteste Segment, beide Baureihen stehen zusammen für 119.234 Einheiten. Mit fast 25.000 Einheiten Rückstand folgen die Mittelklasse-SUV X3 und X4, die gemeinsam für 95.885 Neuwagen stehen. Auf den Rängen dahinter folgen 5er und 6er, X5 und X6 sowie X1 und X2.

Die Prognosen der BMW Group für das Gesamtjahr 2023 bleiben angesichts des volatilen Umfelds unter Vorbehalt, werden aber dennoch bestätigt: Die Münchner rechnen nach wie vor mit einem leichten Absatz-Wachstum und dürften demnach rund 2,5 Millionen Fahrzeuge ihrer Marken BMW, MINI und Rolls-Royce absetzen. Für die EBIT-Marge erwarten die Verantwortlichen einen Wert im üblichen Korridor von 8 bis 10 Prozent, weil die Marge durch Konsolidierungseffekte in Höhe von 1,5 Milliarden Euro oder rund einem Prozentpunkt belastet wird.

 

Oliver Zipse (Vorstandsvorsitzender der BMW AG): “Das erste Quartal unterstreicht: Überzeugende Produkte sind die beste Antwort auf ein anhaltend herausforderndes Umfeld. Sowohl unsere elektrischen Fahrzeuge als auch unsere Modelle mit modernster Verbrennertechnologie begeistern die Kunden weltweit. Dabei ist eine hohe Flexibilität verbunden mit unserer operativen Leistungskraft die Grundlage, um den Erfolgskurs der BMW Group auch bei Gegenwind weiterhin sicherzustellen.”

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