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Rolls-Royce Spectre: Elektro-Coupé beginnt das dritte Kapitel

Die Geschichte von Rolls-Royce ist bereit für ihr nächstes Kapitel: 2023 kommt mit dem Spectre das erste in Serie gebaute Elektroauto der britischen Luxusmarke auf die Straße. Er ist der Beginn des Elektro-Zeitalters für die Marke und schlägt damit das Kapitel Rolls-Royce 3.0 auf. Derzeit absolviert der Wraith-Nachfolger sein Testprogramm in aller Welt, um seine Einsatzfähigkeit auch unter härtesten Bedingungen unter Beweis zu stellen. Insgesamt umfasst das Testprogramm eine Strecke von 2,5 Millionen Kilometern, auf denen aufgrund der bewusst besonders anspruchsvollen Belastungen rund 400 Jahre normale Nutzung simuliert werden. Nur 25 Prozent dieses Mega-Testprogramms sind bereits absolviert, die verbleibenden 75 Prozent folgen mit zahlreichen Prototypen in den kommenden Monaten.

Ausgehend vom BMW-Testzentrum in Arjeplog hat der Rolls-Royce Spectre nun seine Winter-Tauglichkeit unter Beweis gestellt. In der extremen Kälte Lapplands wurde das Elektroauto bei bis zu Minus 40 Grad Celsius auf die Probe gestellt, wobei die Entwickler natürlich von der jahrelangen Erfahrung mit BMW eDrive-Antrieben für andere Elektroautos der BMW Group profitieren. Die Ansprüche sind im Fall eines Rolls-Royce aber naturgemäß noch höher: Geräusch-Komfort und Harmonie des Antriebs müssen selbst für die verwöhnte Klientel der britischen Luxusmarke neue Maßstäbe setzen und sich spürbar davon abheben, was andere Elektroautos unserer Zeit bieten können.

Die aktuellen Erlkönig-Fotos zeigen dabei deutlich, dass sich auch der Rolls-Royce Spectre am großen Design-Trend des Auto-Jahrgangs 2023 beteiligen wird: Genau wie einige andere Modelle – darunter das BMW X7 Facelift, der neue BMW 7er (G70) und der antriebstechnisch relativ eng verwandte BMW i7 – setzt auch das neue Luxus-Coupé aus Goodwood auf horizontal geteilte Split-Headlights. Wie die zweigeteilten Scheinwerfer letztlich wirken, lässt sich aufgrund der Tarnung noch nicht beurteilen.

Zur konkret verbauten Technik äußert sich Rolls-Royce derzeit noch nicht, aber man darf davon ausgehen, dass sich die Kunden kaum mit weniger als 600 Kilometer WLTP-Reichweite oder unter 600 PS zufrieden geben würden. Und weil es bei Rolls-Royce immer darum geht, selbst hohe Erwartungen noch zu übertreffen, werden die Eckpunkte des Serienfahrzeugs mit einiger Wahrscheinlichkeit noch ein Stück höher liegen.

 

Torsten Müller-Ötvös (Chief Executive Officer, Rolls-Royce Motor Cars): “Die Ankündigung jedes neuen Rolls-Royce-Automobils ist mit großen Erwartungen verbunden, aber Spectre ist zweifellos das am meisten erwartete Produkt in der modernen Geschichte der Marke. Denn es ist viel mehr als ein Produkt. Es ist ein Symbol für unsere glänzende, mutige elektrische Zukunft und steht für eine seismische Veränderung in unserer Antriebsstrangtechnologie.
Aus diesem Grund haben wir ein Testprogramm geschaffen, das so bedeutend und historisch ist wie Spectre selbst. Das außergewöhnliche Unterfangen, Spectre beizubringen, wie ein Rolls-Royce zu denken und sich zu verhalten, wird 2,5 Millionen Kilometer umfassen, was eine Simulation von mehr als 400 Jahren Einsatz für einen Rolls-Royce darstellt. Heute kann ich bestätigen, dass 25% dieser Reise abgeschlossen sind und die Ergebnisse unsere ehrgeizigsten Erwartungen erfüllt haben.”

Mihiar Ayoubi (Technischer Direktor, Rolls-Royce Motor Cars): “Die Verfeinerung des vollelektrischen Antriebsstrangs, der Spectre zugrunde liegt, stellt die eigentliche Definition von Ingenieurwesen in Frage. Die Abkehr von Verbrennungsmotoren ermöglicht es uns, die Rechenleistung unserer einzelnen Komponenten deutlich zu steigern und eine dezentrale Intelligenz zu schaffen. Wir bezeichnen diese beispiellose Ära, in der wir von einer Multi-Control-, Multi-Channel- und stark vernetzten elektronischen und elektrischen Antriebsstrangarchitektur profitieren, als ‘Rolls-Royce 3.0’.
Unsere Aufgabe ist es, jeder Komponente und jedem System beizubringen, wie ein Rolls-Royce zu denken, sich zu verhalten und zu kommunizieren, wobei ein Großteil der Technik von der Werkstatt in den digitalen Raum verlagert wird. Hier in Arjeplog haben wir eine bedeutende Grundlage geschaffen, auf der wir einen echten Rolls-Royce erschaffen werden. Das ist ein großer Schritt nach vorn für unsere Marke, aber auch für die Elektrifizierung – auch wenn Spectre noch in den Kinderschuhen steckt, kann ich bestätigen, dass die Technologie in der Lage ist, das Rolls-Royce-Erlebnis zu beinhalten.”

(Fotos & Infos: Rolls-Royce)

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