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BMW-Produktion in Russland: Vertrag mit Avtotor verlängert

Die lokale Produktion der BMW Group in und für Russland läuft bereits seit dem Jahr 1999, nun wurde der Vertrag mit Avtotor bis zum Jahr 2028 verlängert. Im BMW Werk Kaliningrad findet zwar keine komplette Produktion wie in anderen Werken statt, aber durch die sogenannte Completely Knocked Down-Methode (CKD) können hohe Einfuhrzölle für importierte Fahrzeuge weitgehend umgangen werden: Die komplett in Einzelteile zerlegten (completely knocked down) Fahrzeuge werden erst in Russland zusammengeschweißt, lackiert und endmontiert und fallen daher nicht unter die Regelungen für den Automobil-Import.

In Russland gebaut werden folglich vor allem die Modelle, die sich bei der lokalen Zielgruppe besonders großer Beliebtheit erfreuen: Neben dem BMW 5er handelt es sich um die großen, luxuriösen und besonders Prestige-trächtigen SUV-Modelle BMW X5, X6 und X7. Durch die lokale Produktion vor Ort können diese Luxusgüter deutlich günstiger angeboten werden als im Fall einer regulären Produktion im Ausland mit anschließendem Import kompletter Fahrzeuge.

Mit etwas mehr als 40.000 Einheiten pro Jahr zählt Russland zwar nicht zu den wichtigsten Märkten der BMW Group, aber der Markt für Premium-Automobile hat sich in den letzten Jahren deutlich positiv entwickelt und das Potenzial ist gerade in den Metropol-Regionen Moskau und Sankt Petersburg unbestreitbar.

Die Geschichte der BMW-Produktion in Russland begann im Jahr 1999 mit der damaligen 5er-Generation E39, die den Auftakt für das Montagewerk Kaliningrad darstellte. Nach dem E39 wurde auch der E60 und der F10 in Russland gebaut, im Jahr 2013 konnte mit einer weißen 5er Limousine der einhunderttausendste BMW aus russischer Produktion gefeiert werden. Inzwischen läuft seit mehreren Jahren auch der aktuelle 5er (G30) in Kaliningrad vom Band. Der Vertrag zwischen der BMW Group und Avtotor wäre regulär im März 2022 ausgelaufen, wurde nun aber wenige Wochen vor seinem Ende langfristig verlängert.

 

Irina Shramko (Generaldirektorin der BMW Group Russia): “Die fortgesetzte Zusammenarbeit und der Ausbau der Produktion in den Werken unseres russischen Partners werden vor dem Hintergrund der wachsenden Nachfrage nach BMW Automobilen in Russland eine stabile Auslieferung der beliebtesten Modelle an die Kunden sicherstellen. Darüber hinaus wird die Weiterentwicklung der lokalen Produktion unter Berücksichtigung der zentralen Anforderungen der staatlichen Regulierung der russischen Automobilindustrie unsere Position für die langfristige Präsenz unseres Unternehmens am Markt stärken.”

Ruslan Sadykov (Generaldirektor von JSC Avtotor): “Wir freuen uns, dass sich unser langjähriger Partner für die Fortsetzung der Zusammenarbeit entschieden hat, die zum groß angelegten Investitionsprogramm von Avtotor im Rahmen der kürzlich unterzeichneten Zusatzvereinbarung zum Sonderinvestitionsvertrag beitragen wird. Die neuesten Technologien und fortschrittlichen Produktionsmanagement-Praktiken, die dank der Teilnahme unseres deutschen Partners in das Projekt eingebracht wurden, werden zur Entwicklung neuer technologischer Kompetenzen auf dem Territorium der Russischen Föderation, insbesondere in der Region Kaliningrad, beitragen.”

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