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Bündig integriert: BMW-Patent für neuen Seitenscheiben-Look

Auf der Suche nach maximaler aerodynamischer Effizienz und einzigartigem Design hat BMW nun die Seitenscheiben ins Visier genommen: Nachdem aktuelle Modelle bereits über flächenbündig integrierte Türgriffe verfügen, zählen die Scheiben und Außenspiegel zu den letzten ernsthaft aus einer glatten Form herausragenden Elementen. Während die heute sehr großen Außenspiegel bei entsprechender Akzeptanz perspektivisch durch schmale Kamera-Träger ersetzt werden könnten, scheint bei den Fenstern bisher keine Lösung für eine bündige Einfassung in Sicht. Zwar sind Concept Cars und Studien immer wieder mit flächenbündig integrierten Seitenscheiben zu sehen, in die Serie hat es bisher aber keine solche Lösung geschafft.

Laut CarBuzz.com hat BMW nun aber ein Patent eingereicht, das genau dieses Problem lösen will: Die Seitenscheiben der Zukunft sollen nicht nur rahmenlos sein, sondern auch eine bündige Verbindung zwischen Tür und Dach herstellen. Die beim bisherigen Design unvermeidbaren Verwirbelungen an den Rändern der Scheiben würden damit der Vergangenheit angehören, die aerodynamische Effizienz der Fahrzeuge könnte weiter verbessert werden. Damit die Fenster dennoch heruntergefahren und damit geöffnet werden können, müssen sie natürlich weiterhin im Inneren der Tür verschwinden können. Diesen Zielkonflikt will BMW lösen, indem die Scheiben erst im vollständig nach oben gefahrenen Zustand die letzten Millimeter nach außen gedrückt werden, wodurch sich eine bündige Fläche ergeben kann.

Eine ähnliche Technik wird seit vielen Jahren bei Schiebe-Hebe-Dächern angewandt, die im geschlossenen Zustand ebenfalls bündig mit dem Dach abschließen. Genau wie beim Dach stellt eine solche Lösung die Entwickler auch bei den Seitenscheiben vor zusätzliche Herausforderungen, damit die Fenster und Türen auch bei Regen zuverlässig schließen und keine vermeidbaren Windgeräusche verursachen. Das neue Fenster-Patent könnte theoretisch auch mit den nach oben schwingenden Luxus-Türen kombiniert werden, für die BMW ebenfalls kürzlich ein Patent angemeldet hat.

Genau wie im Innenraum des iX versuchen die Designer auch im Exterieur, immer mehr Funktionen unauffällig in das Design zu integrieren und so auf den ersten Blick unsichtbar zu machen. Ein Großteil der Sensorik befindet sich beispielsweise im Bereich der Doppel-Niere des iX, die ihre historische Funktion als Lufteinlass für den Elektroantrieb allerdings nicht mehr erfüllen muss. Stattdessen verbirgt sie Sensoren für Assistenzsysteme und autonomes Fahren, wobei die Frontkamera auch mit Wischwasser gereinigt werden kann – genau wie die in das BMW-Logo am Heck integrierte Rückfahrkamera. Der Wischwasser-Einfüllstutzen verbirgt sich unter dem BMW-Logo, denn die Motorhaube vorn soll vom Kunden gar nicht mehr geöffnet werden. Wie unauffällig sich diese Funktionen inzwischen integrieren lassen, zeigen die folgenden Fotos:

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