BimmerToday Deutschland

Antikörperstudie der LMU: BMW unterstützt KoCo19 in München

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie unterstützt die BMW Group die Forscher der LMU München. Von den Experten des Tropeninstituts am LMU-Klinikum wird im Rahmen des Projekts „KoCo19“ eine groß angelegte Antikörper-Studie durchgeführt, bei der mit Hilfe von Stichproben in Münchner Haushalten Erkenntnisse zur tatsächlichen Verbreitung des Coronavirus gewonnen werden sollen. Der kurze Name KoCo19 steht für „Prospektive COVID-19 Kohorte München“, wobei in einem Zeitraum von mehreren Wochen die Bewohner von bis zu 3.000 repräsentativ ausgewählten Münchner Haushalten untersucht werden sollen.

Die repräsentative Stichproben-Analyse ist auf einen Zeitraum von zwölf Monaten angelegt und umfasst Münchner aller Altersgruppen. Sie soll messbar machen, wie sich die aktuellen Kontakt-Beschränkungen und zunehmende Lockerungen auf die Ausbreitung der Coronaviren und der von ihnen ausgelösten Krankheit COVID-19 auswirken. Alle Teilnehmer können per App ein digitales Symptom-, Kontakt- und Aufenthaltstagebuch führen. Sollten bei den Probanden akute Symptome einer Erkrankung auftauchen, sind auch zwischen den geplanten Tests weitere Untersuchungen möglich.

Bei der Untersuchung auf Antikörper können die Forscher erkennen, wer bereits eine Infektion mit dem Coronavirus überstanden hat. Da COVID-19 in vielen Fällen fast oder sogar weitestgehend symptomfrei verläuft und längst nicht jeder infizierte überhaupt einen Arzt aufsucht, eignen sich eigentlich nur Antikörpertests für Ermittlungen zur tatsächlichen Verbreitung der Krankheit.

Die BMW Group unterstützt KoCo19 durch die kostenlose Bereitstellung mehrerer Fahrzeuge. Diese sind notwendig, damit die Tester zügig von einem Haushalt zum nächsten fahren können und so innerhalb kurzer Zeit möglichst viele Stichproben durchführen können. Zum Einsatz kommen mehrere Fahrzeuge, darunter offenbar ein BMW 3er Touring G21 und ein MINI John Cooper Works Cabrio.

Neben der BMW Group unterstützen auch Accenture und Mercedes-Benz München das vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, dem LMU Klinikum und dem Helmholtz Zentrum München finanzierte Projekt. Weitere Informationen gibt es direkt auf KoCo19.de.

Prof. Michael Hölscher (Direktor des Tropeninstituts am LMU Klinikum München): „Um der Pandemie intelligent begegnen zu können, müssen wir die Ausbreitung von SARS-CoV-2 genau verstehen und abschätzen können, wie viele Menschen die Infektion schon erfolgreich überstanden haben. Dies wird in den nächsten Monaten einer der wichtigsten Parameter für die Steuerung der Maßnahmen zum ‚Social Distancing’ sein. Repräsentative Stichproben sind hierfür ein gutes Instrument.”

Prof. Dr. med. Matthias Tschöp (CEO am Helmholtz Zentrum München): „Die blitzschnelle Organisation dieser Zusammenarbeit, zu der beispielsweise unsere besten Köpfe für Modellierung in der künstlichen Intelligenz beitragen, zeigt das funktionierende Miteinander der medizinischen Spitzenforschung in München.“

(Fotos: LMU München)

Exit mobile version