Autoindustrie: BMW-Vorstand kritisiert ‘Fehlverhalten Einzelner’

News | 8.09.2017 von 19

Mit ungewöhnlich deutlichen Worten hat sich Klaus Fröhlich, Mitglied des Vorstands der BMW AG und zuständig für Entwicklung, über den Diesel-Skandal und seine Auswirkungen auf …

Mit ungewöhnlich deutlichen Worten hat sich Klaus Fröhlich, Mitglied des Vorstands der BMW AG und zuständig für Entwicklung, über den Diesel-Skandal und seine Auswirkungen auf die Autoindustrie im Allgemeinen geäußert. Die ganze Branche habe nun damit zu kämpfen, dass sich Einzelne nicht korrekt verhalten hätten – der Schaden trifft alle, auch die nicht an illegalen Machenschaften beteiligten Autobauer wie BMW. Dabei kritisiert Fröhlich nicht nur das Fehlverhalten, sondern betont auch ausdrücklich die Gesetzestreue der BMW Group. Die in der Folge des Diesel-Skandals beschlossenen Maßnahmen bezeichnet Fröhlich zum Teil als irrational.

In seinen weiteren Ausführungen unterstreicht der Entwicklungsvorstand, dass BMW trotz des unverschuldeten Schadens aus dem Diesel-Skandal gut aufgestellt ist. Gerade im Bereich Elektromobilität sieht er das Unternehmen gut aufgestellt und teilt mit Blick auf kommende Elektroautos auf der Basis von Großserien-Fahrzeugen einen klaren Seitenhieb an die Konkurrenz aus: “während BMW i damit die zweite Stufe zündet, investieren Wettbewerber noch in Solitär-Plattformen.”

Das Statement von BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich im Wortlaut:

Seit 2001 fokussieren wir uns mit den zwei Marken BMW und MINI auf Premium sowie mit Rolls-Royce auf exklusiven Luxus.

2007 sind wir dann mit der Strategie Number ONE in eine neue Dimension hineingewachsen. Mit dieser Strategie haben wir auch neue Services, unser Maßnahmenpaket BMW EfficientDynamics und – besonders – BMW i auf die Straße gebracht – unser Konzept für nachhaltige Mobilität.

Die Strategie Number ONE war erfolgreich.

Und auch die Weiterentwicklung aus 2016 – die NUMBER ONE > NEXT – ist schon in voller Umsetzung und wird neue Maßstäbe setzen. Unsere Entwicklungsarbeit, unsere Innovationskraft waren und sind die Grundlage dafür.

Wir haben in den letzten zwei Jahren nochmals beschleunigt und aufgebaut, um an der Spitze zu bleiben. Dies war notwendig!

Denn, das Umfeld hat sich deutlich verändert. Die Situation ist volatiler und angespannter, als sie es noch vor 10 Jahren war.

1. Durch das Fehlverhalten Einzelner hat unsere Industrie viel an Glaubwürdigkeit und Vertrauen verloren. Folge davon sind nun auch verstärkte – zum Teil irrationale – Regulationsansätze. So beschleunigt sich weltweit die leider uneinheitliche Regulation bezüglich Verbrauch, Emissionen und Sicherheit noch weiter.

Die BMW Group hat hier immer eine klare Haltung gezeigt:

Wir waren die einzigen, die die freiwillige Selbstverpflichtung für CO2 Emissionen eingehalten haben. So konnten wir seit 1995 die CO2-Emissionen im Flottendurchschnitt um über 40 Prozent reduzieren.
Robuste Emissionsabsenkung bedeutet für uns auch, dass wir uns an der Intention und nicht nur am Buchstaben des Gesetzes orientieren. Deshalb erzielen wir in unabhängigen Vergleichen die niedrigsten Emissionen und differenzieren uns mit überlegener Technik vom Wettbewerb.

2. Etablierte Wettbewerber wandeln sich und neue Wettbewerber wollen sich Marktanteile sichern. Elektrifizierung und Digitalisierung sind die beiden großen ‚Game Changer‘. Der Eintritt digitaler Akteure ist eine neue Art des Wettbewerbs. Die neuen Konkurrenten fokussieren sich ausschließlich auf Zukunftstechnologien und arbeiten mit den Daten ihrer Kunden.

Wir haben deshalb Kompetenzen aufgebaut, Prozesse angepasst und intelligentes Partnering betrieben. Wir haben auf Angriff umgeschaltet, denn wir wollen unsere Führung in der Premiummobilität behaupten – gegen bekannte und neue Wettbewerber. Das gilt auch für Elektromobilität, autonomes Fahren und das vernetzte Fahrzeug. Und BMW i – das Original – ist dafür unsere Innovationsplattform.

Dabei nutzen wir auch neue Ansätze.

So haben wir uns bereits in 2016 in der Forschung & Entwicklung organisatorisch neu aufgestellt. Dabei richten wir uns konsequent an den zwei wesentlichen Schwerpunkten aus:

Digitalisierung mit dem Ausbau der Connectivity, dem Einsatz künstlicher Intelligenz und der Entwicklung autonom fahrender Premium-Automobile.

Antriebstechnik mit EfficientDynamics NEXT ICEs (Verbrennungsmotoren) mit 48 Volt und der Entwicklung elektrifizierter Fahrzeuge mit Batterie oder Brennstoffzelle.

Der Trend zur Elektromobilität ist unumkehrbar, aber er wird über die Welt unterschiedlich und vor allem unterschiedlich schnell erfolgen (die Entwicklung in China ist nur ein Beispiel hierfür). Märkte und Kunden auf der ganzen Welt werden noch lange sehr unterschiedliche Antriebe nachfragen.

Deshalb haben wir uns als weltweit einziger Hersteller entschieden, dass wir ab 2020 in allen Klassen Autos aller Antriebe – je nach Marktwunsch – anbieten können: moderne, effiziente und saubere Verbrenner, Plug-in Hybride oder mit vollelektrischem Batterieantrieb.

Unsere uneingeschränkte Handlungsfähigkeit stellen wir durch unsere voll flexiblen Architekturen und Baukästen sicher. Künftig können wir mit unseren neuen Fahrzeug-Architekturen und flexiblen Werken schnell entscheiden, welche und wie viele Modelle wir mit welchem Antrieb produzieren.

Wir waren auch der einzige Hersteller, der schon 2010 entschieden hat, den PHEV in all unsere Architekturen für Heck- und Frontantrieb zu integrieren. Deshalb können wir in 2017 bereits neun elektrifizierte Fahrzeuge anbieten.

Damit sind wir jetzt schon der drittgrößte Anbieter von Elektromobilität.

Im Rahmen der Weiterentwicklung der beiden Architekturen und der Verdopplung der Speicherenergieinhalte haben wir jetzt auch die Befähigung für die BEV Integration durchgeführt. Wir werden auf der einen Seite Fahrzeugarchitekturen haben und auf der anderen Seite Baukästen für Antriebe. Das erhöht unsere Flexibilität einzigartig.

Die schon 5. Generation unserer Elektroantriebe wird 2021 mit dem BMW iNEXT gelauncht. Dabei handelt es sich um einen skalierbaren modularen Baukasten, was heißt, dass die Technologie dann auch in Modelle passt, die bereits heute auf den Markt kommen. So können wir jedes Modell je nach Marktnachfrage auch teil- oder voll-elektrifizieren.

Damit haben wir für uns ideale Voraussetzungen geschaffen:

Reine Batteriefahrzeuge werden in die Breite und in die großen Volumen gehen und volle Alltagstauglichkeit mit bis zu 700 km Reichweite haben.

Die Plug-in Hybride werden als sogenannte ‚Power PHEV‘ bzgl. Fahrfreude und mit bis zu 100 km Reichweite Maßstäbe setzen.

Und die verbrennungsmotorischen Antriebe werden mit 48 Volt Rekuperations-Systemen und maximaler Emissionsabsenkung auch weiterhin Maßstäbe setzen.

Wir haben die höchste Kernkompetenz und Wertschöpfung bei E-Antrieben im Wettbewerb. Allein in unser neues Forschungszentrum für Batterietechnologie investieren wir gerade zum Beispiel 200 Millionen Euro.

Ob E-Maschine, Leistungselektronik oder Batteriesystem: Für uns gibt es nur Eigenproduktion oder Build-to-Print Fähigkeit – dies heißt volles technisches Durchdringen der Systeme.

Schritt für Schritt befähigen wir jetzt alle Fahrzeugwerke für E-Antriebe. Und das zahlt sich aus:

Schon heute haben wir in Europa einen dreimal höheren Marktanteil bei den E Antrieben als bei den Verbrennern. 100.000 Einheiten BEVs und PHEVs werden in diesem Jahr von den Kunden bestellt. Und bis 2025 werden wir25 voll- oder teilelektrifizierte Fahrzeuge anbieten.

Fazit:

Alle Marken werden elektrifiziert. Damit haben wir das breiteste Angebot im Markt. Und dies bei voller Flexibilität. So werden wir auch NUMBER ONE in der Premium-Elektromobilität – vor etablierten und neuen Wettbewerbern.

Und während BMW i damit die zweite Stufe zündet, investieren Wettbewerber noch in Solitär-Plattformen.

Aber: BMW i ist mehr als Elektromobilität.

BMW i ist und bleibt unser Inkubator, der Hub für Innovationen. BMW i ist das Original!

Und BMW i wird mit dem BMW iNEXT auch der Vorreiter bei weiteren Zukunftstechnologien.

Dies bringt mich zum Thema: ‚Autonomes Fahren‘.

In Zukunft wird das Auto noch intelligenter und es kann autonom fahren. Damit wird es zusätzliche Funktionen für unsere Kunden haben.

Auch hier steht für uns der Kundennutzen im Mittelpunkt. Bei uns wird immer der Kunde entscheiden, in welchem Modus er fährt. Ohne Wahlfreiheit ist für uns „Freude am Fahren“ undenkbar.

In einer Vielzahl von BMW Modellen – beginnend mit dem BMW 7er bis zur gesamten Flotte – sind teilautomatisierte Assistenzsysteme bereits täglich im Einsatz. Sie erhöhen Sicherheit und Komfort unserer Kunden. So übernimmt Ihr Auto nicht nur bis 60 km/h, sondern bereits seit 2015 bis 210 km/h die Spur und Längsführung auf der Autobahn für Sie.

Doch jetzt ist es richtig, nicht Schritt für Schritt, mühselig auf der Basis der niedrigen Levels von 2 nach vorne zu gehen. Wegen der Systemsprünge, der Zusatzanforderungen an Redundanz, Rechenleistung und Connectivity für vollautonomes Fahren muss man das Level 5 technologisch beherrschen.

Deshalb werden wir uns bis 2021 im iNEXT befähigen, auch vollautonomes Fahren anbieten zu können – dort, wo bis dahin die regulatorischen Rahmenbedingungen geschaffen sind. Und davon abgeleitet werden wir wieder völlig flexibel unser Angebot Level 3 bis 5 in unsere Flotte bringen.

In allen vier Befähigungen, wie: HD Real-Time Karte, Sensorik, künstliche Intelligenz und Umfeldmodell sowie bei der Motion Control sind wir gut aufgestellt. Wir haben die weltbesten Innovatoren an unserer Seite und haben uns in den letzten 10 Jahren selbst befähigt.

Jedoch sind sicherheitsrelevante Systeme langfristig keine Möglichkeit zur Differenzierung – es muss den weltweit besten Stand der Technik geben. Und deshalb treten immer mehr OEM und TIER1 unserer offenen Plattform bei, die sich damit zu dem Kompetenzzentrum für autonomes Fahren entwickelt.

Soweit meine Darstellung unserer Technologieoffensive im Rahmen der NUMBER ONE > NEXT.

Vielen Dank.

19 responses to “Autoindustrie: BMW-Vorstand kritisiert ‘Fehlverhalten Einzelner’”

  1. Till says:

    Deshalb haben wir uns als weltweit einziger Hersteller entschieden, dass wir ab 2020 in allen Klassen Autos aller Antriebe – je nach Marktwunsch – anbieten können: moderne, effiziente und saubere Verbrenner, Plug-in Hybride oder mit vollelektrischem Batterieantrieb.

    Dabei handelt es sich um einen skalierbaren modularen Baukasten, was heißt, dass die Technologie dann auch in Modelle passt, die bereits heute auf den Markt kommen.

    Reine Batteriefahrzeuge werden in die Breite und in die großen Volumen gehen und volle Alltagstauglichkeit mit bis zu 700 km Reichweite haben.

    Das sind mal Ansagen.

  2. Kommentator says:

    … es bleibt die Gewichtsspirale …

    > bei den PlugIn-Hybriden (PHEV):

    >> so wiegt ein BMW 225xe exakt („stolze“) 290 kg mehr als ein 218i ActiveTourer Steptronic – mit dem identischen 3-Zylinder-136-PS-Benziner (EU-Leergewicht 1.735 kg : 1.445 kg)

    … Gepäckraumvolumen: minus 68 Liter, also verbliebene 400 Liter
    … bzw. umgeklappt minus 160 Liter, also verbliebene 1.350 Liter

    … Zuladungsdefizit: 10 kg, also verbliebene 515 kg

    .

    >> so wiegt ein BMW 330e exakt 210 kg mehr als ein 320i Steptronic – mit dem identischen 4-Zylinder-184-PS-Benziner (EU-Leergewicht 1.735 kg : 1.525 kg)

    … Gepäckraumvolumen: minus 90 Liter, also verbliebene 370 Liter

    … Zuladungsdefizit: 40 kg, also verbliebene 535 kg

    .

    … nebenbei bemerkt:

    so wiegt also ein 3-Zylinder-Hybrid – auf Frontantriebsarchitektur / in der Kompaktklasse – exakt dasselbe als ein „konservativer“ 4-Zylinder-Hybrid mit Hinterradantrieb, nämlich identische 1.735 kg …

    Verkehrte Welt?

    • mb81 says:

      Bemerkt sei jedoch, dass Ersterer Allradfunktionalität besitzt.

      • Kommentator says:

        “Bemerkt sei jedoch, dass Ersterer (225xe) Allradfunktionalität besitzt.”

        gut formuliert, “Allradfunktionalität”

        >> korrekt, die er allerdings braucht, so wie Audi seinen ´quattro´ …
        DENN:
        die zulässige Hinterachslast stieg um 220 !! kg – von 940 kg auf 1160 kg …
        … vorn hingegen nur um 65 kg – von 1.015 kg auf 1.080 kg …

        ALSO:
        – technische Notwendigkeit
        – wie auch praktisches Abfallprodukt
        – wie auch richtig gut für´s Marketing

        … gerade für diejenigen, die auf “Sicherheit” in jeder Lebenslage aus sind, bzgl.:
        – Reichweite
        – Winterbedingungen

    • Mini-Fan says:

      zum 225e:

      – weiteres Defizit:
      minus verschiebbare Rückbank

      – ABER auch ein “Plus”:
      günstiger als der von der Maximalleistung her vergleichbare 225e xDrive

  3. Kommentator says:

    >>>> schön, wenn da aus bisher maximal 50 km elektrischer Reichweite bei den PlugIn-Hybriden – dank „Power-PHEV“ – künftig nun 100 km werden
    (der chinesische Markt verlangt dies sowieso schon so …)

    >>> DIES finde ICH die wichtigste Aussage – für die Masse!

    DANN ist der Durchbruch da – und das (permanente) Mehrgewicht wird „akzeptabel“.

    Man wird schließlich „fast nie“ mehr fossil tanken müssen …
    … aber man KANN eben noch …

    > und bei den rein elektrischen (BEV):

    >>> werden da aus den 600kg-Tesla-Batterien + Kühlung vielleicht „wenigstens“ maximal nur 400-450 kg??
    >>> die „bis zu 700 km Reichweite“ sind da schon eine Ansage.

    UND:
    WESHALB braucht ein Tesla oder dgl. überhaupt eine solche Reichweite?

    – weil er sonst zur „Immobilie“ werden würde …
    … ganz im Gegensatz zu den PHEV´s !!!

    .

    >>>> ein ganz neues – künftiges – Geschäftsfeld des ADAC – oder des ADFC:

    >> mobile Schnellladesäulen – auf Klein-LKW mit Brennstoffzellen-Stromerzeugungsgenerator + H2-Tank
    … vielleicht passt ja auch alles in einen umgebauten 2er-GT
    … für den mobilen Notdienst von BMW

    … aber wehe, man hat abends oder nachts oder am Wochenende eine Lade-Panne

    – DANN wird abgezockt,
    … wie heute schon bei den Abschleppunternehmen a la „im Auftrag des AxxC“ oder a la Rohrreinigung oder a la Schlüsseldienst …

    Klar ist:

    Aufgrund dieser ! (unvermeidlichen) massiven Gewichtsspirale werden Reifenschäden wieder zunehmen; die Tragfähigkeiten der Reifen / Traglastzahlen werden deutlich höher angesetzt werden müssen; der Komfort wird leiden.

    Und für ein Reserverad gibt es ja schon lange keinen Platz mehr.
    Statt dessen AdBlue unter dem Sitz und im Handschuhfach.

  4. Kommentator says:

    CARBON hilft … …
    “Auch hier steht für uns der Kundennutzen im Mittelpunkt”

    Weshalb sich die Gewichtsspirale vielleicht noch weiter drehen wird?

    … denn WENN man schon den AdBlue-Tank „an Bord“ hat, DANN …

    >> dann am besten noch mit manueller Auslösemöglichkeit über die Waschdüsen

    … um DIEJENIGEN mit Gestank zu vertreiben, die sich neuerdings auf die Motorhaube von Autos werfen, um …
    >> siehe youtube-Film:

    https://www.youtube.com/watch?v=1mkGoW4Ipy8

    Neuer Trend! Flüchtlinge/ Asylanten werfen sich auf Autos, um Schmerzensgeld zu erpressen !!!

    Eine weitere Gewichtsspirale droht also auch da:

    > Autodächer und Motorhauben sowie Kot-Flügel (wo bisher sehr viel Gewicht eingespart werden konnte) werden aus „anderen“ Gründen wieder WIDERSTANDsfähiger gemacht werden müssen;
    am besten aus Carbon, da begrenzt elastisch … d.h. reversibel

    … Zitat: „was ist das denn für eine miese Masche… sind wir in Deutschland jetzt ALLEM machtlos ausgeliefert?“

    NEIN, sind wir nicht!

    Carbon hilft!
    Und vielleicht ergänzend auch Harnstoff.

  5. Kommentator says:

    Graue Wolken – mindestens graue …

    Was ist hier passiert?
    NIX ist hier passiert.

    Seiten Monaten schlichtweg NIX.

    NUR:
    … dass die bekannte grotesk linkspopulistisch-grün-unterwanderte Politik die Autoindustrie – im Rahmen einer dummen und beispiellosen Hetzkampagne – DAHIN gebracht hat, sich permanent nur noch dafür rechtfertigen zu müssen, dass sie eben ihre eigene Zukunft etwas vielschichtiger sieht als diese selbsternannten „Weltretter“.
    Die jetzt massive Kosten verursachen, eben weil diese von „wirtschaften“ noch nie den Hauch einer Ahnung hatten.

    Selbstverständlich haben „Einzelne Fehlverhalten“ gezeigt.
    Es geht (dieser) Politik aber bewusst um Kollektivierung der Schuld.

    ABER da nun mal Wahlen in D. sind, haben „einige“ andere – zusammen mit ihren populistischen ! Helfern wie der Abmahnverein „DUH“ – darauf gesetzt, vermeintlich einen schnellen Umschwung mit GEWALT durchzusetzen zu wollen bzw. zu können.

    Das alles zulasten der Diesel-Fahrer. Zulasten der (nicht nur aus Spaß) autofahrenden Bevölkerung insgesamt.

    Und klar ist:

    Die Nervosität ist bei den Autoherstellern groß. Sehr groß.

    Das Thema – massiver Einfluss der politischen Rahmenbedingungen – nimmt breiten Raum ein gerade in der von BMW veröffentlichten aktuellen Pressemitteilung;

    … bei BMW eigentlich sehr unüblich, wie auch schon vor Wochen in entsprechenden Statements zur hochstilisierten Diesel-Gipfel-Krise.

    .

    Und daher nochmal zu den (mindestens) grauen Wolken:

    Gewinne sind immer nur die aus der Vergangenheit.

    Und damit diese erhalten bleiben, spart und streicht BMW wo es geht. Selbst Modelle, die BMW-Fans entzücken, die aber nicht viel abwerfen, und die hauptsächlich der Markenimage zuträglich wären.

    Es macht keinen Spaß, dem zusehen zu müssen.

    >> Schließlich benötigt man – für erzwungene Entwicklungen – und Parallelentwicklungen – viel Geld, also vergangene Gewinne (nur Tesla „nimmt“ dafür vorweggenommene zukünftig „erwartete“ Gewinne).

    Im Grunde genommen für gleich 4 parallele Antriebskonzepte (und in dieser Reihenfolge, was die weltweit im Durchschnitt zu sehende Zukunftsfähigkeit angeht):
    – Benzin-Hybrid
    – Standard-Benziner
    – Diesel
    – rein elektrisch

    … WEIL der weltweite Mix – wie eigentlich wünschenswert – eben gerade NICHT im Geringsten homogen sein wird, sondern zudem hochvariablel.

  6. Kommentator says:

    Die (jetzt heraufbeschworene) Diesel-Krise, jetzt, 2 Jahre nach der (eigentlichen) Diesel-Krise, ist – nämlich wegen allem „Drumherum“ – (als Initialzündung) viel schlimmer als die Tesla-Manie allein.

    Nein, es ist nicht nur die SCHEIN-Asylanten-Krise, die das Volk TIEF spaltet. Wie in D. und in Europa zu sehen.
    … in linkspopulistisches Lager – und in konservatives Lager.

    Es ist auch die SCHEIN-Umweltverschmutzer-Automobilindustrie-Krise.
    Der als vermeintlicher Selbst-Verursacher ALLES zugeschoben wird:
    CO2 / Klimaerwärmung, NOx, Feinstaub, Ressourcenverschwendung.

    (schade, dass man die 4 autofreien Sonntage 1973 in D. während der Öl-(Preis)-Krise nicht dazu genutzt hatte, Messungen durchzuführen, welche Auswirkungen das gerade NICHT hatte …
    … nämlich Feinstaub gerade mal nur zu erwartende minus 7 % bis maximal minus 30 % bei Totalstillstand von Verkehr UND Industrie)

    (hingegen weiß man sehr wohl, was die wenigen Flugverbotstage nach dem islamistisch-terroristischen Anschlag vom 11.09.2001 in der Atmosphäre Erstaunliches bewirkt hatten …)

    Es ist DIESELBE SPALTUNG, von derselben Bevölkerungsgruppe ausgehend – eben dieser speziellen politischen Couleur,
    … warum auch immer diese verheerende & zerstörende wie auch naive ´Zwangskombination´ solcher „gesellschaftlicher Weltverbesserer-Bestrebungen“ offenbar sein muss …

    .

    Die grauen Wolken werden auch in 15 Tagen, nach dem Wahlsonntag am 24.09.2017 in D. nicht vorübergehen.

    … DENN die neue ebenso zwangsverordnete wie blinde Elektromobilität wird der Welt noch ganz andere Probleme bringen,
    … aber DIE sind ja noch 20 Jahre weit weg …

    > NÄMLICH nicht mehr zu bewältigende Elektronikschrottmengen samt ungeahnter Vergiftung der Umwelt,
    … denn auch Recycling hat seine natürlichen Grenzen …
    (oder kommen dann wieder „xxxx-Reaktoren“ ins Spiel? – als unsere „doch-noch-letzte Rettung“ …)

    DIESE kommende Umweltver“gift“ung (nicht mehr nur in China & Afrika) wird im wahren Wortsinne ein „Geschenk“ der Natur sein:

    > die Ursache allen Übels, die Überbevölkerung der Erde wird dann eben SO reduziert bzw. reguliert.

    .

    … und die Verdummung geht hier in D. weiter, … noch mindestens 15 Tage:

    „Bitte geben Sie mir ihre ZWEITstimme“, so eine sog. Volkspartei …
    Ausgerechnet die ALLES-entscheidende Zweitstimme.
    … wenigstens die, bitte. Betteln!!

    Und der deutsche Michel gehorcht. Und macht alles zu 100% falsch. Und gibt (nur) die (unwichtige) ERSTstimme der neuen Partei(en) seines Herzens und seiner inneren Überzeugung.

    • mb81 says:

      @positiv: In Lithium Aktien investieren. Denn für den prognostizierten E-Boom wird schlicht ein vielefaches zu wenig Lithium abgebaut

      • Kommentator says:

        ” … für den prognostizierten E-Boom wird schlicht ein vielefaches zu wenig Lithium abgebaut”

        >> das stimmt – SOFERN es dauerhaft bei DIESER technischen Notwendigkeit bleiben sollte …

        FAKT ist aber auch, dass die Batterietechnik-Entwicklung seit 20 Jahre in einer Sackgasse steckt, übrigens noch mehr die Brennstoffzelle.

        DAHER wäre es nicht verwunderlich, wenn (ganz) neue Ansätze, auch produktionstechnisch, erst den Durchbruch bringen – verbunden mit einem Umbruch, OHNE Abhängigkeit von Lithium.

        Das kann sehr schnell – und vor allem sehr plötzlich – gehen.

        ICH gehe mal davon aus, dass sich Tesla längst !! einen sehr hohen Lithium-Anteil langfristig gesichert hat – und allein SO das mögliche Wachstum der Konkurrenz kleinhält, OHNE technischen Vorsprung bieten zu müssen.

        WAS aber, wenn es plötzlich eine technisch massive Neuerung (nur deshalb) gibt, WEIL Lithium „beschränkt verfügbar und teuer“ ist? – und sich deshalb andere Möglichkeiten erst eröffnet haben?

        > dann möchte ich keine Aktien der Lithium-Mineure haben
        > dann möchte auch ein Tesla-Fan keine „T“-Aktien mehr haben …

        > dann bleibt Tesla auf seiner GIGAfactory sitzen
        > und die Aktionäre müssen Action zeigen & Kapital nachschießen

        >> gehe mal davon aus, dass sich der Durchbruch in 2 Jahren vollzieht

        … die Bafa-Prämie von 2.000 bzw. 1.500 Euro für die Elektromobilität kann ja wohl ganz ofen-sichtlich niemand hinter dem Ofen hervorlocken

        >> und wenn die Hersteller sich in Rabattschlachten überbieten – z.B. beim E-Golf fast 12.000 Euro – dann legen sie massivst drauf.

  7. Frank Schmidt says:

    In Sachen “Irrationalität” hat er völlig Recht. Ich habe neulich erst (ich glaube im Focus) eine Statistik gesehen, wie sehr die Schadstoffe in unserer Luft in den letzten Jahrzehnten zurückgegangen sind. Es ist ein Wahnsinn, die Kurven gingen nahezu senkrecht nach unten, auch die Stickoxide sind praktisch nur noch ein Bruchteil dessen, was sie noch in den 90er Jahren waren. Die einzige Belastung, die in den letzten Jahre wieder minimal gestiegen ist war Ammoniak wegen der Landwirtschaft. Ansonsten ging alles buchstäblich mit Affenzahn in den Keller. Wenn man aber die Diskussion in Presse und Politik zu “Diesel” verfolgt, könnte man meinen, es wird immer schlimmer. Und vor 2 Tagen in den Tagesthemen meinte die Sprecherin als sie einen Beitrag aus Beijing ankündigte wörtlich, wir hätten in D ja NOCH NICHT chinesische oder indische Verhältnisse, gerade so, als würden die Stickoxid-Emissionen hierzulande massenhaft ansteigen, wo sie doch in den letzten 20 Jahren praktisch um über 90% zurückgegangen sind. Ein wirklich kranke da weitgehend faktenbefreite Diskussion, die wir hier in D gerade führen!

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