BMW-Chef Krüger verspricht Trump weitere USA-Investitionen

News | 20.03.2017 von 17

An der Seite von Angela Merkel hatte BMW-Chef Krüger gute Nachrichten für Donald Trump: Weitere Investitionen in das US-Werk Spartanburg sind geplant.

Gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel war auch BMW-Chef Harald Krüger vor wenigen Tagen zu Besuch bei US-Präsident Donald Trump. Krüger sollte dabei stellvertretend für die deutsche Wirtschaft zum Ausdruck bringen, dass deutsche Unternehmen in den USA bereits stark vertreten sind und konnte dabei auf große Zahlen verweisen: Dank des BMW Werks Spartanburg gehört der Autobauer aus München zu den größten Automobil-Exporteuren der USA, denn in South Carolina werden auch sämtliche X3, X4, X5 und X6 für den Rest der Welt gebaut.

Dennoch war BMW in den letzten Monaten wiederholt das Ziel von mehr oder weniger pauschalen Attacken Trumps, der sich vor allem an der geplanten Auto-Produktion in Mexiko stört. Das Land, von dem sich der US-Präsident am liebsten mit einer hohen Mauer und drastischen Zöllen abschotten will, ist in den letzten Jahren von immer mehr Autobauern als günstiger Standort für die Produktion von Automobilen entdeckt worden – und die Nähe zum großen US-Markt war dabei sicherlich kein Nachteil. Auch BMW hat bereits mit dem Bau eines Werks in Mexiko begonnen und in den letzten Wochen und Monaten mehrfach bekräftigt, dass die von Trump angedrohten Strafzölle an dieser Entscheidung nichts ändern können.

Vermutlich auch, um Donald Trump ein wenig zu besänftigen, hatte BMW-Chef Harald Krüger auch einige auf das US-Werk in Spartanburg bezogene Nachrichten mit im Gepäck: Unter dem Motto “Made by BMW in den USA” will die BMW Group ihr Engagement in den Vereinigten Staaten weiter ausbauen. Rund 220 Millionen US-Dollar sollen in den nächsten Jahren allein für die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter am Standort Spartanburg investiert werden.

Insgesamt beschäftigt BMW in seinem stückzählenmäßig größten Werk rund 9.000 Mitarbeiter, die pro Jahr rund 450.000 Autos bauen. Schon bald wird mit dem BMW X7 noch ein weiteres Modell hinzukommen, das exklusiv in Spartanburg gebaut wird. Mit Ausnahme der kleinen Einstiegsmodelle X1 und X2 kommen damit weiterhin alle X-Baureihen aus South Carolina.

Im neuen Werk San Luis Potosi in Mexiko soll unter anderem die 3er-Reihe gebaut werden, BMW kann die Produktion im Werk aber relativ flexibel an die Nachfrage und andere Faktoren anpassen. Zu anderen Faktoren würden natürlich auch ein verstärkter Protektionismus in den USA zählen, denn in diesem Fall könnte der Export von Mexiko in die USA finanziell unattraktiv werden. Für das Werk in San Luis Potosi wäre das allerdings zu verkraften, schließlich können dort gebaute Fahrzeuge auch in den Rest der Welt verschifft werden – wie es BMW schon heute mit allen X-Modellen aus Spartanburg handhabt.

17 responses to “BMW-Chef Krüger verspricht Trump weitere USA-Investitionen”

  1. Dailybimmer says:

    Das Bmw nachwievor an seiner Mexiko Politik festhalten will um den 3er dort billiger für den Weltmarkt zu produzieren, halte ich für einen grossen Fehler. Meiner Meinung nach möchte der Kunde einen Bmw made by Bmw in Germany haben und zahlt auch entsprechend dafür. Bmw geht hier den falschen Weg, wie schon so oft in letzter Zeit.

    • Quer says:

      Du solltest dich lieber mal schlau machen bevor du Fake verbreitetest weil der 3er hauptsächlich auf dem nordamerikanischen Markt verkauft wird. Deshalb bekommen wir immer noch den dreier Made in Germany

      https://www.automobil-produktion.de/hersteller/wirtschaft/bmw-3er-laeuft-ab-2019-in-mexiko-vom-band-243.html

    • DropsInc. says:

      Glaube mir, wenn der Kunde wirklich MADE IN GERMANIA haben möchte, bezahlt er nochmehr dafür…^^ was meinst du wo eine harley gebaut wird? made in usa? kannste vergessen, in indien. so gibt man den menschen vor ort auch eine perpektive. natürlich verdienen diese menschen weniger dort, lebenskosten sind vergleichsweise aber auch niedriger. wenn bmw protektionismus betreiben würde, ständen sie heute nicht da wo sie sind. lass doch den mexicanern das werk. ist für beide seiten gut…der falsche weg ist es definitiv nicht^^ stell dir vor deutsche oder gar auch nicht deutsche firmen, die hier in deutschland ansässig sind betreiben deine logik…gar nicht gut.

      • Dailybimmer says:

        Wer soll denn BMW Made in Mexico kaufen? Die Mexikaner etwa? Der Kunde überall auf der Welt möchte made in Germany haben. Bmw made in USA klingt auch cool, Mexiko nein Danke.

        • DropsInc. says:

          du hast es leider nicht verstanden….schade,hatte da doch mehr weitsicht erwartet. ich wette mit dir, dann kannst du die hälfte deiner haushaltsgeräte in die tonne drücken. bmw ist doch nicht der einzige hersteller der im ausland produziert?! das ist doch aber auch nix neues….glaubst du wirklich das der absatz abbricht wenn der 3 er in mexico gebaut wird? der vw käfer ist ein gutes beispiel dafür, interessiert niemanden. Außerdem, was ist so schlimm an mexico, haben die leute keinen job bei bmw verdient?
          Des Weiteren, Zitat: Hermann Bohrer, Leiter des Werks in Mexiko, nannte höchste Effizienz, Innovationsstärke und Flexibilität als die obersten Ziele für die neue Autofabrik. In diese flösse Best-Practice-Wissen aus allen Werken des Autobauers ein, was Mexiko zum modernsten Werk der Gruppe mache.

          • Dailybimmer says:

            Bmw Patriotismus beginnt schon wo ein Bmw hergestellt wird. Ein Bmw ist immer gleichbindend mit Bayern, na ja Sachsen und USA, Österreich (Steyr Magna)) gehen bei mir auch durch, aber ein Bmw 3er aus einem Billiglohnland wie Mexiko, kommt für mich nicht in Betracht.

    • simons700 says:

      Na das passt dir so garnicht ins Welltbild ;D

      • Dailybimmer says:

        Nö. Werde genaustens darauf achten wo ein 3er hergestellt wird.

        • Quer says:

          So ein Schmarrn, Audi baut den Q5 in México, Mercedes produziert in México, deswegen sind die Autos auch nicht schlechter als wenn die in Deutschland produziert würden. Nur du bist gegen Ausländer eingestellt, dann dürftest du auch keinen BMW kaufen den BMW beschäftigt genauso wie andere dt. Autobauer ausländische Mitbürger, oder wenn ich so an deine Kommentare denke die du geschrieben hast als BT bekannt gab das BMW einen Designer von Skoda abgeworben hat, die waren teilweise sogar rasistisch

          • Dailybimmer says:

            Bmw als Premiummarke muss niemandem nachäffen, schon goar nett Audi, diese Billigheimer. Bmw hat ein Werk in USA, Audi nicht.

        • Mini-Fan says:

          “Na das passt dir so garnicht ins Welltbild”

          Hast Du die vielleicht (mal wieder) unterschwellige Unterstellung von Rassismus bemerkt? Vorsicht!

          Wenn ein Franzose sagt: “Vive la France” oder von der “Grande Nation” spricht – dann ist das toll.
          Wenn ein Deutscher ein Patriot ist oder etwas Deutsches toll findet – dann ist er ein Rassist.
          Wundert mich heute noch, daß wir jubeln durften – als wir Fußballweltmeister wurden.

    • manuelf says:

      Ich bin mir da gar nicht so sicher… Ich denke eher, die Kunden wollen ein “engineered in germany”? Dass die Produktion typischerweise in Niedriglohnländer verlagert wird, daran haben sich doch die Kunden schon längst gewöhnt. Keiner, der ein 800€ Iphone kauft, hat ein Problem, dass es in China zusammengesteckt wird…Solange an allen Produktionsstandorten dieselbe Qualität zugesichert wird. Und glaube mir: Das haben Großserienfertiger wirklich im Griff!
      Daher wäre es mir als Kunde wirklich wurscht…. dass BMW Produktion ausschließlich aus Kostengründen nach Mexiko schiebt (und nicht weil sie was tolles Soziales machen wollen) ist auch selbstverständlich.
      … auch selbstverständlich ist, dass jmd. der einen attraktiven Markt zur Verfügung stellt, dafür auch Gegenleistungen von den Nutznießern erwartet…

      • Dailybimmer says:

        Das riecht nach Ausverkauf.

        • Mini-Fan says:

          Zumindest glaube ich, daß trotz der hohen (Drogen-) Kriminalität Mexiko weniger ein Schurkenstaat ist als z.B. Erdogan’s Türkei.
          Dort werden u.a. die Busse von Mercedes, und soweit ich weiß, auch der Sprinter hergestellt.

    • Mini-Fan says:

      Der Trump kann ja ruhig 35% für Importe aus Mexiko fordern.

      Im Extremfall fahren wir hier in D einen 3er “Made in Mexiko”, und die Amerikaner einen “Made in Germany/ EU”.

      Aber für Dich noch was, zum Aufheitern:

      BMW hat sicher nicht alles falsch gemacht, die letzten Jahre:

      2015 lag der weltweite Absatz des 5er bei 347.096 Einheiten.

      Quelle:
      https://www.bimmertoday.de/2016/03/17/bmw-bilanz-2015-verkaufszahlen-nach-baureihen/

      v. 17.03.16

      Tabelle:
      https://cdn.bimmertoday.de/wp-content/uploads/2016/03/BMW-2015-Auslieferungen-nach-Baureihen-Modellen-weltweit.jpg

      Von der E-Klasse Limousine und dem T-Modell wurden 2015 insgesamt 232.453 Fahrzeuge verkauft.

      Quelle:
      http://blog.mercedes-benz-passion.com/2016/01/mercedes-benz-verkaufte-2015-weltweit-1-871-511-fahrzeug/

      v. 08.01.16

      Produktions-/ Absatzzahlen des 5er in 2016 Zahlen kann ich beim besten Willen nicht finden.

      Von der E-Klasse schon.

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