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BMW Diesel: Klares Bekenntnis zur Entwicklung neuer Motoren

BMW B57

BMW B57 Sechszylinder-Diesel-Motor

Seit dem von Volkswagen ausgelösten Diesel-Skandal, der seither fast die ganze Branche erfasst hat und dem Ruf des Diesel-Motors flächendeckend geschadet hat, mehren sich die Stimmen die von einem Ende des Selbstzünders sprechen. Obwohl manche Hersteller wie die BMW Group bis heute alle Anschuldigungen zurückweisen konnten, sind in der öffentlichen Wahrnehmung alle Autobauer gleichermaßen betroffen und gleichermaßen in die Thematik involviert.

Nicht nur für die BMW Group, auch für die meisten anderen Autobauer Europas ist der Diesel-Motor jedoch extrem wichtig. Ohne die sparsamen Selbstzünder als wesentlichem Bestandteil des Flottenverbrauchs sind die von der EU geforderten CO2-Grenzwerte unerreichbar und natürlich stehen die nach dem einst von Rudolf Diesel erdachten Prinzip arbeitenden Motoren zumindest in Europa auch für einen Großteil der Verkaufszahlen. In den immer wieder zu hörenden Abgesang auf den Diesel-Motor will deshalb kein Hersteller wirklich einstimmen und auch die BMW Group sieht das Ende des Selbstzünders noch lange nicht gekommen.

Anlässlich der Vorstellung von Kennzahlen des BMW Motorenwerks Steyr im Jahr 2016 hat sich Geschäftsführer Gerhard Wölfel klar zum Verbrennungsmotor bekannt – und dabei auch ausdrücklich die weitere Entwicklung von Diesel-Motoren angekündigt. Schon heute stehen die Selbstzünder für 69 Prozent der Produktion im BMW Motorenwerk Steyr, das in den vergangenen zwölf Monaten mit 1,26 Millionen Triebwerken knapp die Hälfte aller BMW-Motoren gebaut hat.

In Spitzenzeiten werden mehr als 5.500 Motoren täglich gebaut, das bedeutet auch rund 3.800 Diesel-Motoren pro Tag. Und damit die BMW Group ihre Stellung als einer der weltweit führenden Anbieter ebenso sauberer wie effizienter Diesel-Motoren weiter festigen kann, werden allein in Steyr bis Ende 2017 weitere 100 Millionen Euro in den Ausbau des Dieselmotoren-Entwicklungszentrums gesteckt.

Gerhard Wölfel (Geschäftsführer BMW Werk Steyr): “Wir merken keinen Nachfrage-Rückgang beim Diesel-Antrieb und würden uns eine sachliche Diskussion zum Thema wünschen: Wir werden auch in den nächsten 10, 20 Jahren noch hocheffiziente Verbrennungsmotoren brauchen – alleine schon, um die Vorgaben zur CO2-Reduktion in Europa und in vielen anderen Ländern weltweit zu erreichen. Die BMW Group wird ihre Dieselmotoren auch in Zukunft weiterentwickeln. Entwickeln heißt auch investieren. Bis Ende 2017 errichten wir um 100 Millionen Euro 30 neue Motorenprüfstände – damit werden wir auch in Zukunft die besten Triebwerke der Welt entwickeln und bauen. Das ist ein klares Bekenntnis zu Österreich und zum Standort Steyr.”

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