BMW i3 2017: Krüger bestätigt 50 Prozent mehr Reichweite

BMW i3 | 21.03.2016 von 9

Das bereits mehrfach angedeutete Akku-Update für den BMW i3 soll die Reichweite um rund 50 Prozent erhöhen. Das sagte BMW-Chef Harald Krüger gegenüber Automotive News …

Das bereits mehrfach angedeutete Akku-Update für den BMW i3 soll die Reichweite um rund 50 Prozent erhöhen. Das sagte BMW-Chef Harald Krüger gegenüber Automotive News Europe und bestätigt damit eine Zahl, die schon längere Zeit im Raum stand. Für die Reichweite nach US-Norm bedeutet das einen Sprung von 81 auf 120 Meilen, in Europa dürfte der prozentuale Unterschied sehr ähnlich ausfallen.

Nach NEFZ schafft der BMW i3 mit voller Batterie schon heute 190 Kilometer, die größere Batterie könnte diesen Wert auf 285 Kilometer steigern. Klar ist, dass diese Reichweiten-Angabe mit ähnlich großer Vorsicht zu genießen ist wie der Normverbrauch konventionell angetriebener Fahrzeuge, die meisten Kunden werden im Alltag deutlich kleinere Reichweiten erleben. Dennoch ermöglicht die größere Batteriekapazität eine noch sorgenfreiere Nutzung des BMW i3 im Alltag, viele Kunden im urbanen Umfeld können künftig ganz bequem eine Woche ohne Nachladen fahren.

BMW-i3-2016-Akku-Update-06

Der Lithium-Ionen-Akku mit größerer Kapazität wird nach unseren Informationen nicht als generelles Update angeboten, sondern als Option. Das bisherige Batteriepaket mit einer Praxis-Reichweite von bis zu 160 Kilometern wird demnach auch weiterhin erhältlich sein. Beide Batterie-Varianten können auf Wunsch mit einem Zweizylinder-Benziner als Range Extender kombiniert werden und das vor allem in Deutschland relevante Thema Reichweiten-Angst damit endgültig beseitigen.

Auch wenn im Zusammenhang mit der größeren Reichweite vielerorts von einem BMW i3 Facelift die Rede ist, wird es in diesem Jahr unseres Wissens keine relevanten Design-Änderungen für den Elektro-Kleinwagen geben. Neue Farben wie das vom i8 bekannte Protonic Blue werden den i3 optisch auffrischen, typische Facelift-Maßnahmen wie geänderte Scheinwerfer und Schürzen sind aber nicht zu erwarten.

Mit dem Akku-Update reagiert BMW i erstmals auf die technischen Fortschritte, die seit dem Marktstart des BMW i3 im Herbst 2013 auf dem Akku-Sektor erzielt wurden. Seit Beginn des Verkaufs konnten die Verkaufszahlen kontinuierlich gesteigert werden, im Jahr 2015 konnten weltweit 24.057 Exemplare des rein elektrischen Stadtflitzers verkauft werden.

9 responses to “BMW i3 2017: Krüger bestätigt 50 Prozent mehr Reichweite”

  1. Hans says:

    Aus Nutzersicht ist das so als hätte ein PKW jetzt statt einem 10 Liter Tank einen 15 Liter Tank. Sonst bleibt alles beim Alten… Da sollte man doch sagen, den 10 Liter Tank gibt es nicht mehr (wer fährt schon gerne permanent in der Reserve) und wir geben unser Bestes um bald einen 30 – 50 Liter Tank anbieten zu können!

    • quickjohn says:

      … mit dem kleinen feinen Unterschied daß es in Realiter keinen petrogetriebenen, mit vergleichbarer Größe und Fahrleistungen ausgestatteten, 4-Sitzer gibt der frei von lokalen Emissionen ist.
      Ich finde das ist schon ein größerer Unterschied als der zwischen Äpfel und Birnen ….

      • Hans says:

        “frei von lokalen Emissionen” Das ist allerdings nur wichtig wenn man indoor unterwegs ist. 😉 Sonst ist es egal! Und natürlich kann man z.B. Alkohol absolut umweltfreundlich gewinnen und auch mit einem 50-Sitzer ökologisch rumgondeln!!!
        1 Liter Alkohol ist ohne Energieverlust lange haltbar und enthält die Energie von 50 kg moderner Akkus. Das schütte ich in 3 Sekunden in den Tank! Wer Reichweite mit e-Autos will muss Zeit zum Laden mitbringen und 800 kg Akku mitschleppen, das ist die Realität! Kann ja alles besser werden, und wenn die Politik die Verbrenner bestraft und e-Autos fördert wird das auch was…

  2. mikk says:

    Jetzt bin ich schon sehr verbrauchsoptimal unterwegs und schaffe so meine ca. 120 ±5 km, allerdings Ueberlandfahrt, d.h. ca. 80% Landstrasse, 15% Autobahn und 15% Stadt, dabei lt. Bordcomputer ein Verbrauch von ca. 15,4 kwh. Mit dem Akku update halte ich eine Reichweite bei meinem Streckprofil von irgendwas bei 150-170 km.
    Im vergangenen “Winter” lag die Reichweite meist bei 100-110km, dabei steht die Heizung jedoch max. auf 20* und die Lueftung auf 2-3.
    Das Batterieupdate koennte den Winter ertraeglicher machen und das zittern (sowohl Temperatur als auch Reichweite 🙂 ) verringern….
    Dennoch finde ich die Tatsache von 50% mehr bei (vermutlich) identischer Akkugroesse so schlecht auch wieder nicht!

  3. Meerwind7 says:

    In den Berichten über den neuen Tesla, der erst in zwei Jahren kommen soll, wird ganz gern mit der “alten” Reichweite des i3 verglichen. Dieses Jahr +50%, nächstes Jahr vielleicht noch mal 20%, und dann wäre Tesla schon längst überholt.
    Unsinn ist der Marktauftritt – so ein Auto ist mehr etwas für Pendler mit Wohnort außerhalb der Städte. Möglichst mit Garage und Zweitauto.
    Der umweltfreundliche Städter fährt gar kein Auto, die anderen wechseln zwischen kurzen Strecken zur Arbeit und längeren Urlaubsfahrten, für die ersten braucht es nicht mal 100 km Batterie, für die zweiten macht ein Batterie-Anhänger mehr Sinn.

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