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Daytona 2016: Enttäuschendes Debüt für BMW M6 GTLM / GT3

Völlig anders als erhofft ist das Debüt des neuen BMW M6 GTLM und des ebenso neuen BMW M6 GT3 bei den 24 Stunden von Daytona 2016 verlaufen. In den Kampf um die jeweiligen Klassensiege konnten beide Fahrzeuge zu keinem Zeitpunkt ernsthaft eingreifen und auch in der Endabrechnung waren sowohl die beiden BMW M6 GTLM des Teams RLL als auch die beiden BMW M6 GT3 von Turner Motorsport nicht auf den vorderen Plätzen zu finden.

Nach 24 Stunden holte der zuletzt von Augusto Farfus pilotierte BMW M6 GTLM mit der Startnummer 25 den fünften Rang seiner Klasse, das Schwesterfahrzeug  mit der Nummer 100 hatte mit einigen Problemen zu kämpfen und verlor durch notwendige Reparaturen zu viel Zeit, um am Ende mehr als Position 11 in der GTLM-Klasse zu erreichen. An der Spitze feierte die Corvette C7.R einen Doppelsieg, auf den Rängen drei und vier folgten ein Porsche 911 RSR und ein Ferrari 488 GTE.

In der GTD-Klasse konnte der BMW M6 GT3 ebenfalls nicht in den Kampf um den Sieg eingreifen, nach 24 Stunden war Maxime Martin im M6 mit der Startnummer 97 auf dem sechsten Rang bester BMW-Pilot. Das zweite Fahrzeug sah die Zielflagge nicht und wurde auf dem 17. Rang der GTD-Klasse gewertet.

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): “Nach all den Monaten intensiver Entwicklungsarbeit, den unzähligen Testkilometern und der ganzen Leidenschaft, die jeder bei BMW Motorsport und bei unseren Teams in unsere neuen GT-Fahrzeuge hat einfließen lassen, hatten wir uns für den ersten Einsatz vorgenommen, zum einen das Rennen zu beenden – und nach Möglichkeit ein gutes Ergebnis zu erzielen. Insgesamt bin ich mit der Rennpremiere für unseren BMW M6 GTLM und den BMW M6 GT3 zufrieden. Uns war klar, dass die 24 Stunden von Daytona gleich zu Beginn der Saison ein außerordentlicher Härtetest werden würden. Und so ist es auch gekommen. Dass wir nun Platz fünf in der GTLM-Klasse und Rang sechs in der GTD-Kategorie aus Daytona mitnehmen, ist ein gutes Ergebnis und zugleich eine schöne Belohnung für die ganze Mannschaft. Der Start in unsere Jubiläumssaison zum 100. Geburtstag von BMW ist damit definitiv gelungen. Mit der Startnummer 100 hatten wir eine Schrecksekunde zu überstehen. Glücklicherweise hat Lucas Luhr diesen Unfall unbeschadet überstanden. Für die Fans war es ein extrem enges und unterhaltsames Rennen. Viele verschiedene Autos fuhren an der Spitze, viele Hersteller liegen 2016 auf Augenhöhe. Die IMSA WeatherTech SportsCar Championship verspricht unglaublich spannend zu werden. Wir haben gesehen, dass die Basis unseres brandneuen Fahrzeugs stimmt. Und ich bin zuversichtlich, dass wir im Laufe der Saison noch gute Ergebnisse erreichen werden.”

Bobby Rahal (Teamchef, BMW Team RLL): “Man weiß nie wirklich, wie sich alles im ersten Rennen einer Saison zusammenfügt. Das Auto mit der Nummer 100 hatte ein wirklich gutes Rennen. Deshalb war es sehr schade, dass wir an diesem Fahrzeug ein Problem bekamen, das man nur selten sieht. Unglücklicherweise hat dies zu einem Ausfall geführt. Dennoch war die Performance des BMW M6 GTLM gut, die Jungs haben tolle Arbeit geleistet. Dasselbe gilt für die Nummer 25. Wenn man mit einem brandneuen Auto ins Ziel kommt, dann ist das schon ein sehr gutes Gefühl. Natürlich ist es enttäuschend, wenn man nicht ganz vorne steht. Das wäre aber von einem Auto, das erst am Anfang seiner Reise steht, auch sehr viel verlangt. Die Corvette ist ein erprobtes Fahrzeug, dasselbe gilt für den Porsche. Das hat man auch heute wieder gesehen. Wenn man also bedenkt, dass der BMW M6 GTLM ein ganz neues Auto ist, mit neuen Systemen und so weiter, dann spricht die Zielankunft der Nummer 25 ohne größere Probleme eigentlich für sich.”

Bill Auberlen (BMW M6 GTLM, Startnummer 25, Platz 5): “Der BMW M6 GTLM mit der Nummer 25 lief die gesamten 24 Stunden über so gut wie perfekt. Auf der Gerade haben uns im Vergleich zur Konkurrenz ein paar Stundenkilometer gefehlt, aber darum werden wir uns kümmern. Nach einem Tag wie diesem haben wir allen Grund, stolz zu sein.”

Dirk Werner (BMW M6 GTLM, Startnummer 25, Platz 5): “Insgesamt können wir heute mit unserem Auto zufrieden sein. Es gab nur wenige Probleme, und die hatten gar nicht mal unbedingt mit dem Fahrzeug zu tun. Es war ein hartes Rennen, in das wir uns immer wieder zurückkämpfen mussten. Jetzt sind wir im Ziel, das Auto ist noch in einem sehr guten Zustand, und wir konnten um einen Podestplatz kämpfen. Wenn man im ersten großen Rennen eines Fahrzeug keine großen Probleme hat, dann kann man definitiv zufrieden sein. All die Testfahrten haben sich ausgezahlt.”

Augusto Farfus (BMW M6 GTLM, Startnummer 25, Platz 5): “Nachdem ich beim Roar-Test gesehen hatte, was der BMW M6 GTLM kann, war ich sehr gespannt auf dieses Rennen. Meine Hoffnung war, dass wir hier in Daytona mit dem neuen Auto gut zurechtkommen würden – und genau das war der Fall. Ich bin natürlich glücklich darüber, dass ich den letzten Stint fahren und den BMW M6 GTLM ins Ziel bringen durfte. Es bei einem 24-Stunden-Rennen bis ins Ziel zu schaffen, ist schon für sich genommen eine großartige Leistung. Okay, uns hat ein wenig Top-Speed gefehlt. Aber BMW wird daran arbeiten, dies ist noch immer erst der Anfang dieses Projekts. Ich hatte einige sehr intensive Stints. Am frühen Morgen hat es sich angefühlt wie in einem doppelten Qualifying, als ich mich an die Porsches und Corvettes gehängt habe.”

Bruno Spengler (BMW M6 GTLM, Startnummer 25, Platz 5): “Es war das erste 24-Stunden-Rennen für den BMW M6 GTLM – und entsprechend ging es darum, Erfahrungen und ordentlich Kilometer zu sammeln. Leider hat uns im Vergleich zu einigen Konkurrenten etwas Performance gefehlt. Aber das Auto ist noch jung. Positiv ist, dass wir kein größeres technisches Problem zu beklagen hatten und dass das Fahrzeug gut lief. Jetzt werden wir daran arbeiten, es für die Zukunft noch schneller zu machen.”

Maxime Martin (BMW M6 GT3, Startnummer 97, Platz 6): “Wir hatten ein ziemlich gutes Rennen. Es gab keine größeren Schwierigkeiten. Unglücklicherweise hatten wir nicht den Top-Speed unserer Konkurrenten. Aber der BMW M6 GT3 hat definitiv Potenzial. Platz sechs im ersten Rennen – noch dazu einem 24-Stunden-Marathon – ist großartig. Ich bin sicher, dass der BMW M6 GT3 schon bald zeigen wird, was noch alles in ihm steckt.”

Jesse Krohn (BMW M6 GT3, Startnummer 97, Platz 6): “In Daytona anzutreten, das war immer mein Traum. Dies ist eines der größten Rennen der Welt, damit bin ich aufgewachsen. Jetzt hatte ich endlich die Möglichkeit, hier dabei zu sein. Der BMW M6 GT3 ist gut und hat großes Potenzial. Ich bin beeindruckt gewesen, wie gut wir damit im allerersten Rennen unterwegs sein konnten. Ich freue mich für das Turner Motorsport Team. Mir hat es riesigen Spaß gemacht.”

Lucas Luhr (BMW M6 GTLM, Startnummer 100, DNF): “Es gab einen Defekt vorne rechts, ich tippe auf die Bremsscheibe. Daraufhin ist die Motorabdeckung nach oben geschnellt, ich konnte nichts mehr sehen und schlug ein. Das ist sehr schade, denn wir waren gut unterwegs und in einer aussichtsreichen Position. Es tut mir auch für die Jungs aus dem Team sehr leid, die mit einem neuen Auto eine solch gute Leistung gezeigt haben, dafür aber nicht belohnt wurden.”

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