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BMW Motorenwerk Steyr baut ab 2012 auch Dreizylinder-Motoren

Schon ab dem kommenden Jahr wird BMW im Motorenwerk Steyr auch Motoren mit nur noch drei Brennkammern bauen. Wir haben bereits mehrfach angekündigt, dass die Leistungsspanne von etwa 65 bis rund 115 PS künftig mit Dreizylinder-Motoren abgedeckt wird und diese Ankündigung gilt sowohl für Otto- als auch für Dieselmotoren. Im Werk Steyr sollen allerdings nur die Selbstzünder vom Band laufen, denn mit diesen Motoren kennt man sich vor Ort bestens aus. Wo genau die Dreizylinder-Benziner gebaut werden, hat BMW noch nicht bekanntgegeben.

Mit Blick auf die Leistungsspanne versteht sich von selbst, dass diese Motoren nur am unteren Ende der Modellpalette der BMW Group zum Einsatz kommen werden. Relativ sicher ist die Verwendung der neuen Motoren in der nächsten Generation des MINI, im darauf aufbauenden Fronttriebler von BMW sowie in der kommenden 1er-Reihe F20, die allerdings zum Marktstart noch keine Dreizylinder erhalten wird. Überdies könnten auch besonders sparsame Einstiegsmodelle der neuen 3er-Reihe F30 mit drei Zylindern an den Start gehen, um den Flottenverbrauch weiter zu senken.

Auch im BMW i8, der Serienversion von Vision EfficientDynamics, wird ein Verbrennungsmotor mit drei Zylindern für Vortrieb sorgen – gemeinsam mit zwei Elektromotoren. Nachdem hier zunächst von einem Turbodiesel die Rede war, wird nach aktuellem Stand doch ein Ottomotor im i8 arbeiten.

Unabhängig vom Verbrennungsprinzip dürften alle Dreizylinder-Triebwerke über einen Hubraum von 1,5 Litern verfügen und somit das bekannte und bewährte Maß von 500 Kubikzentimetern je Zylinder erhalten. Während die Dieselmotoren grundsätzlich aufgeladen sein werden, ist im Fall der Benziner auch eine Einstiegsvariante als Saugmotor denkbar.

Inwiefern die Dreizylinder auch Bestandteil der Kooperation mit dem französischen PSA-Konzern werden könnten, lässt sich momentan schwierig einschätzen. Gerüchte besagen aber, dass auch Peugeot und Citroën bei ihren Kleinwagen auf die besonders effizienten Motoren zurückgreifen könnten.

(Quelle: Wirtschaftsblatt.at)

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