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Das BMW Sauber F1 Team vor dem ersten Rennen in Bahrain

Nach der Tourenwagen-WM am letzten Wochenende beginnt an diesem Wochenende auch wieder die Formel 1 Saison, womit die Motorsport-Saison dann endgültig wieder begonnen hat. Auch wenn BMW in diesem Jahr nicht mehr aktiv vertreten ist, wollen wir den Saisonverlauf des BMW Sauber F1 Teams auch in diesem Jahr im Blick behalten, denn die Entwicklung des Fahrzeugs fand überwiegend unter Regie von BMW statt und auch das Team trägt die Buchstaben des Herstellers noch im Namen, obwohl im Heck des Sauber C29 ein Ferrari-Motor arbeitet.

Aufgrund der potentiell größeren Benzinmengen lassen sich in diesem Jahr noch schwieriger als sonst Prognosen treffen, aber immerhin hat das BMW Sauber F1 Team bei den Testfahrten vor der Saison einen guten Eindruck gemacht. Was dieser Wert ist, werden wir erst beim Qualifying am Samstag erfahren, wenn alle Teams alle Karten auf den Tisch legen müssen.

Pedro de la Rosa: “Ich habe gute Erinnerungen an Bahrain. 2005, als ich einspringen musste, bin ich die schnellste Rennrunde gefahren. 2007 habe ich dort zwei Tage lang getestet. Ich denke allerdings, dass die ergänzte Sektion im Innenraum die Strecke insgesamt stark verändert, weil man das Abtriebsniveau anpassen muss. Das Beste an dem Kurs ist, dass man überholen kann. Es gibt drei lange Geraden, an deren Ende man jeweils sehr hart in Kurven bremsen muss. Ich denke, wir werden ein gutes Rennen sehen. Alles, was ich will, ist zu kämpfen, weil ich das am meisten vermisst habe. Es ist schwer zu sagen, ob die Strecke unserem Auto liegen wird. Auf jeden Fall wird es sehr interessant, welche Rennstrategien sich entfalten und wie die Teams auf jeweils andere Strategien reagieren. Durch das Nachtankverbot wächst der Einfluss der Rennstrategien erheblich. Nach vier guten Tests auf drei Strecken bin ich sehr zuversichtlich für den Saisonstart. Wir sind viele Kilometer gefahren und haben viel gelernt. Dieser Grand Prix ist meine Rückkehr als Rennfahrer, und ich kann es kaum noch abwarten.

Kamui Kobayashi: “Ich habe in Bahrain 2008 und 2009 die Rennen in der GP2 Asia gewonnen und bin dort 2009 auch einen Formel-1-Test gefahren. Es gefällt mir, dass die Saison auf einer Rennstrecke beginnt, die ich so gut kenne. Der Kurs ist schön, ich mag jede Kurve, und 2010 bekommen wir noch ein paar mehr davon. Es gibt viele Kurven, vor denen man hart bremsen und gleich wieder beschleunigen muss. Solche „Stop-an-Go“-Situationen mag ich, und ich denke, unser Auto kann das auch gut. Ich habe bei den Testfahrten viel gelernt und trainiere hart. Ich fühle mich definitiv startklar für die Saison. Ausserdem freue ich mich auf das in der Regel gute Wetter in Bahrain, ich mag es einfach gerne warm.

Willy Rampf (Technischer Direktor): “Dieser Saisonstart wird ganz besonders spannend, weil nur die wenigsten Teams bei den Testfahrten ihr ganzes Potenzial gezeigt haben. Durch das Nachtankverbot sind die Tanks grösser und die Fahrzeuge radikal anders geworden. Es ist Aufgabe der Ingenieure, eine Abstimmung zu finden, die auch bei einem im Vergleich zum Vorjahr um rund 100 Kilogramm höheren Startgewicht eine gute Balance bietet. Auch für die Rennstrategie gibt es ganz neue Anforderungen, die Boxenstopps werden in erster Linie durch die Leistungskurve der Reifen diktiert. Es müssen weiterhin beide Reifenspezifikationen gefahren werden. Die Streckenführung in Bahrain hat sich entscheidend geändert. Der Kurs ist jetzt geprägt durch einen engen Abschnitt im Innenraum mit acht zusätzlichen Kurven. Das Abtriebsniveau ist ein Kompromiss: Einerseits verlangen die vielen langsamen Kurven hohen Anpressdruck, andererseits ermutigt die aussergewöhnliche Breite der Strecke die Fahrer zum Überholen, weshalb man die Höchstgeschwindigkeit nicht vernachlässigen darf.

(Bilder & Infos: BMW Sauber F1 Team)

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